Krebserregende Stoffe

16. Januar 2014 22:34; Akt: 16.01.2014 22:34 Print

Gift in Kinderkosmetika gefunden

Bei einer Kontrolle von Kosmetikprodukten wurden über die Hälfte wegen verbotener und giftiger Stoffe beanstandet – sechs davon werden aus dem Verkehr gezogen.

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Die niedliche Verpackung täuscht: Bei einer Kontrolle wurde über die Hälfte der untersuchten Kinderkosmetika beanstandet. Sie enhielten teilweise krebserregende oder zellschädigende Stoffe. (Bild: Kantonslabor Basel-Stadt)

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Das basel-städtische Kantonslabor hat gesundheitsgefährdende Kinderkosmetika aus dem Verkehr gezogen. Damit geraten nach der von Greenpeace als giftig befundenen Kindermode auch Kosmetikprodukte ins Visier der Gesundheitsbehörden. 56 im Aargau, in Basel-Stadt und Zürich gekaufte Kosmetika wurden geprüft; der Verkauf von 6 davon wurde verboten. Beanstandet wurden insgesamt 33 Produkte – über die Hälfte der untersuchten Kosmetikprodukte.

Gefunden wurden nicht nur unerlaubte Farbstoffe oder zu viel Konservierungsmittel, sondern auch krebserregende Nitrosamine oder zellschädigende dünnflüssige Mineralparaffine. Beanstandet wurden besonders Nagellacke und Lippenpflegeprodukte.

Geiz ungesund für Kinder

«Offensichtlich wird auf Kosten der Sicherheit der Kinder gespart», sagt Urs Hauri vom kantonalen Gesundheitsschutz. «Der Konsument geht davon aus, dass Produkte für Kinder besonders sicher produziert werden. Unsere Kontrollen haben das Gegenteil bewiesen.» Hauri moniert zudem eine «mangelhafte Selbstkontrolle»: Herstellerdokumente würden oft nicht von den Händlern auf Plausibilität oder gar mit eigenen Analysen überprüft.

Das Problem komme daher, dass Kinderkosmetika zumeist via Werbe- und Spielzeugbranche vertrieben würden: Dort seien spezifische Kenntnisse zu Kosmetika und Vorschriften dazu rar, und die Produkte würden «möglichst billig» in Fernost bestellt.

Die geprüften Kinderkosmetika – von Körperfarben über Parfüms bis zu Nagellacken – wurden für 3- bis 14-Jährige verkauft, zum spielerischen Schminken oder als Badespass. Beschafft hat sie das Kantonslabor bei Importeuren, Warenhäusern, Spielzeugläden und Boutiquen, wie es am Donnerstag mitteilte.

(hvw/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicole am 16.01.2014 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welche Produkte sind es?

    Dürfte man auch erfahren, um welche Produkte es sich handelt? Wie weiss ich sonst, ob wir dies auch Zuhause haben. Bitte unbedingt bekanntgeben. Danke

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  • Michu am 16.01.2014 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Bin ich der Einzige der sich fragt weshalb so viele giftige und krebserregende Produkte und Lebensmittel auf dem Markt sind? Think about it!

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  • brabusch am 17.01.2014 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum müssen sich kinder schminken?

    weshalb? wozu soll das gut sein? geld?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Sschlaue am 17.01.2014 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderkosmetik

    Haben wir jetzt alle eine an der Waffel ???

  • Susan Schillermeister am 17.01.2014 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Auch bei Erwachsenen

    Jetzt soll doch jeder mal nachhause gehen und im Badezimmerschrank die Inhaltsstoffe seiner Proudkte nachgooglen... Viel Spass beim Erwachen... jede Wette Sie finden kein einziges Produkt ohne krebseregende und allergieauslösende Substanzen!!! Dazu Buch; "Giftcocktail Körperpflege"

  • Antonio am 17.01.2014 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen in der Schweiz

    Darf ich raten? Es gab keine Verhaftung, keine Anzeige, keine Beschlagnahmung oder Rückrufaktion. Es wird nicht einmal informiert, welche der Kinderkosmetikas Giftstoffe enthalten. Lieber sterben paar Kinder mehr an Krebs, als dass die Firmen Umsatzeinbussen in Kauf nehmen müssen. Das ist Konsumentenschutz live in der Schweiz. Pervers.

  • chris schneider am 17.01.2014 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderts?

    Geiz-ist-Geil-Made-In-China Tja, villeicht sollte man mal generell Billigwaren verbieten. Ist ja eh nur Gift drin. Dass sowas überhaupt auf den MArkt kommt, dafür müssten die Vertreiber zur Kasse gebeten werden.

    • Brigitte Müller am 17.01.2014 12:00 Report Diesen Beitrag melden

      Egal ob China oder Schweiz

      Spielt keine Rolle von wo die Produkte kommen, auch in der Schweiz oder EU hergestellte Produkte strotzen nur so von Chemikalen...

    • Mama am 17.01.2014 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Problem

      Das Problem ist doch, dass wir praktisch nichts mehr kaufen können, dass NICHT made in China ist! Bei den Baby Kleidern ist dies auch so! OK ich würde meiner Tochter eh nie diese Schmink-Schrott kaufen!

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  • brabusch am 17.01.2014 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum müssen sich kinder schminken?

    weshalb? wozu soll das gut sein? geld?

    • Mama am 17.01.2014 10:49 Report Diesen Beitrag melden

      Schminken ist nicht gleich Schminken...

      Fasnacht, Verkleiden, Halloween etc.

    • Keo Viseth am 17.01.2014 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Krankheit dur regelmäßige anwendung

      genau, aber die einmalige Anwendung ist nicht das Problem, sondern die regelmäßige Anwendung. Ich erkranke auch nicht gleich an Lungenkrebs weil ich mal einen Ethernit-Topf zerbreche. Wenn ich aber über längere Zeit immer wieder mit Ethernit hantiere, dann ist das Risiko stark erhöt. Selbes gild für diese Produkte.

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