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Datenbank
26. Oktober 2011 11:54; Akt: 26.10.2011 14:01 Print
1200 Schweizer Hooligans sind registriert
Die Schweizer Hooligan-Datenbank umfasst bereits knapp 1200 Personen, 70 Prozent davon sind Fussball-Anhänger. Erstaunlich viele Registrierte sind noch minderjährig.
In der Schweizer Hooligan-Datenbank sind zurzeit 1198 Personen erfasst. Seit Mitte Juli sind 67 Personen neu dazugekommen, 63 wurden gelöscht, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol) am Mittwoch mitteilte. Negativ fallen vor allem Fussball-Anhänger auf.
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70 Prozent der Eingetragenen haben einen Bezug zum Fussball, 30 Prozent stammen aus dem Eishockey-Umfeld. Nur gerade neun Frauen sind in der Datenbank Hoogan erfasst. Acht Prozent aller Erfassten sind noch minderjährig; über die Hälfte der Eingetragenen sind zwischen 19 und 24 Jahre alt.
Das Fedpol trägt seit dem Jahr 2007 Personen in das elektronische Informationssystem ein, die sich rund um Sportveranstaltungen im In- und Ausland gewalttätig verhalten haben. Nach fünf Jahren werden die Einträge definitiv gelöscht. Die Anzahl der vermerkten Personen nimmt stetig zu. Im Mai 2010 waren 860 Personen eingetragen gewesen, im Mai 2009 waren es erst 576.
303 Mal Landfriedensbruch
Die beiden häufigsten Tatbestände sind Landfriedensbruch und Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz: Wegen Landfriedensbruchs sind derzeit 303 aktive Massnahmen in Hoogan verzeichnet. Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz haben zu 236 aktiven Massnahmen geführt.
Ebenfalls oft geahndet wurden Sachbeschädigung (174 aktive Massnahmen) und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (139 aktive Massnahmen). Wird beispielsweise ein Rayonverbot nach zwei Jahren wieder aufgehoben, bleibt die betroffene Person weitere drei Jahre passiv in der Datenbank vermerkt.
Während der Fussballsaison 2010/2011 wurden 5 Meldeauflagen, 211 Rayonverbote und 153 Stadionverbote in Hoogan erfasst. Die Eishockeysaison 2010/2011 schlug mit 9 Meldeauflagen, 49 Rayonverboten und 30 Stadionverboten zu Buche.
Welche Spiele besonders viele Einträge in die Hooligan-Datenbank zur Folge hatten, wollte das Fedpol nicht sagen. Ebenfalls keine Angaben mehr sind zur Herkunft der Eingetragenen erhältlich. Das Fedpol will künftig alle sechs Monate über die Entwicklung von Hoogan informieren.
(sda)

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