SRG-Generaldirektor

06. Januar 2018 12:22; Akt: 08.01.2018 07:21 Print

«Wir sind bereit, Varianten vorzuschlagen»

Gilles Marchand zeigt sich offen für neue Finanzierungsmodelle. Ganz ohne Gebühren geht es laut dem SRG-Generaldirektor aber nicht.

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SRG-Generaldirektor Gilles Marchand zusammen mit SRG-Präsident Jean-Michel Cina an einem Medienfrühstück am 6. Oktober 2017. (Bild: Keystone/Peter Schneider))

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Kann sich die SRG über Pay-TV finanzieren? Um diese Frage streiten sich Gegner und Befürworter seit Wochen. Bisher hatte die SRG offiziell betont, bei einem Ja zu No Billag gäbe es für sie keine Alternative zum Sendeschluss. Die Befürworter halten entgegen, die SRG könne einen grossen Teil ihres Programms durch Abo-Verkäufe aufrechterhalten.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand bildete hier keine Ausnahme: «Es gibt keinen Plan B», sagte er im Oktober auf SRF. Daran hält er auch im Interview mit «Le Temps» vom Samstag fest: Bei einem Ja zu No Billag könne die SRG den Service Public nicht retten. «Wir werden die SRG mehr oder weniger organisiert und schnell abbauen müssen», so Marchand. Man dürfe der Öffentlichkeit nichts vorgaukeln, was der Text der Initiative bedeute.

Und trotzdem zeigt sich Marchand offen für alternative Einnahmequellen. Die Debatte darüber fange gerade erst an. Zwar sei es schwierig, Finanzierungsmodelle für die «Pay-per-view»-Generation zu finden. Aber: «Wir sind bereit, Varianten vorzuschlagen», so Marchand. Ganz ohne Gebühren gehe es aber nicht.

Offenes Internet-Portal für alle

Die Schlacht werde künftig im Internet geschlagen. Daher denke er viel über die Zukunft der SRG im Internetzeitalter nach. Ihm schwebe im Web ein offenes Portal mit originellen Inhalten vor, das allen zur Verfügung stehe.

Auf die Frage, ob die SRG nicht eine gehörige Mitschuld an der No-Billag-Initiative trägt, antwortet Marchand, dass man sicher im Vorfeld mehr mit der Bevölkerung hätte kommunizieren und mehr erklären müssen.

(hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 06.01.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Falle

    Wie damals als wir die MEI Annahmen und die härtere Initiative ablehnten und es dann hiess "das Volk hat sich somit Entschieden, die Zustimmung zur MEI zu realtivieren". Bei einem Nein wird sich überhaupt nichts ändern.

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  • Robert am 06.01.2018 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Junge, geht wählen!

    Bin bald 70 Jahre alt und hab eine Bitte an alle jungen Stimmberechtigten. Nehmt euer Recht zum Abstimmen wahr und helft, dieses unsägliches Abzocken zu bodigen! Überlegt mal, pro 10 Jahre knapp 4000.- Franken oder mehr an Gebühren. Das heisst in 50 Jahren muss JEDER Haushalt den Gegenwert eines Kleinwagens abgeben. Deshalb, ein klares ja am 4. März.

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  • Mr Netflix-DAZN am 06.01.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ja zu No-Billag

    SRG soll sich nur auf Tagesschau, Sport und Politsendungen konzentrieren. Dafür genügen CHF 200 pro Jahr/Haushalt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Siri2 am 08.01.2018 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsumenten Befragung

    Vielleicht sollte eine Umfrage bei den Kunden (Konsumenten) gemacht werden im zu sehen, warum so viele gegen die SRG schiessen!

  • Transporter am 07.01.2018 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    Über welch Variante will er nun sprechn?

    Die 200.- Variante wurde gosszügig abgelehnt. Ich denke die nächste Variante ist ob er Bananenkisten benötigt oder ob wir sein Büro in die Tonne werfen sollen.

  • HundertFünfUndFierzig am 07.01.2018 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    So interessant ist SRG... Gähn

    Der Rote Fleck hinter Marchand sollte mit Fragezeichen gefüllt sein und Wolkenartig zu seinen Kopf hin verlaufen. Cina hingegen schaut besorgniserregeng apathisch in den künftigen Schämiegge. Eine halbe Million ist nicht genug, mit Geld kann man nicht alles kaufen. Das Päärlein benötigt dringend professionelle Hilfe. So alleine im Bitz herumstehen ohne Plan B oder überhaupt Plan A ist doch ein reines Armutszeugnis.

  • Meimei am 07.01.2018 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig traurig

    Noch einen Satz gegen die SRG und die beiden Herren beginnen zu weinen und zu schlchzgen so traurig und niedergesxhlagen wie die auf dem Foto rüberkommen. Total überfordert und ohne Plan B.

    • Salma Hänni am 07.01.2018 23:13 Report Diesen Beitrag melden

      Wen kümmert es

      Bei dem Lohn welchen die erhalten können die sich auch einen Herzinfarkt leisten.

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  • Waldläuferin am 07.01.2018 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Originalität à la SRG?

    'Ein offenes Portal mit originellen Inhalten...'

    • Hopkins am 07.01.2018 23:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wo geht der Inhalt hin?

      Wohl eher ein offenes Loch ohne Boden.

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