«Schutz vor Rasern»

04. November 2012 05:30; Akt: 04.11.2012 06:10 Print

Roadcross zieht Raser-Initiative zurück

Die Strassenopfer-Organisation Roadcross zeigt sich hocherfreut, dass ihre Anliegen bereits in einem neuen Gesetzestext erfüllt werden. Die Revision des Strafgesetzbuchs soll ab kommendem Jahr in Kraft treten.

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Parlamentarier hatten am 27. April 2010 in Bern im Namen von Road Cross die Volksinitiative zum «Schutz vor Rasern» lanciert. Nun wurde die Initiative zurückgezogen.

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Mit dem Massnahmenpaket «Via Sicura» und einer Revision des Strafgesetzbuchs hat das Parlament die Anliegen der Initianten bereits erfüllt.

Der Initiativtext sei nahezu unverändert in Gesetzestext überführt worden, teilte die Strassenopfer-Organisation Roadcross, welche die Initiative lanciert hatte, am Sonntag mit.

Das Volksbegehren verlangte Gefängnisstrafen für Raser, wobei der Initiativtext festlegte, ab welchen Geschwindigkeiten jemand als Raser zu gelten hat. Der Führerausweis sollte für mindestens zwei Jahre, im Wiederholungsfall sogar lebenslänglich entzogen werden. Zudem sollten Raser-Autos eingezogen und verwertet werden können.

Neue Gesetze ab 2013

Nach der Verabschiedung von «Via Sicura» und der Revision des Strafgesetzbuchs treten am 1. Januar 2013 ein neuer Raser-Tatbestand sowie die Bestimmungen über den Führerausweisentzug und das Einziehen von Fahrzeugen in Kraft.

Ab 2015 erhalten Raser den Ausweis ausserdem nur unter der Auflage zurück, dass ihr Auto während fünf Jahren mit einem Aufzeichnungsgerät ausgerüstet ist.

Einzig der zwingende vorsorgliche Entzug des Führerausweises bis zu einem rechtskräftigen Entscheid wurde nicht ins Gesetz aufgenommen. Roadcross zeigte sich in der Mitteilung hoch erfreut: Die zügige Umsetzung der Raser-Initiative führe zu mehr Schutz für alle Verkehrsteilnehmenden. «Wer rücksichtslos rast, wird konsequent von der Strasse genommen.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kalle am 04.11.2012 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so etwas kann man anders lösen

    ...und wo steht nun die gesetzeskonforme Definition des Begriffs RASER ? vlt sollte es jetzt auch eine schleicher-, linksfahr-, nichtblinker-,beleuchtungsmuffel-Initiative geben. es lebe die pauschalisierung und das abzocken der autofahrer. danke Politik

  • C.real am 04.11.2012 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strafen

    Ja, ganz toll. Ein erfolg auf der ganzen linie!! *sarkasmus off* Aber strengere strafen für gewalttäter und einbrecher etc liegen unseren klavierlehrern in bern nicht sonderlich am herzen...

  • mo... le... aus be.. am 04.11.2012 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel blabla

    ich freu mich wenns heisst ab 10kmh zu viel ist man ein raser. (ironie aus). auf der ganzen welt wird gezeigt das "rasen" nicht annähernderweise auf eine hoche quote mit unfällen in verbindung gebracht werden kann.. nur wir in der schweiz schmeissen dem bund milionen und milionen in ihren sack nur weil die sagen "ist zu /eurer/unserer sicherheit". alles nur abzocke wie die krankenkassen und versicherungen. reine - hätte könnte würde - präventieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steff am See am 06.11.2012 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Überlegung wert

    Bei uns geht es immer so lange bis etwas geschieht.Im 2013 neue Gesetze,dass ich nicht lache und dann nur auf Druck einer Initiative.Wofür haben wir eigentlich entscheidungsfähige und verantwortungsbewusste Politiker nach Bern gewählt? Zum Überlegen ob es nun Gesetze gegen Raser braucht oder nicht.

  • P-A Bertholet am 05.11.2012 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Raser/innen!

    Hallo Leute! Was gibt da zu jammern? Haltet euch an den Vorschriften und an die Geschwindigkeit-Begrenzung und es passiert euch überhaupt nicht! Sollte dabei Jemand überfordert sein, so soll das Jemand besser nicht mehr Autofahren! Gut für der oder die Betroffenen und alle andere Verkehrsteilnehmern/innen! Die letzte Möglichkeit wäre: die Grösse haben und die Busse ohne jammern zu zahlen!

    • Sonny am 05.11.2012 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bravo

      Da geb ich dir vollkommen Recht und darum lasst mich das neue Gesetz trotzdem kalt. Wieviele male wurden scho höststrafen ausgesprochen? zwischen 0-5 %. da lach ich mich kaputt

    • Fahrer am 06.11.2012 05:20 Report Diesen Beitrag melden

      Umgekehrt genauso!

      Du schreibst: Wer überfordert ist nicht zu schnell zu fahren soll es sein lassen. Dann sag ich dir: Umgekehrt soll es genauso sein. Denn wer überfordert ist schnell genug (dem Tempolimit entsprechend) zu fahren soll es ebenso sein lassen! Demnach wären die Strassen nicht einmal mehr halb so voll! An alle chronischen Langsamfahrer: Ihr seid mindestens genau so schlimm und gefährlich wie die Raser!

    • roger am 06.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Fahrer

      es gibt überhaupt keine gesetzliche Grundlage die Dich zwingt die Höchstgeschwindigkeit auszufahren, dies sollte man einfach mal zur Kenntnis nehmen.

    • Fahrer am 06.11.2012 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      @roger

      Solch eine Aussage kann ja nur von einem typischen Schweizer kommen. Natürlich gibts die nicht, aber es hat was mit der Moral und dem Respekt zu tun kein Hindernis für Autofahrer zu sein, welche die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ausfahren wollen.

    • roger am 06.11.2012 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Fahrer

      Die können ja überholen, wo ist das Problem?

    • Andi C am 08.11.2012 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      Linksfahrer

      Genau das ist das Problem soche Fahrer/innen schikanieren und bleiben auf der überholspuer und es wird immer schlimmer. Ich glaube die meisten wissen nicht mehr das die linke Seite wenn bei in gleicher richtung eben eine überholspur ist und die verursachen genau solche Situationen , gefährliche Situationen den nicht jeder hat die Nerver für soche Fahrer/inen.

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  • Markus Knecht am 05.11.2012 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    mit Sicherheit werden diese schärferen

    neuen Gesetze nur gegen Normal Bürger angewandt und die anderen reichen und mächtigen werden verschont! Wetten? ;-)

    • Patricia Torella am 06.11.2012 14:47 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Markus,

      weisst du was genau das wird passieren und wie bei jeder solchen Aktion, sind die grünen L's wieder am Ende die, die leiden müssen. Nicht etwa wegen eine grobfahrlässigkeit, sondern, weil der Polizist dann findet, a voila, dieser junge Neulenker hat 2km/h zu viel, na viel Spass beim sitzen. Genau solche Fälle werden auftreten. Aber ich find es wahnsinng schön, das die Schweiz ein solches Gefänigs geworden ist.

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  • K. Ritikus am 05.11.2012 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann "rast" man denn?

    Innerorts muss strikt argumentiert werden! Ausserorts gehörte sich, zumindest hinsichtlich der Toleranz und der Signalisation, eine Anpassung an die Nachbarlânder, obgleich zu sagen ist, dass im Allgemeinen unsere Signalisationen gut bedacht sind. Allerdings gehören zwingend Umfahrungen kritischer Wohngebiete und fehlende Unterführungen von Bahnübergängen als funktionelle Ursache des Zuschnellfahrens identifiziert und entsprechende neuralgische Punkte schleunigst saniert, ansonsten der Erfolg nicht eintreten wird. Grüne Baustellenzwängerei à la Zürich ist jedenfalls unangebracht!

    • roger am 05.11.2012 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      Die Toleranz

      ist eine Toleranz für Messgeräte...d.h. man schliesst über die Toleranz aus, dass jemand gebüsst wird, weil das Messgerät nicht genau misst. Toleranz hat nichts damit zu tun, dass man toleriert, dass Du ein bisschen schneller fährst. Die Toleranz wird vom EMPA festgelegt, nachdem man die Genauigkeit der Messgeräte geprüft hat.

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  • Daniel Eggli am 05.11.2012 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut vs. relativ.

    +20km/h innerorts ist für mich schlimmer als +20km/h auf der Autobahn. Anstatt absolute Zahlen, sollten hier Toleranzen in % angegeben werden.

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