Nach Steinschlag

14. November 2012 20:40; Akt: 15.11.2012 14:44 Print

Dieser Brocken legt die Gotthardlinie lahm

Wie schon im Juni dieses Jahres ereignete sich an der Gotthardstrecke der SBB bei Gurtnellen UR ein Steinschlag. Die Strecke bleibt für mehrere Tage gesperrt.

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Ein Steinschlag von rund 150 Kubikmetern hat am Mittwoch kurz vor 16.30 Uhr die Gotthardstrecke der SBB bei Gurtnellen UR unterbrochen. Personen kamen keine zu Schaden. Die Sperrung dauert voraussichtlich mehrere Tage. Details will die SBB an einer Medienkonferenz am Nachmittag bekannt geben.

Bereits am 5. Juni haben sich Gesteinsmassen gelöst und sind ins Tal gestürzt. Wie ein Leser-Reporter, der in der Nähe wohnt, gegenüber 20 Minuten Online sagt, habe sich der heutige Steinschlag am gleichen Ort ereignet wie schon damals. Die SBB bestätigten dies am Mittwochabend. Ein Teil des Gerölls verschüttete die Gotthard-Bahnlinie.

Bahnverkehr in den Süden massiv gestört

Die neu installierte Anlage zur Überwachung des Geländes funktionierte einwandfrei: Der Steinschlag löste einen automatischen Alarm aus, worauf die Züge rechtzeitig gestoppt werden konnten. Auch Personen wurden bei dem Steinschlag gemäss ersten Erkenntnissen keine verletzt.

Die Gotthardstrecke bleibt jedoch vorläufig komplett unterbrochen. Für Reisen von und nach Süden müsse mehr Zeit eingerechnet werden, schreiben die SBB. Passagiere aus dem Grossraum Basel, Olten, Aarau und Bern würden auf die Lötschberg-Simplon-Achse gelenkt.

Für Reisende aus Zürich und Luzern stehen zwischen Flüelen und Göschenen Ersatzbusse im Einsatz. Die Passagiere müssten mit rund einer Stunde mehr Reisezeit rechnen, schreiben die SBB.

Die Stelle wird von Geologen untersucht

Am Donnerstag werden Geologen eine erste Einschätzung der Situation vornehmen. Die Experten müssten die Stelle auch bei Tageslicht untersuchen können, sagte eine SBB-Sprecherin der Nachrichtenagentur SDA. Unklar war am Mittwochabend auch das Ausmass des Schadens an den Bahnanlagen.

Bereits am 5. Juni dieses Jahres hatte ein Erdrutsch in Gurtnellen die Gleise verschüttet. 2000 bis 3000 Kubikmeter Gestein stürzten auf die Geleise. Dabei wurden drei Personen verschüttet, die im Gebiet mit Felssicherungsarbeiten beschäftigt waren. Eine Person konnte nur noch tot geborgen werden. Die Gotthardachse blieb danach während vier Wochen unterbrochen.

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(Video: Keystone)

(rey/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • r.domenig am 14.11.2012 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die platten.......

    bei der erdkruste tut sich was :-)

  • Phil am 14.11.2012 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gotthard

    Wann wird der Gotthard endlich ganz abgetragen und nach China verschifft! Bei der Rigi haben wir ja auch bereits angefangen ;)

  • J. B. am 14.11.2012 22:46 Report Diesen Beitrag melden

    So viele Narren...

    ...auf einem Haufen, unglaublich! 1. Was hat ein Steinschlag mit dem Politikum 2. Autobahnröhre gemeinsam? Ach ja... stünde die 2. Autobahnröhre am Gotthard bereits, währe ja die Gotthardlinie nicht verschüttet worden, da nach der Eröffnung der 2. Autobahnröhre die Gotthardbahn überflüssig und somit abgeschafft worden wäre! 2. Diese Miliarden für die NEAT sind nicht einfach so verschwunden... Die NEAT am Gotthard öffnet nun mal erst um das Jahr 2017, darum fahren die Züglein immer noch "oben durch"... Hoppla, jetzt habe ich gefurzt... jetzt können wir deswegen die Klimadebatte weiterführen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • HT.Gfeller am 15.11.2012 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Galerien

    Warum werden an den von Steinschlag gefährdeten Abschnitten an der SBB-Gotthardstrecke nicht endlich Steinschlag-Galerien gebaut? Für die Galerien an der Gotthard-Autobahn war das Geld dafür offensichtlich vorhanden!

  • Simon am 15.11.2012 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein bisschen mehr Wartezeit

    Für diejenigen welche ab und an den Cisalpino benützen ist eine Stunde mehr Wartezeit nur unwesentlich mehr ;-)

  • Johannes am 15.11.2012 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird nicht weniger!

    Solche und ähnliche Felsstürze und Rutsche werden in Zukunft nicht weniger werden. Sie werden sich vermehren - wir haben kein Fels sondern geschichtete Steine. Mit Regen zusammen spühlt es das einfach raus und wir haben den Felssturz oder ein Rutsch. Das ist einfach Natur - nur der Mensch kann sich nicht daran gewöhnen.

  • hans meiser am 15.11.2012 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    ohje...

    im vergleich, was die sbb tagtäglich bewegt passieren wehnig pannen. nur betrifft halt eine panne gleich mehrere leute. schaut mal die autofahrer....da passiert mehr .

  • ERNST am 15.11.2012 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Beim letzten grossen Steinschlag

    auf der Gotthard-Strecke hat die SBB gesagt, so etwas trete nur alle paar hundert Jahre auf . . . und das war vor einigen Monaten. Haben wir jetzt tausend Jahre Ruhe? Vermutlich ein leichter Hauch von Selbstüberschätzung und Realitätsverdrängung.

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