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Grosse Massnahmenpalette
18. Oktober 2012 13:00; Akt: 18.10.2012 14:16 Print
So will Sommaruga Menschenhändler stoppen
von Simon Hehli - Die Schweiz ist ein Tummelplatz für Kriminelle, die Frauen und Kinder wie eine Ware behandeln. Das soll sich nun ändern: Der Bundesrat macht vorwärts mit härterer Strafverfolgung.

Simonetta Sommaruga erklärt an einer Tagung in Bern, was die Schweiz gegen den Menschenhandel unternehmen will. (Bild: Keystone/Peter Schneider)
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Ist die junge Prostituierte auf dem städtischen Strassenstrich oder im Landbordell ein Opfer von Menschenhandel? Wird sie von ihren Zuhältern gefangen gehalten, systematisch verprügelt und eingeschüchtert? Kaum ein Freier, der auf billigen und schnellen Sex aus ist, stellt sich diese Frage. Doch das soll sich nun ändern: Die bessere Sensibilisierung der Bevölkerung ist eines der wichtigsten Ziele im nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel.
Dies hatte Justizministerin Simonetta Sommaruga im Interview mit 20 Minuten Online angekündigt. Heute Donnerstag stellte sie nun in Bern die 23 konkreten Massnahmen des Aktionsplans vor. Das sind dessen wichtigste Punkte:
Die Schweiz stand in den letzten Jahren immer wieder in der Kritik, weil die Justiz nur wenige und milde Urteile gegen Menschenhändler sprach. Dennoch enthält der Aktionsplan in diesem Bereich keine konkrete Massnahme. Wie Sommaruga betont, gab es zuletzt immerhin eine Tendenz zu härteren Strafen. Priorität hat derzeit ein besserer Opferschutz. Denn nur wenn die Frauen als einzige Zeuginnen bereit sind, gegen ihre Ausbeuter auszusagen, können die Richter die hohen Haftstrafen verhängen, die das Gesetz bereits jetzt vorsieht.
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Alle 87 Kommentare

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erfreut
Endlich Mal nachhaltige Korrekturen, nachdem Sommarugas bürgerliche Vorgänger auf der ganzen Linie versagt haben.
Und die Zukunft ?
Angenommen, man schnappt einen Zuhälter. Er kommt für 3-4 Jahre ins CH-Hotel (Knast mit TV, 3 warmen Mahlzeiten etc.) und sitzt seine Strafe hier ab. Entweder wird er dann entlassen und ist wieder unter uns (mit welchen Absichten auch immer) oder er wird ausgeschafft. Wenn er ausgeschafft würde, wäre er 2-4 Wochen später wieder bei uns. Wieso ? Weil die CH-Bürger ihre Töchter, Frauen und nichtbekannte Damen eben nicht von selbst aus auf den Strich schicken. Dieses Modell (und somit auch das Schicksal jeder Frau die hier anschafft) stammt definitiv nicht von uns. Gewinnen oder verlieren...
Schande auf solche Typen
Prima, dass sie was dagegen tut!!! Das ist schon lange nötig... Aber da muss die ganze Welt mitmachen, ansonsten bringt das relativ wenig. Jedoch ist es dringend wichtig, diesen Typen einen Stopp zu setzen (Gesetzlich); Und wer dagegen ist, ist wohl auch nicht ganz sauber?!