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Schweizer Premiere
28. Oktober 2012 11:52; Akt: 28.10.2012 11:52 Print
CVP und BDP bilden Mitte-Holding
Die CVP und die BDP wollen bei den nächsten Kantonsratswahlen im Kanton Solothurn gemeinsam Sache machen. Mit dieser engen Zusammenarbeit möchten sie so die politische Mitte stärken.

Die neue Allianz zwischen der CVP und der BDP soll die politische Mitte stärken.
Im März 2013 kommt es in den Solothurner Kantonsratswahlen zu einer Schweizer Premiere, wie Recherchen der Zeitung «Der Sonntag» zeigen: Erstmals bieten sich CVP, BDP und allenfalls auch die Grünliberalen den Wählern gemeinsam an. «Der Vorstand der Solothurner CVP hat beschlossen, zusammen mit BDP und GLP als ‹Die Mitte› in die Kantonsratswahlen zu gehen», bestätigt der Solothurner CVP-Präsident und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt
Stefan
Müller-Altermatt
CVP, SO
NationalratVerbunden mit
Verein Bus Alpin, Bern
weitere Verbindungen anzeigen.
«Wir möchten die vieldiskutierte Idee der Mitte-Holding in unserem Kanton umsetzen und damit vielleicht eine Vorreiterrolle übernehmen». Ob dabei das Label «Die Mitte» im Wahlkampf auch grafisch präsent sein wird, ist noch nicht entschieden. «Wir haben das als Idee eingebracht», sagt Müller-Altermatt, der glaubt, dass die CVP gute Köpfe habe, «aber eine schlechte Marke, die bei den Wählern unter Wert ankommt».
«Spannender Testfall»
Müller-Altermatt hält eine enge Zusammenarbeit der CVP mit den anderen Mitteparteien für «zentral bis zwingend». Nur so könne verhindert werden, dass die CVP verliere, weil sich die Mitte zersplittere: «Wir werden den Zwingli-Kanton Zürich und den traditionellen BDP-Kanton Bern als CVP nie erobern können, deshalb ist eine Zusammenarbeit mit der BDP sinnvoll. Das gilt auch für die Kantone Waadt und Aargau».
CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay
Christophe
Darbellay
CVP, VS
NationalratVerbunden mit
Robert Gilliard SA, Sion
weitere Verbindungen anzeigen jedenfalls bezeichnet Solothurn als «spannenden Testfall», der zeigen werde, ob die CVP in den für die Partei «wichtigen urbanen Wachstumsgebieten Zürich, Aargau, Bern und Waadt, in denen fast die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer leben», mit dem Holding-Projekt wieder Boden finden werde.
Aargauer wollen nichts von Zusammenschluss wissen
Doch der Aargauer CVP-Präsident Markus Zemp will nichts davon wissen: «Unser Ziel ist es, die CVP als CVP zu stabilisieren», sagt er. «Deshalb wollen wir im Kanton Aargau weder Fusions- noch Holdings-Diskussionen. Solche Debatten verunsichern unsere Stammwähler. Eine Mitte-Holding, so wie sie im Kanton Solothurn vorangetrieben wird, schliesse ich deshalb im Aargau für die nächsten Jahre aus».
Bei seinen Mitstreitern macht sich derweil Verzweiflung breit: «Ich bin total ratlos», sagt die Aargauer Nationalrätin Ruth Humbel
Ruth
Humbel
CVP, AG
NationalratVerbunden mit
Stiftung VITA Parcours, Zürich
weitere Verbindungen anzeigen. «An was liegt es, dass wir keinen Erfolg haben? An der teilweisen Unentschlossenheit? Am C?», fragt sie sich. «Wir leiden unter der Konkurrenz von BDP und GLP», so Humbel weiter, um die C-Debatte gleich selber wieder zu beenden – mit einem bitteren Fazit: «Unseren Namen kurz vor dem Untergang zu ändern, ist unglaubwürdig».
(bee)
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Wen die CVP anderen eine Grube gräbbt,
... fällt sie selbst hinein. Der Schuss mit der BDP und Widmer Schlumpf ging für die CVP kräftig nach hinten los. Die SVP wurde zwar geschwächt, aber die CVP steht vor einer existenzieller Bedrohung. Die Träume von Darbellay Bundesrat zu werden haben sich auch in Luft aufgelöst. Tja, Intrigen haben noch selten zu nachhaltigem Erfolg geführt.
CVP
Sooo lustig, die CVP hat kräftig am Entstehen der BDP mitgeholfen, man wollte damit der SVP schaden. Am meisten geschadet haben sie sich jetzt selber. Geschieht denen recht.
Schade
Und somit dürfte der Niedergang der CVP im Kanton Solothurn auch gesichert sein. Schade, hätte die CVP mehr Mut für eigene Positionen, wäre diese Partei wieder wählbar. Aber so.....nein danke.