Schweizer Luftwaffe

11. April 2017 15:29; Akt: 11.04.2017 16:13 Print

Verschärfte Vorschriften für die Patrouille Suisse

Die Fliegerstaffeln dürfen ab Ende April wieder in den Himmel steigen – allerdings unter anderen Bedingungen.

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Ab Ende April werden die Flugstaffeln der Schweizer Armee werden wieder bei Shows im In- und Ausland zu sehen sein – jedoch unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Ihre Auftritte waren nach Zwischenfällen in St. Moritz GR und Leeuwarden NL sistiert worden.

Ab nächster Woche sei ein zweiwöchiger Vorbereitungskurs für die Piloten des PC-7-Teams geplant, eine Woche später beginne das zweiwöchige Training der Patrouille Suisse.

«Erhöhte Sicherheitsvorgaben»

Die Vorführungen fänden künftig aber unter «erhöhten Sicherheitsvorgaben» statt. Konkret wurden die Minimalflughöhen angehoben: Auf 60 statt 46 Meter für Solisten, 92 Meter statt 60 Meter für den Verband und 92 Meter über schlecht sichtbaren Hindernissen.

In der Formation müssen die PC-7-Piloten in Zukunft einen Sicherheitsabstand von drei statt wie früher von zwei Metern einhalten. Für die Patrouille Suisse gibt es hier keine Änderung. Ein Fachgremium soll ausserdem die Sicherheitsaspekte von Vorführungen prüfen und wenn nötig Massnahmen anordnen.

Tiger in den Niederlanden abgestürzt

Im Juni letzten Jahres war ein F5-Tiger-Kampfflugzeug der Patrouille Suisse in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden in den Niederlanden abgestürzt, nachdem sich zwei Jets bei einem Trainingsflug touchiert hatten. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

Im Februar zertrennte ein Flugzeug des PC-7-Teams bei einem Trainingsflug über dem Zielgelände der Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz das Zugseil einer Seilbahnkamera. Die Kamera fiel in den Zielraum und landete im Schnee. Verletzt wurde niemand. Das Flugzeug wurde beschädigt, konnte aber sicher auf dem Flugplatz Samedan landen.

In beiden Fälle laufen die Untersuchung der Militärjustiz noch. Trotzdem sollen die Vorführungen bereits Ende April wieder aufgenommen werden, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mitteilte.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oldy am 11.04.2017 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    100% Sicherheit gibt es nicht. Jeder Zuschauer von Flugshows sollte sich bewusst sein, das Risiken zur Show gehören.

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  • WaLy am 11.04.2017 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vertrauen in die Armee

    Für Frau Calladé ist das Vertrauen in die Armee erschüttert! Auf den Strassen gibt es viel mehr Unfälle - ist somit das Vertrauen von Frau Calladé somit gegenüber allen Menschen dann auch erschüttert? Hat denn dies was mit ihrer politischen Arbeit zu tun?

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  • Uschi am 11.04.2017 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Patrouille-Swiss

    Da Freud mich sehr. Warte schon auf die nächste Air-Show. Allen Piloten einen guten Flug

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steinwerfer am 13.04.2017 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnismässigkeit

    Ich habe anlässlich dieser Anti-Air-Show Diskussion mal recherchiert, wie viele Todesopfer es an Air-Shows gegeben hat. Im Zeitraum von 1951 bis und mit 2016 sind weltweit rund 400 Personen bei Air-Shows umgekommen. Die militärische Luftfahrt hat in der Zeit von 1951 bis und mit 1970 insgesamt rund 1300 Todesopfer zu beklagen (nur Unfälle, keine Abschüsse durch Kampfhandlungen). Die Zivilluftfahrt hat in der Zeit von 1951 bis und mit 1960 rund 3600 (!) Todesopfer durch Flugunfälle zu beklagen. In Teneriffa kamen 1977 bei dem grössten Unglück 583 Personen um.. So viel zur Sicherheit....

  • Fritz Zürcher am 12.04.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ein hohn

    Das Frau Calladé in der Sicherheitspolitischen Kommission sitzt ist ein Hohn. Diese Person gehört absolut nicht dorthin.

  • Ski Fan am 12.04.2017 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bequem

    Darum schaue ich die Rennen immer Zuhause am Fernsehen an. Bequem und sehe viel mehr von den Fahrern.

  • Kurtchen 12,04,17 am 12.04.2017 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    ein ewiges Problem??

    es wäre wohl Gescheiter und endlich Angebracht, die Training nicht über Wohngebiete Abzuhalten, wie in Emmen, schön zu sehen mit Watte in den Ohren geht das, hier Neubau Arbeiten Diverse Arbeiter noch draussen ,oft werden wir Gefragt wie halten Sie das aus, keine Angst,, nö Sage ich, ich habe Vertrauen und um 17 Uhr ist ja Schluss, die einen haben halt Kloten und die anderen die Eisenbahn,

  • Ueli sVp am 12.04.2017 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfálle

    Vom Absturz St. Moritz hórt man nichts mehr. Nehme an Pilot ist Sculd. Weg mit der Plauschfliegerei