Das Ende naht

22. November 2012 01:55; Akt: 27.11.2012 12:39 Print

Schweizer rüsten sich für den Weltuntergang

Sie schmeissen ihre Jobs, verschanzen sich und meditieren nur noch: Mehrere hundert Personen in der Schweiz bereiten sich akribisch auf den angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember vor.

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In einem Monat ist es so weit: Dann endet der Maya-Kalender und die Welt geht unter. Das glauben zumindest mehrere Hundert Personen in der Schweiz, wie Sektenexperte Georg Otto Schmid schätzt.

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Glauben Sie, dass am 21. Dezember die Welt untergeht?
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78 %
Insgesamt 9866 Teilnehmer

Bereits jetzt bereiten sie sich intensiv vor. «Es gibt solche, die sich komplett zurückgezogen haben und nur noch meditieren. Zum Teil haben sie in den letzten Wochen ihre Jobs gekündigt», sagt Schmid. Er musste schon mehrere besorgte Angehörige beraten.

«Sie denken, dass bald Ufos landen»

Bei Raphael Scalise, Geschäftsführer von notvorrat24, die Notvorratspakete verkauft, melden sich die Apokalyptiker direkt: «Ich erhielt mehrere Anrufe von Leuten aus religiösen Gruppen, die denken, dass bald Ufos landen und der Erlöser zurückkommt.»

Für ihn ist die Angst vor dem Weltuntergang ein gutes Geschäft: «Seit Ende September läuft es wie verrückt. Wir haben fünfmal mehr Kunden als normal.»

Hotline soll beruhigen

Neben den Endzeitfanatikern gibt es auch viele Normalbürger, die sich von der Katastrophenhysterie anstecken lassen. Die Beratungsstelle relinfo und die Internet-Seelsorge haben extra eine Hotline aufgeschaltet, weil sie so viele Anfragen haben.

«Wir müssen Leute beruhigen, die sich fürchten, dass ein Planet auf die Erde stürzt oder es drei Tage dunkel wird», so Schmid. Mehrere Schweizer wollen sogar die Nacht auf den 21. Dezember in einem Kriegsbunker im Elsass verbringen – offiziell wegen einer dann stattfindenden Führung, wie der Bunker-Verantwortliche Marc Halter sagt.

Guatemala beginnt Feiern zur Maya-Zeitenwende

Mit einer feierlichen Zeremonie in den Maya-Pyramiden von Quiriguá hat Guatemala am Mittwoch den letzten Monat vor der Zeitenwende im Maya-Kalender eingeläutet. Am 21. Dezember geht die «Lange Zeitrechnung» (Larga Cuenta oder Oxlajuj Baktún) zu Ende, die vor 5200 Jahren begann. Ihr Ende führte unter anderem fälschlicherweise zu den Behauptung, die Mayas hätten den Untergang der Welt prophezeit. In Wahrheit geht eine Zeit zu Ende und eine neue beginnt.

Seit Januar dieses Jahres erinnert Guatemala am 21. eines jeden Monats mit offiziellen Zeremonien in einer der archäologischen Stätten des Landes an die Zeitenwende. Mit der Hauptfeier in der bekanntesten guatemaltekischen Ruinenstätte Tikal im Norden des Landes soll am 21. Dezember der Übergang in eine neue Zeit eingeläutet werden.

Auch andere Länder der Region, über die sich das vor rund 1000 Jahren untergegangene Reich der Mayas erstreckte, wollen mit Feierlichkeiten an die Zeitenwende erinnern. In den meisten der zahlreichen archäologischen Stätten Mexikos und Belizes sind Aktivitäten geplant, bei denen auch die Nachfahren der Mayas an die grosse Kultur ihrer Vorväter erinnern werden.

(hal/som/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • James am 25.11.2012 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm, dümmer, diese Umfrage

    Die Maya haben nie etwas von einem Weltuntergang erwähnt. Wieso sollten sie sich mit etwas nun irren, was sie nie erwähnt haben? Geht wohl gar nicht...

  • Lucia am 24.11.2012 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin traurig

    So doof !! Und ich kann nicht mal dabei sein... Bin TOOTAAL traurig. Im neue Arbeitsplan für den Dezember bin ich genau an diesem Tag eingeteilt. Schluchts. Wer kommt mich Besuchen und leistet mir Gesellschaft ?

  • Realdenkender Schweizer am 25.11.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld wer den Unsinn glaubt

    So ein Unsinn und es gibt tatsächlich so weltfremde Personen die den ganzen Quatsch auch noch glauben. Die Mayas kamen nur nicht dazu, den Kalender weiter zu führen. Diejenigen die jetzt aus lauter Blödheit ihre Stellen kündigen darf auf keinen Fall irgend welche finanzielle Hilfe vom Staat zu Teil werden. Sie haben sich die Misere selber eingebrockt und sollen jetzt selber sehen was sie mit ihrer Dummheit angerichtet haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realdenkender Schweizer am 25.11.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld wer den Unsinn glaubt

    So ein Unsinn und es gibt tatsächlich so weltfremde Personen die den ganzen Quatsch auch noch glauben. Die Mayas kamen nur nicht dazu, den Kalender weiter zu führen. Diejenigen die jetzt aus lauter Blödheit ihre Stellen kündigen darf auf keinen Fall irgend welche finanzielle Hilfe vom Staat zu Teil werden. Sie haben sich die Misere selber eingebrockt und sollen jetzt selber sehen was sie mit ihrer Dummheit angerichtet haben.

  • James am 25.11.2012 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm, dümmer, diese Umfrage

    Die Maya haben nie etwas von einem Weltuntergang erwähnt. Wieso sollten sie sich mit etwas nun irren, was sie nie erwähnt haben? Geht wohl gar nicht...

  • Lucia am 24.11.2012 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin traurig

    So doof !! Und ich kann nicht mal dabei sein... Bin TOOTAAL traurig. Im neue Arbeitsplan für den Dezember bin ich genau an diesem Tag eingeteilt. Schluchts. Wer kommt mich Besuchen und leistet mir Gesellschaft ?

  • Adrian Müller am 24.11.2012 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kalender?

    Mal ehrlich unser Kalender wurde im Mittelalter oft verändert, sogar wenn die Prophezeiung stimmt, wäre das Datum vermutlich nicht korrekt. dazu um welchen 21. Dezember ( einige sind ja früher auf diesem Datum als andere), soll es los gehen. Ich bin in Asien..Ausserdem wissen ja viele, dass damit bei den Mayas ein neues Zeitalter beginnt. Das Einzige was sie dazu voraussehen hätten können, wäre eine Sonneneruption. Alles andere würden wir nun langsam spüren. Doch wir glauben einem Volk, die nicht sehr human mit ihren Opfern umgegangen sind und nicht mal ihren eigenen Untergang voraussahe

  • Thomas am 24.11.2012 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Hellseher

    Nicht ein Einziger kann in die Zukunft sehen und dann behauptet irgendwer das die Welt untergehen soll, oder auch nicht, anstatt das wir endlich beginnen zu leben und uns mit den eigentlichen Dingen wie Freundschaft, Verbundenheit und Liebe befassen. Aber es war ja schon immer so, dass die Menschen sich lieber um die Zukunft scheren, als um das hier und jetzt.

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