Werbung für NPD

23. Dezember 2010 09:05; Akt: 24.12.2010 14:24 Print

Schweiz als Vorbild der RechtsextremenSchweiz als Vorbild der Rechtsextremen

von Ronny Nicolussi - Für einmal gibt es aus dem Ausland Lob – aus zweifelhafter Ecke: Die rechtsradikale NPD verteilt derzeit Postkarten, die die Schweiz als Vorbild preisen.

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Wirbt mit Schweizer Werten um Miglieder: die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). (Bild: npd.de)

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Seit das Schweizer Stimmvolk Ende November die Ausschaffungsinitiative der SVP angenommen hat, wirbt die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) mit dem «Vorbild Schweiz». Das Naturpanorama mit Blick auf das Matterhorn auf einer Postkarte wird begleitet durch das Logo der rechtsextremen Partei und dem Wahlspruch «Mit kriminellen Ausländern kurzen Prozess machen».

«Seit Anfang Dezember haben wir bereits einige Hunderttausend Postkarten in ganz Deutschland verteilt», sagt NPD-Sprecher Klaus Beier auf Anfrage von 20 Minuten Online. Nochmals so viele sollen folgen. Mit der Postkartenaktion soll den deutschen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern aufgezeigt werden, dass in Deutschland jeden Tag von Demokratie gesprochen – in der Schweiz hingegen Demokratie praktiziert werde. Gleichzeitig kann mit der Postkarte der NPD beigetreten werden. Auf der Rückseite ist die Adresse der NPD in Berlin vorgedruckt.

«Die Einführung der direkten Demokratie nach Schweizer Art ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt unserer Politik», erklärt Beier. Zudem setze sich die NPD seit langem für die Ausschaffung krimineller Ausländer ein. Aus diesem Grund habe man auch ein Fünf-Punkte-Programm zur «Rückführung» von Ausländern erstellt.

Kein Kommentar aus Bern

Mit der SVP hat die NPD keinen Kontakt, wie Beier sagt, obschon die Deutschen wiederholt auf Symbole und Themensetzungen der Schweizer zurückgreifen. So kamen beispielsweise abgewandelte Schäfchen-Plakate der SVP 2008 bei den Landtagswahlen in Hessen zum Einsatz. In der Folge diskutierte die SVP über rechtliche Schritte gegen die NPD. Es blieb jedoch beim Geplänkel, sagt der NPD-Sprecher: «Rechtliche Konsequenzen gab es keine.»

Inwiefern die Postkartenaktion der NPD Konsequenzen haben wird, war zunächst nicht absehbar. Immerhin wirbt eine rechtsextreme Partei mit Schweizer Werten und verwendet dabei auch das Schweizer Kreuz. Das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) liess mitteilen, dass es «Programme und Kampagnen ausländischer Parteien» nicht kommentiere. Es müsse aber abgeklärt werden, ob die Verwendung des Schweizerkreuzes im vorliegenden Fall widerrechtlich sei.

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  • Pro Schweiz am 12.02.2011 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Während die SP ihre Wähler-Basis verschaukelt

    mit EU-Beitrittsforderungen, ist die SVP noch die einzig (S)ozial (V)erträgliche (P)artei in der Schweiz die sich mit Erfolg für Demokratie und Unabhängigkeit einsetzt. Wahltag ist Zahltag.

  • Andrea am 12.02.2011 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz ist auch für andere ein Vorbild

    Die Schweiz ist auch für andere ein Vorbild, nicht nur für die Rechtsextremisten, auch für die Mitte und die Linksextremisten. Weshalb sind wir das Vorbild. Weil die Schweizer verstehen, dass man ihr Nationalstaat zerstören will. Mit den gegebenen Instrumenten der direkten Demokratie ist dies eben möglich. (Andere Staat würden dasselbe tun, wenn sie es könnten.)

  • Peter Schreier am 27.01.2011 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Die übliche Leier

    Wiederhole etwas (die SVP sei rechtsradikalen ein Vorbild) immer und immer wieder und mit der Zeit glauben es die Leute. Nein liebe Leser, die SVP hat mit den rechtsextremen in Deutschland nichts zu tun.