Abtreibungsgegner

21. Mai 2017 15:06; Akt: 22.05.2017 10:30 Print

«Marsch fürs Läbe» weicht nach Obwalden aus

Der «Marsch fürs Läbe» findet dieses Jahr nicht mehr in Zürich oder Bern sondern in Obwalden statt. Linksautonome feiern dies als Erfolg.

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Christlich-konservative Kreise demonstrieren jedes Jahr am «Marsch fürs Läbe» gegen die Abtreibung. Im Jahr 2016 in Bern. Aus Sicherheitsgründen liess die Kantonspolizei Bern nur eine Platzkundgebung zu. Der «Marsch fürs Läbe» ruft Kritiker auf den Plan – allen voran linke Aktivisten, die mit Gegenprotesten die Versammlung der Abtreibungsgegner jeweils zu stören versuchen. So geschehen auch letztes Jahr in Bern. Gegendemonstranten protestierten gegen die Veranstaltung. Ihr Slogan: «Mein Körper - meine Entscheidung». Nur dank eines massiven Polizeiaufgebots konnten Ausschreitungen verhindert werden. Das Sicherheitsdispositiv der Polizei geht auf. Zu Ausschreitungen kommt es nicht. Am Ende der Kundgebung wird von den Gegendemonstranten eine Rauchpetarde gezündet. Andere protestieren friedlich: Gegner der Kundgebung küssen sich. Vor zwei Jahren fand der «Marsch fürs Läbe» in Zürich statt. Ein Grossaufgebot der Polizei konnte eine Störaktion von rund 200 Linksautonomen verhindern. Diese Störaktionen von linken Aktivisten stimmte die Organisatoren des «Marsch fürs Läbe» nachdenklich. «Wir haben einen Riesenaufwand, weil eine wachsende linksradikale Szene anderen ihre Meinungsfreiheit nicht zugesteht» sagte Sprecherin Beatrice Gall nach den Ereignissen in Bern. Zunächst war deshalb unklar, ob und wo wieder ein «Marsch fürs Läbe» stattfinden wird. Nun teilen die Organisatoren mit, dass die Abtreibungsdemonstration nach Obwalden verlegt wird. Der «Marsch fürs Läbe» soll in St. Niklausen starten und im Dorf Flüeli-Ranft enden. Stattfinden wird er am 17. September. Ob es am 17. September in Obwalden ruhig bleiben wird, ist fraglich. Denn das Bündnis «Bern stellt sich que(e)r» schreibt auf Facebook weiter, dass die Neuauflage des «Marsch für Läbe» in Obwalden, kein Grund sei, sich nun auszuruhen.

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Christlich-konservative Kreise demonstrieren jedes Jahr am «Marsch fürs Läbe» gegen die Abtreibung. Das ruft Kritiker auf den Plan — allen voran linke Aktivisten, die mit Gegenprotesten die Versammlung der Abtreibungsgegner jeweils zu stören versuchen.

Das war nicht zuletzt vor zwei Jahren in Zürich der Fall, als ein Grossaufgebot der Polizei eine Störaktion von rund 200 Linksautonomen verhindern konnte. Auch letztes Jahr, als der «Marsch fürs Läbe» in Bern stattfand, kam es zu Protesten von Linken. Nur dank eines massiven Polizeiaufgebotes konnten Ausschreitungen verhindert werden.

Zuerst unklar, ob Marsch stattfinden wird

Diese Störaktionen von linken Aktivisten stimmten die Organisatoren des «Marsch fürs Läbe» nachdenklich. «Wir haben einen Riesenaufwand, weil eine wachsende linksradikale Szene anderen ihre Meinungsfreiheit nicht zugesteht» sagte Sprecherin Beatrice Gall nach den Ereignissen in Bern. Zunächst war deshalb unklar, wo und in welcher Form wieder ein «Marsch fürs Läbe» stattfinden wird.

Nun teilen die Organisatoren mit, dass die Abtreibungsdemonstration nach Obwalden verlegt wird. Der «Marsch fürs Läbe» soll in St. Niklausen starten und im Dorf Flüeli-Ranft enden. Stattfinden wird er am 17. September. «Der Bundesplatz war an unserem Wunschtermin bereits besetzt. Ausserdem wollen wir in diesem Jahr den Schwerpunkt auf das Gebet richten, weshalb die Wahl auf Flüeli-Ranft fiel», sagt Sprecherin Gall.

Da in der Schweiz dieses Jahr das 600-Jahr-Jubiläum von Niklaus von Flüe gefeiert wird, haben sich die Organisatoren für diesen «geschichtsträchtigen Ort» entschieden. Gall: «Der Marsch ist somit diesmal auch ein reiner Gebetsmarsch.»

«Kein Grund sich auszuruhen»

Die Linksautonomen hingegen sind der festen Überzeugung, dass die Neuauflage des «Marsch für Läbe» in Obwalden mit ihren Aktionen zu tun hat. Auf der Facebook-Seite «Bern stellt sich que(e)r» heisst es: «Dass sich der Marsch im September 2017 in ein kleines Dorf in Obwalden verschieben muss, ist der Erfolg der langjährigen Proteste in Zürich und den vielfältigen Aktionen letztes Jahr in Bern.»

Ob es am 17. September in Obwalden ruhig bleiben wird, ist fraglich. Denn das Bündnis «Bern stellt sich que(e)r» schreibt auf Facebook weiter, dass die Neuauflage des «Marsch fürs Läbe» in Obwalden kein Grund sei, sich nun auszuruhen.

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L. am 21.05.2017 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Protest zwecklos

    Solche Proteste führen zu nichts. Jede Frau darf selber entscheiden, ob sie Mutter werden möchte oder nicht.

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  • Julia am 21.05.2017 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Körper!

    Ihr könnt gerne aud die Strasse und eure Meinung kund tun. Ich bin der Meinung, dass es die alleinige Entscheidung der Frau ist, ob sie abtreibt oder nicht.

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  • Phlow am 21.05.2017 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung statt Marsch gegen Abtreibubg

    Dieser Marsch wird in Obwalden sicher viel Aufsehen erregen und eine grosse Wirkung erzielen. @Christkonservative: Lieber eine Abtreibung als später ein ungeliebtes Kind! Vielleicht solltet ihr euch das einmal überlegen. Und solange ihr glaubt, dass Maria unbefleckt empfangen hat damit euer Weltbild nicht durch ausserehelichen Sex zerstört wird, tut das, aber bitte lasst die aufgeklärten Menschen leben und demonstriert FÜR bessere Aufklärung und Verhütung. DAS würde helfen. Danke!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gläubig am 22.05.2017 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Du sollst nicht töten"

    Abtreibung verstösst klar gegen das 6. Gebot Gottes: "Du sollst nicht töten". Aber davon will fast niemand mehr was hören. Jeder macht einfach, was er will. Den Marsch selber finde ich kontraproduktiv. Christen sollten nicht demonstrieren, sondern im Gebet einstehen und zu Gott flehen.

  • Selbstbestimmung am 22.05.2017 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder interessant

    wie sich Menschen es anmassen wollen, darüber zu bestimmen, was in einem Uterus geschieht, der nicht ihr eigener ist. Jede Frau soll selber bestimmen dürfen, was mit ihrem Körper geschieht. Dazu gehört auch die Freiheit, eine Schwangerschaft nicht zu wollen und sich diesbezüglich professionelle Unterstützung (mit Hilfe eines Arztes abtreiben statt hochgradig ihr Leben gefährdend irgendwo in einem Hinterhof).

  • B.R. am 22.05.2017 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Alternativen bieten

    Eine Frau treibt ja nicht einfach so zum Spass ab. Bietet einfach Alternativen das die Frau und das Kind eine anständiges Leben leben können und schon ist das Ganze kein thema mehr. Nur müsste die Hilfe über 20 Jahre gehen und nicht die Frau nach einem oder zwei Jahren fallen lassen. Reden ist einfach aber nicht sehr überzeugend.

  • Michel am 21.05.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Freut mich, werd' ich sicher dabei sein

    Selbstbestimmung schön und gut, aber gibt es ein Recht, das eigene Kind zu töten?!? Lieber ein geliebtes, adoptiertes Kind als ein totes Kind!

    • sooderso am 22.05.2017 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ansichtssache

      @Michel Ein Embryo ist noch kein Kind. Und das ein adoptiertes Kind wirklich geliebt wird, weiss man nicht. Lieber tot sein als ungeliebt, ungewollt und eventuell misshandelt.

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  • Dr. Gabber am 21.05.2017 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine frage

    die ich hier und jetzt mal an alle Pro-Life-Anhänger richte: Ist es die bessere Alternative, wenn eine Frau zu einer Engelmacherin geht oder sich selbst vergiftet, beim Versuch, eine Abtreibung vorzunehmen? ganz ehrlich, ich möchte diese Frage gerne von euch beantwortet haben, weil ich euch besser verstehen möchte.

    • G.B am 22.05.2017 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Gabber

      Eine Gegenfrage: würdest du entscheiden wollen ab welchem Zeitpunkt ungeborenes Leben lebenswert ist oder nicht? Ich möchte diese Verantwortung nicht tragen. 1 Tag früher oder später entscheidet über Leben oder Sterben.

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