Feminismus-Debatte

06. April 2017 12:47; Akt: 06.04.2017 12:47 Print

«Jusos ziehen sich aus – SVP-Frauen arbeiten»

Angezogen statt oben ohne: Jetzt äussern sich junge SVP-Frauen zur Feminismus-Debatte. Die Juso freuts.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Juso-Frauen ziehen sich aus – JSVP-Frauen gehen arbeiten, sind Mütter, stehen mitten im Leben.» Mit diesem Slogan wollen sich junge rechte Frauen aus der ganzen Schweiz von der Oben-ohne-Aktion der Jungsozialisten distanzieren, die damit ein Zeichen gegen Sexismus setzen wollten. Auch die JSVP-Frauen haben nun für ein Gruppenfoto posiert. Darauf sieht man acht junge Frauen – lächelnd und angezogen – an einem Hang stehen. Das Bild haben Sie mit dem Juso-Foto kombiniert. Der Betrachter darf sich entscheiden: «Wo ghörsch du dezue?»

Umfrage
Fühlen Sie sich eher den Juso-Frauen oder den SVP-Frauen zugehörig?
31 %
8 %
47 %
12 %
2 %
Insgesamt 10522 Teilnehmer

Machen Sie mit an unserer 20-Minuten-Umfrage zu Feminismus und Gleichberechtigung.

Grund der Aktion: «Die Juso-Präsidentin und ihre Mitstreiterinnen vertreten nicht die Frauen in diesem Land. Die Mehrheit fühlt sich weder durch BH-verbrennende Jusos noch durch Pussyhat strickende dauerempörte Feministinnen repräsentiert», sagt die Präsidentin der JSVP Emmental, Michelle Singer. Die JSVP wirft der Juso vor, ein «verstaubtes Narrativ der unterdrückten Frau» auszubreiten und einen «ideologisch verblendeten und zurückgebliebenen Feminismus» zu vertreten.

«Eine Beleidigung für selbstbewusste Frauen»

«Das ist eine Beleidigung für alle selbstbewussten, unabhängigen und hart arbeitenden Frauen in unserem Land. Frauen, die Verantwortung übernehmen, die arbeiten, studieren, für ihre Kinder da sind und mitten im Leben stehen», sagt Singer. Die Frauen hätten es satt, dauernd von selbsternannten Feministinnen in eine Opferrolle gedrängt zu werden, die nicht mehr der Lebensrealität entspreche. Dort, wo Frauen nicht gleichberechtigt seien, kämpften sie dafür. Ob im Privaten, im Beruf oder in der Politik.

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello freuts: «Wir wollten eine Diskussion über Feminismus anregen. Nun ist sie sogar im rechtesten Spektrum angelangt.» Es sei grossartig, dass sich junge SVP-Frauen zum Thema äusserten: «Sonst hört man von ihnen ja kaum etwas, schon gar nicht, wenn es um Feminismus geht.»

(dp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • KometvonHelvetien am 06.04.2017 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz ehrlich

    Die JUSO Frauen haben sich und Ihre Partei einfach lächerlich(er) gemacht.

    einklappen einklappen
  • Hcdforever am 06.04.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zuviel

    Von den svp frauen hört man nichts,dafür von frau fumiciello einigen stumpfsinn zuviel!!

  • Rechtsautonomer am 06.04.2017 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Auch meine Wahrnehmung!

    Der Bildervergleich ist einfach herrlich und passt wie die Faust aufs Auge!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • christophe m am 07.04.2017 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Fragen an die JSVP

    Kleine Frage an die JSVP: wie weit in eurer unnachgiebigkeit seid Ihr rechts aussen? Ist es möglich Human zu sein wenn man so viel will verändern? Wie perfekt wollt Ihr denn die Gesellschaft umgestalten damit sie das Optimum erreicht? Ist Jugend kompatibel mit Perfektion? Könnt Ihr messen ob das erreichte Resultat auch cool und menschlich ist?

  • Wayne am 07.04.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Voraussetzungen

    Voraussetzungen ist nicht alles, aber bei Martullo Blocher aufjedenfall, ihr Vater ist der Unternehmer und hat die EMS stark gemacht. Hätte mein Vater eine Firma die Milliardenumsätze erzielt wäre auch ich oder meine Schwester eines Tages CEO und reich sowiso. Wo ist das Vorbild würde man von Blocher selber sprechen könnte ich es verstehen, doch wenn man schon nur hört was Martullo für Politik macht weiss man dass sie erfolgreich ist wenn ihr Vater hilft. Nehmt euch als Vorbild lieber z.b. den Gründer von Zara er kam aus Armen Verhältnis und ist heute einer der reichsten der Welt.

  • asterix am 07.04.2017 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Michelle Singer ist...

    eine selbstbewusste, moderne Frau. Mehr ist zu diesem Thema nichts zu sagen.

  • Juri am 07.04.2017 04:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    halbe Lichtensteinerin

    Ich kann nicht mehr!! "auf dem Bild ist immerhin eine schweizerisch-lichtensteinische Doppelbürgwrin drauf" hahaha woow die SVP geht schon über Landesgrenzen hinaus na wenn das kein Zeichen ist! :)

    • Roespeloes am 07.04.2017 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Juri

      Ja, es geschehen noch Wunder :)))

    einklappen einklappen
  • Sina am 07.04.2017 01:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehlen die Worte

    Die Juso, generell die Politik soll endlich aufhören Frauen die sich für Frauen einsetzen für Ihre politische Propaganda zu missbrauchen. Bei den verschiedenen Frauenrechtsbewegungen ist nie einer von denen aufgetaucht und jetzt stellen sie sich ins Rampenlicht und brüsten sich mit Fortschritten zu denen sie überhaupt nichts beigetragen haben, nein im Gegenteil sie schaden den Frauen mit Ihrem auftreten und werfen uns wieder zurück aber das interessiert sie nicht solange der geblendete Wähler darauf hereinfällt nach der SVP ist seit geraumer Zeit auch die SP unwählbar was Ehrlichkeit und Toleranz angeht predigen Beide Wasser und trinken Wein.