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Kalt und nass
26. Oktober 2012 13:16; Akt: 26.10.2012 16:08 Print
Schneewarnungen fürs Flachland
Jetzt wirds weiss: Die Schneefallgrenze fällt am Wochenende in den Keller. Im Flachland sind bis zu 15 Zentimeter möglich. Leiden könnte der Verkehr - und der schneereichste Ort der Schweiz.
Die einen freuts, den anderen grauts - der erste Schnee kündigt sich an. Und das nicht zu knapp: SF Meteo warnt vor «ergiebigem Schneefall» in der Stadt Zürich. Mit Verkehrsbehinderungen ab Samstagnachmittag müsse gerechnet werden. Bis zum Sonntag soll es gemäss Meteonews zwischen 5 und 15 cm Neuschnee geben, in den Bergen sogar bis zu 30 cm. Nächte mit Minustemperaturen und Tage mit Höchstwerten zwischen 2 und 6 Grad lassen das schöne Weiss dann auch nur langsam verschwinden.
Bildstrecken Oben blau, unten grau - und dann wirds bitterkalt Infografik So entstehen Schneeflocken Das SLF verweist im aktuellen Lawinenbulletin auf die steigende Lawinengefahr. Trockene Lawinen können vor allem dort ausgelöst werden, wo der Neuschnee auf einer geschlossenen Altschneedecke liegt. An Nordhängen sind die Gefahrenstellen häufiger, am Alpennordhang und in Graubünden können Lawinen zudem grössere Ausmasse erreichen als in den übrigen Gebieten. Rutsche und kleine Lawinen können aber in allen Gebieten Personen mitreissen und zum Absturz führen. Auch am Sonntag ändert sich die Gefahr von trockenen Lawinen kaum. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung sind zudem Rutsche und Lawinen aus steilen Grasflanken und Felsplatten zu erwarten. Der TCS empfiehlt, die Winterreifen jetzt zu montieren. Sommerpneus sind im Winter zwar nicht verboten, doch bei einem Unfall sieht die Rechtslage anders aus: Wer bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen verunfallt, muss mit einigen hundert Franken Busse rechnen und riskiert einen Ausweisentzug.Wenn der Winter ins Land zieht, zieht er vor allem nach Braunwald: Das kleine Dorf im Kanton Glarus führt die Top Ten der schneereichsten Ortschaften in der Schweiz an (klicken Sie sich durch die Top Ten in der Bildstrecke). Insgesamt rund 9 Meter Neuschnee fallen in einem durchschnittlichen Winter. Auf der Europa-Rangliste schafft es Braunwald damit sogar auf den vierten Platz.
Doch wer jetzt sein Snowboard oder seine Skis packen und sich den ganzen Winter in Braunwald verschanzen will, sei gewarnt: Schneereich bedeutet nicht schneesicher. Das kleine Dorf, das sich in der hintersten Ecke des «Zigerschlitz» an markante Bergspitzen schmiegt, ist nicht gerade ein sicherer Wert für Schneesportler. Braunwald wird zwar dank seiner Lage wenn eingeschneit, dann so richtig, doch die Tourismus-Verantwortlichen verweisen lieber auf ihre Sonnenterrasse. Denn brennt die Sonne auf das Dorf nieder, ist die weisse Pracht schnell verschwunden.
Der Nordwest-Wind bringt Schnee
Christoph Meier, technischer Leiter der Sportbahnen Braunwald, kümmert das wenig - auf den Ruf als schneereichster Ort der Schweiz will man ohnehin nicht setzen. «Wer will schon in ein Dorf, wo es die ganze Zeit wie aus Kübeln schüttet? Wir werben lieber damit, dass wir – trotz des vielen Schneefalls – auch eine Sonnenterrasse sind.» Im autofreien Braunwald setze man auf Familien, nicht Hochleistungssportler. «Unsere Gäste wollen in erster Linie in der Sonne liegen und den Tag geniessen, nicht hunderte von Kilometern Ski fahren», so Meier.
Doch warum schneit es so viel in Braunwald? Schuld ist die spezielle Lage des Dorfes. Niederschlagsreiche Wolken, die meistens aus Nordwesten kommen, stauen sich am Ende des Tals, bleiben dort an den Bergspitzen hängen und schneien über dem 400-Seelen-Dorf aus. «Wenn man auf einen Chlapf viel Schnee will, ist Braunwald die richtige Adresse - es schneit dort wahnsinnig viel», bestätigt Christoph Marty, Schneeklimatologe am Schnee- und Lawinenforschungszentrum (SLF). «Schneereich sind vor allem Orte, die hoch gelegen sind, in der Nähe von Bergen liegen und gegen Nord-Westen offen sind», hält Marty fest.
Dieses Wochenende aber dürfte Braunwald noch davor verschont bleiben, zum ersten Mal richtig eingeschneit zu werden. Gemäss Reto Vögeli, Meteorologe bei Meteonews, herrscht «keine typische Braunwald-Wetterlage.» Bis 2000 Meter Höhe kommt der Wind aus Norden, darüber zieht Südwind. «Diese Gegenstromlage macht es schwierig, Orte zu eruieren, an denen es stärker schneien wird», so Vögeli. «Die Schweiz wird flächendeckend eingezuckert.» Überraschend sei es gemäss dem Meteorologen nicht, dass der erste Schnee im Oktober falle. Erstaunlicher hingegen ist die angekündigte Menge: «Wenn es wirklich 30 Zentimeter schneit, ist das unüblich», sagt Vögeli. «Aber warten wir ab, was das Wochenende bringt.»
(dwi)
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Alle 63 Kommentare

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globale erwärmung
wetter ungleich klima. sind gewisse leute zu blöd oder wollen die es nicht verstehen??
Tja so ist es wohl
Aha, also kältere Winter und mehr Schnee = Klimaerwärmung. Das muss doch jeder verstehen!!
Achtung: Klimaerwärmung live
Ahh, bestimmt wieder wegen der Klimaerwärmung
Wo ist der Schnee?
Hey Wo ist der Schnee? Ich warte schon seit September auf Schnee. Wann kommt er? Kann kaum warten....