«Verletzung von Rechten»

09. März 2012 09:04; Akt: 09.03.2012 15:55 Print

Facebook löscht Welschwoche-Fotos

Seit Donnerstag verschwinden auf der Facebook-Seite von «Welschwoching» Bilder. Die Fotos werden von Unbekannten beanstandet - wegen angeblicher Verletzung der Urheberrechte.

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Der Gründer der Facebook-Seite «Welschwoching» ist sauer. «Wir sind das Opfer von Repressalien und Zensur», schreibt er auf der Pinnwand. Seit Donnerstag verschwinden nach und nach die Bilder, die mit einem Augenzwinkern die Clichés im «Weltwoche»-Artikel «Die Griechen der Schweiz» parodierte.

Wie 20 Minutes Online berichtet, ist der Grund dafür, dass die Gruppe überflutet wird mit Meldungen wegen «Verletzung des Urheberrechts». Mit jeder Meldung eines Verstosses verschwindet ein Bild auf der Facebook-Seite. Wer hinter der «Attacke» steht, ist nicht nachvollziehbar. «Wir sind nicht dumm und wissen, wer es ist», schreiben die Autoren hingegen auf der Pinnwand.

«Welschwocher» wollen nicht kämpfen

Wo einst die «Welschwoching»-Bilder prangten, sind nun nur noch Fragezeichen. Wie Facebook mitteilt, werden die Bilder nicht automatisch gelöscht, sondern durch ein Team geprüft. «Wer die Bilder beanstandet, muss einen Beweis liefern», sagt eine Sprecherin.

Die meisten Fotos wurden von den Teilnehmern selbst gemacht und online gestellt, worin da die Urheberrechtsverletzung liegt, weiss die Sprecherin nicht. «Es liegt aber eine Rechtsverletzung vor.» Der einzige mögliche Angriffspunkt ist das Logo der «Weltwoche». Das wurde zwar angepasst, es scheint aber aus Sicht von Facebook offensichtlich dennoch gegen die Urheberrechte zu verstossen.

Die «Welschwoching»-Gründer wollen nicht gegen die Löschung der Bilder vorgehen: «Wir haben beschlossen, nicht zu kämpfen», schreiben sie auf der Pinnwand, «sondern diejenigen machen zu lassen, die uns zum Schweigen bringen wollen, um ihre wahre Natur zu zeigen.»

(amc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nichtbeeinflussbarer am 09.03.2012 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzenlose Hetzerei

    Heute wird doch alles gegeneinander gehetzt. Schweizer gegen Ausländer, Deutschschweizer gegen Welschschweizer, Frauen gegen Männer, reiche gegen arme... Es ist zum k...

  • Tina am 09.03.2012 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gewöhnt euch dran!

    Filterbubble?! Schön, dass ein Beispiel mal im den Medien publiziert wird. Glückwunsch!

  • Paul Meier am 09.03.2012 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Urheberrecht ist nun

    mal Urheberrecht. Versucht mal eine 20min Parodie auf facebook zu machen und verwendet dafür den offiziellen 20 min Schriftzug in Originalfarbe.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cedric gehrer am 10.03.2012 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Urheberrechtsverletzung

    Das sind Parodien. Die Verwendung des Logos ist erlaubt.

  • Theo Frei am 09.03.2012 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Fälschwoche?

    Der Verdacht liegt nahe, dass jemand aus dem Umfeld des Weltwoche-Verlegers Köppel dahinter steckt. Dieser hat ja auch schon mal zugeben müssen, seinen eigenen Wikipedia-Artikel geschönt zu haben.

  • Marco Kummer am 09.03.2012 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld...

    ... wenn man auf facebook postet. Mit einer eigenen website (z.b blog) wäre keine Zensur von dritten möglich. Ich begreife nicht, warum sich Leute freiwillig solchen Einschränkungen unterwerfen. Facebook passt nicht ins Konzept des Internets, wo bisher freie Meinungsäusserung geherrscht hat.

    • besserwisser am 10.03.2012 00:23 Report Diesen Beitrag melden

      genau...

      deiner meinung, marco...

    einklappen einklappen
  • Diana am 09.03.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Zensur durch Weltwoche?

    Facebook muss leider reagieren, wenn jemand Urheberrechte geltend macht, die Zensur dürfte also eher von der Weltwoche als von Facebook sein. Die Frage stellt sich jedoch, warum eine Zeitung, die ansonsten mit dem Zweihänder auf Anderen herumhakt, wegen einer selbstverschuldeten Satirewelle gleich die juristische Kavallerie anreiten lässt, für einen Medienkonzern eine sehr peinliche Aktion.

  • Fernando am 09.03.2012 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FB

    Facebook prüft genau, bevor gelöscht wird, und das sind nicht dumme, sie diesen job macht. Würde nichts gemacht, wäre es auch nicht recht.

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