Zoll

04. Oktober 2017 12:16; Akt: 04.10.2017 13:57 Print

«Muss ich mein Baby an der Grenze verzollen?»

Der Umgang mit den Zollformalitäten überfordert viele. Andere stellen den Zöllnern so seltsame Fragen, dass die selbst lachen müssen.

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Täglich melden sich Dutzende mit Anfragen beim Zoll. Manche Mails und Briefe sind reichlich absurd. In seiner Mitarbeiterzeitschrift sammelt der Zoll die lustigsten Fragen. Da ist zum Beispiel ... ... der frischgebackene Familienvater, der sich nicht sicher ist, ob für seinen Sprössling noch Zollabgaben fällig werden. Vor einem anderen Problem stehen diese Eltern: Haben die Kinder mehr Freude an einem Wombat – oder soll es doch eher ein Känguru sein? Wieso auch immer jemand das tun will. Eine grosse Frage im Zoll-Wirrwarr: Darf ein Hund ebenfalls zollfrei Waren im Wert von 300 Franken einführen? Mal eben zum Einklauen in die Schweiz – doch wie muss man vorgehen, damit am Zoll alles seine Richtigkeit hat? Eine Anfrage aus Deutschland. Wer eine solche Freundin hat, braucht keine Feinde mehr. Eine Hausangestellte, die schon 18 Jahre bei derselben Familie arbeitet, soll in die Schweiz übersiedeln. Muss sie verzollt werden? Eine der seltsameren Fragen aus dem Zoll-Fundus. Es ist ein bekanntes Problem unter Festivalgängern: Wie kommt der Lieblingsalkohol möglichst günstig an die Party? Am späten Abend nach Frankreich – da stellt sich schon mal die Frage, wann genau die Landesgrenzen überhaupt offen sind. Kalt, aber immerhin gebraten: Gänse seien ein Exportschlager aus Hongkong, schreibt der Fragesteller dem Zoll. Diesem Fragesteller kann gesagt werden, dass der Geruch zollrechtlich keine Rolle spielt. Wenn die eigene Tochter nur ein Persönchen wäre – wie viel Waren dürfte sie dann importieren? Mausi ist eine ältere Dame, die nicht gern rumreist und auch nicht gern wartet. Die Landschildkröte beschäftigte auch die Mitarbeiter des Zolls. Wenn die Eltern nicht mehr weiterwissen, muss der Zoll die Erziehungsarbeit übernehmen. Ob dieser Plan aufging, ist nicht geklärt. Nicht schon wieder Streit mit der Polizei! Deshalb fragt dieser Mann gerade bei der Zollverwaltung an – die Mitarbeiter dort sind offenbar umgänglicher. Auch die US-Zollbehörde TSA (Transport Security Administration) teilt die seltsamsten Beobachtungen via Instagram mit der Welt. «Wir haben keine Ahnung, was mit diesem Ding gemacht werden soll», schreiben sie zu einem Fundstück am Flughafen Fargo. Am Flughafen Boston stossen die Behörden auf diesen Hummer. Das klingt zwar aussergewöhnlich, ist aber nicht verboten – zumindest nicht in den USA. «Ich habe gestern dieses Pony entdeckt und möchte es nach Hause nehmen. Geht das, wenn ich ihm ein Ticket kaufe?» fragt ein User die Behörde. «Ich fliege zwar nicht gerade in nächster Zeit, aber wenn ich es tue, darf ich den mitnehmen?», fragt ein Nutzer. Die Behörde zögert: «Looks a bit fishy», schreibt die TSA zurück. Und immer wieder die Frage: Darf mein Schwein mit an Bord? Die TSA hat in diesem Fall keine Bedenken. Manchmal würde man gern die Hintergrundgeschichte kennen. Diese Figur wurde am Flughafen von Los Angeles aufgefunden – und kann nun abgeholt werden.

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Wer nicht weiss, was er bei der Einfuhr von Waren beachten muss, schreibt dem Zoll. Gemäss eigenen Angaben erhält dieser Dutzende Anfragen pro Tag. Nicht alle sind äusserst dringend – und andere so absurd, dass sie der Zoll in seiner Mitarbeiterzeitschrift publiziert hat.

Die Fragesteller wollen von den Beamten wissen, ob sie gebrauchte Windeln einführen dürfen, ob ihr Baby verzollt werden muss und was bei der Einfuhr eines Kängurus aus den Ferien zu beachten ist.

Die Briefe wurden über Jahre hinweg in der ganzen Schweiz gesammelt, wie eine Sprecherin sagt. Nicht nur die Schweizer Zöllner sammeln Skurrilitäten: Auch die US-Zollbehörde TSA postet auf Instagram regelmässig die seltsamsten Fragen und Fundstücke. Eine Auswahl gibt es in der Bildstrecke.

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laimigs am 04.10.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitgenossen, nicht gleich Eidgenosen

    Seit ich beim CH Zoll arbeite, zweifle ich ernsthaft an der Intelligenz gewisser Zeitgenossen.

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  • Die Zollverwaltung a.D. am 04.10.2017 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    wir verzollen grundsätzlich alles, ob Kind oder Kegel ist uns egal

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  • Besserwisser am 04.10.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Wohnwagen

    ist nicht das selbe wie ein Wohnmobil!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Büesiflüesterer am 05.10.2017 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bild Nr. 5

    Wenn ich Tierfutter im Ausland einkaufe und mein Büsi mitreist, sollte der Freibetrag von 300 Franken schon dem Büsi angerechnet werden.

  • blondie am 05.10.2017 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Muss ich mein Baby an der Grenze verzollen

    Nein, aber bei der frage dürfen sie es nicht mehr behalten! Solche Eltern gehören abgeschafft. Sicher die Hochintelligenten oder?

    • Christof am 05.10.2017 09:20 Report Diesen Beitrag melden

      Eher anmelden (reist als "Sans Papier")

      Die Frage ist eher, ob man das Baby nicht anmelden muss .... bei der durchschnittlichen Dauer bis zum Erhalt eines neuen Passes wäre es ja "papierlos" .... (ob die Geburtsurkunde als Reisedokument anerkannt wird, ist mir nicht bekannt)

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  • Thoma s am 05.10.2017 01:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das würde sagen, in 90% der Fälle

    werden die Zöllner auf den Arm genommen. Das Problem ist, sie haben entweder 0 Humor oder checken es schon gar nicht.

    • gaga welt am 05.10.2017 06:59 Report Diesen Beitrag melden

      Die stehen ja

      nicht als Humoristen am Zoll sondern um evtl. Massenmörder am Job zu hindern

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  • Rocco Sifredi am 04.10.2017 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schäferstündchen

    Muss eine Frau nach einem Schäferstündchen, auch das Ejakulat verzollen?

  • Theo am 04.10.2017 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bundesratschulden

    Wenn Gäste bleibend in die Schweiz eingeführt werden, müssen sie verzollt werden. Sumaruga hat hunderte Millionen Schulden beim Zoll.