Drogen-Vergleich

21. November 2011 22:58; Akt: 22.11.2011 13:35 Print

Darbellay provoziert HomosexuelleDarbellay provoziert Homosexuelle

von O. Fuchs - CVP-Präsident Christophe Darbellay schiesst gegen Homosexuelle: Er sehe nicht ein, warum diese Kinder adoptieren dürfen sollten. Kokain werde auch nicht legalisiert, nur weil es Kokser gebe.

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Erst letzte Woche hatte sich die Rechtskommission des Ständerates dafür ausgesprochen, dass auch homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen sollen. CVP-Ständerätin Anne Seydoux-Christe wies daraufhin auf die «verlogene Rechtsgrundlage» hin, dass Lesben und Schwule in der Schweiz adoptieren können – allerdings nur, wenn sie ledig sind. Es sei nun Zeit, die Debatte zu eröffnen.

Das hat Parteipräsident Christophe Darbellay in Rage gebracht: Er sehe nicht ein, warum das Adoptionsgesetz auf Homosexuelle ausgeweitet werden solle, nur wegen Einzelnen, die das Gesetz umgingen: «Wir würden auch nicht plötzlich Kokain legalisieren, weil es eine halbe Million Konsumenten gibt», so Darbellay.

«Seine Schwulenfeindlichkeit erschreckt uns»

Diese Aussage sorgt für Aufruhr. Die Vereinigung für Regenbogenfamilien findet es «unmöglich und beleidigend», dass Darbellay «Eltern gleichen Geschlechts mit Kokainsüchtigen vergleicht». «Seine Schwulenfeindlichkeit erschreckt uns», sagt Co-Präsident Chatty Ecoffey. Barbara Lanthemann von der Schweizer Lesbenorganisation LOS doppelt nach: «Darbellay vergleicht zwei Dinge, die einfach nicht vergleichbar sind.»

Darbellay rechtfertigte sich am Montag: «Ich wollte nie jemanden beleidigen. Was ich sagen wollte, war: Nur weil etwas existiert, heisst das noch lange nicht, dass es legalisiert werden muss.»

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  • Mia Willener am 21.04.2012 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Quizfrage

    Was ist wenn ein Mann, durch Therpie und Operationen zur Frau wird (Transfrau) und per Gerichtsbeschluss das amtliche Geschlecht in Weiblich ändert. vor dem Gesetzt würde er/sie als Frau gelten, dürfte sie dann mit einem Mann ein Kind adoptieren? wäre ja juristisch gesehen "in der Norm"?

  • Manu am 26.11.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Auch gegen Kinder in Homo Beziehungen

    Ich sehe mich als toleranten Menschen, habe nichts gegen Homo-Ehen und Homo-Beziehungen, aber Kinder in diesem Umfeld aufwachsen zu lassen finde ich nicht gut und die Kinder werden in der Schule sicher auch zu Aussenseitern, wenn sie sagen müssen "ich habe 2 Papas" oder 2 Mamas. Gewisse Grenzen braucht eine Gesellschaft schon, damit sie nicht zerfällt!

    • buess helena am 21.04.2012 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      entwicklung ja oder nein

      liebe manu, mein mann starb als unser kind 2 jährig war. ich hatte damals eine "beste freundin " .ich bin nicht lesbisch.wir haben eine platonische beziehung bis heute. . wir zogen zusammen,so ist meine tochter auch von 2 müttern erzogen worden.das einzige was meine tochter(33) später reklamierte war: es ist schon schlecht 2 mütter zu haben , wenns die eine nicht merkt ,dann erwischt mich die andere.sie hat vor jahren eine familie gegründet mit mann und kind. wer ist gesellschaft ? wo ist grenze ? was heisst zerfallen es ist 2012........!

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  • Bela am 25.11.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Für das Wohl des Kindes, bitte

    Lesbische Frauen und homosexuelle Männer können biologische Eltern sein, das ist ein Fact. Das Gesetz sieht nicht vor, ihnen auf Grund ihrer sexuellen Veranlagung die Kinder wegzunehmen. Auch klar. Warum sollte es dann nicht möglich sein, dass der/ die Partner/ In des biologischen Elternteils das Kind adoptiert und so Rechtssicherheit hergestellt wird? Bitte mehr Logik und weniger Emotionen.