Billettblüten

19. November 2008 23:05; Akt: 20.11.2008 08:16 Print

SBB haben Ticketfälscher im VisierSBB haben Ticketfälscher im Visier

Billettfälscher machen den SBB zu schaffen: Drei Prozent aller Fahrscheine sind laut Experten unecht. Bei der Bahn setzt man auf neue Massnahmen, um den Betrügern das Handwerk zu legen.

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Tricks und Betrügereien sind der Alltag von Daniel Fankhauser: Er analysiert für die SBB Billette und Abonnements auf ihre Echtheit. Zu tun hat er reichlich: 350 gefälschte Fahrausweise sind den Kontrolleuren letztes Jahr ins Netz gegangen. Vor Einführung des UV-Testgeräts, das Echtheitszeichen von Tickets erkennt, war die Zahl noch höher: Über 500 «Billettblüten» wurden 2006 eingezogen. Laut Fankhauser gehen Experten von einer viel höheren Dunkelziffer aus: Bis zu drei Prozent der Fahrscheine im schweizerischen öffentlichen Verkehr sind demnach das Werk von Fälschern – «der jährliche Schaden für die SBB ist ein siebenstelliger Betrag», so Fankhauser in der «SBB-Zeitung».

Laut SBB-Sprecher Roman Marti sind rund 90 Prozent gedruckte Papierbillette, der Rest sind Abonnemente. Die Täterschaft sei durchmischt: «Das geht von Personen, die das Billett unter den Fotokopierer ­legen, bis zu gerissenen Fälschungen von GAs.» Das neue halbtransparente GA, das ab Anfang 2009 in den Umlauf kommt, sei fälschungssicherer. Wer erwischt wird, wird verzeigt. Busse und Gerichts­kosten können einige tausend Franken betragen.

raf