Weggis LU

14. Juli 2016 08:23; Akt: 14.07.2016 15:50 Print

Bankräuber verriet sich durch Anfänger-Fehler

Am Dienstag ist eine Filiale der Kantonalbank in Weggis LU überfallen worden. Der Täter nutzte zum Banküberfall sein eigenes Auto, bevor er Richtung Rigi flüchtete.

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Am Dienstagmorgen gegen 9.40 Uhr hatte ein Mann die Kantonalbank in Weggis betreten. Der Räuber bedrohte die Angestellten mit einer Pistole und verlangte Geld. Danach flüchtete er mit der Beute in unbekannter Höhe.

Wie sich jetzt herausstellt, verriet sich der Täter selbst: Er benutzte zum Überfall sein eigenes Auto – einen BMW. Er hat nicht einmal die Nummernschilder abgeschraubt. Die Flucht wurde beobachtet, wie der «Bote der Urschweiz» schreibt. «Wir haben Rückmeldungen erhalten und eine schnelle, breite Fahndung eingeleitet», sagt Polizeisprecher Kurt Graf.

BMW vor Talstation parkiert

Der 54-jährige Räuber entschied sich dann für eine speziellen Fluchtweg direkt auf die Rigi. Offenbar benutzte er die Seilbahn. Die Polizei entdeckte den BMW eine Stunde nach dem Überfall auf dem Parkplatz der Seilbahn-Talstation Weggis und konnte den Verdächtigten um die Mittagszeit festnehmen.

Hier der mögliche Fluchtweg:

Beim Gefassten handelt es sich nach «Blick»-Informationen um den Familienvater aus der Region. Der Schweizer führt heute ein Labor.

Seine Ehefrau (43) sei geschockt und habe vom Plan ihres Mannes nichts gewusst: Sie kenne nicht alle Seiten ihres Mannes, berichtete sie gegenüber «Blick». Er sei von Geldsorgen geplagt worden. «Sein Motiv waren vermutlich Rückstände.»

Allerdings habe sie nicht erahnen können, dass die Last auf den Schultern ihres Gatten derart schwer wog. Einen Bankraub hätte sie ihm nie zugetraut, da er zu schwach und weich dafür sei. Sie fragt sich nun: «Warum sagte er nichts? Ich weiss von unseren Schulden. Meine Tochter ist krank, die Arztbesuche kosten viel Geld.»

(kün)