Rekord

19. Dezember 2014 08:53; Akt: 19.12.2014 14:23 Print

2014 ist das wärmste Jahr seit Messbeginn

Frühlingshafte Temperaturen von 15 Grad mitten im Dezember. Von Winter keine Spur. Das Jahr geht in die Geschichte ein.

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Das Quecksilber klettert heute auf bis zu 15 Grad. Nur zur Erinnerung: Heute ist der 19. Dezember. (Bild: Keystone)

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Die Tage sind derzeit am kürzesten, die Nächte am längsten. Wir befinden uns – offiziell zumindest – mitten im Winter. Doch das scheint Petrus nicht zu interessieren.

Auf dem Pilatus herrschten am Freitagmorgen plus drei Grad. «Mit Winter hat das nichts mehr zu tun», sagt Klaus Marquardt, Sprecher von MeteoNews. Auf 2000 Metern zeigte das Thermometer sogar fünf Grad an. Im Laufe des Tages dürfte das Quecksilber in der Nordwestschweiz auf bis zu 15 Grad klettern. Es wird also angenehm mild. Fast schon T-Shirt-Wetter.

«Auch wenn jetzt noch die ultra-sibirische Kälte über die Schweiz einbrechen würde, könnte dies nichts mehr ändern. Das Jahr 2014 ist das wärmste Jahr seit Messbeginn», sagt Marquardt –und zwar nicht nur in der Schweiz, sondern in weiten Teilen Europas.

Zehn Grad über dem Durchschnitt

Ein nachhaltiger Wintereinbruch sei aber diesen Monat nicht mehr zu erwarten. Bis zum 24. Dezember bleibe es mild, tagsüber immer über null Grad. «Erst am Stefanstag erwarten wir kältere Luftmassen, aber keinen Niederschlag.» Das heisst konkret: kaum Schnee. «Es wird höchstens ein bisschen flöckeln.»

Abgesehen vom Mai und den Sommermonaten hätten die Temperaturen jedes anderen Monats über dem Durchschnitt gelegen, so Marquardt. «Der Dezember liegt aktuell sogar um etwa vier Grad über dem Schnitt.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandro H am 19.12.2014 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz oder Dummheit?

    Ich kann nicht verstehen wie ein grossteil von einem eigentlich gebildeten Land wie der Schweiz immernoch so ignorannt sein kann, und den Klimawandel Leugnet. Viele verstehen noch nicht mal den Unterschied zwischen Klima und Wetter. Ja genau, wenn sie sowas sagen wie "dieser Sommer war doch verrregnet und kalt" dann meinen sie das "lokale" Wetter und nicht das Klima. Eine globale erwärmung heisst nicht das es in ihrem Garten wärmer wird und mehr Sonne gibt! Im Gegenteil, es heisst mehr Energie, mehr feutchtigkeit in der Luft, mehr Wetter Extreme, Stürme, Regen andernorts Trockenheiten usw...

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  • m.kaufmann am 19.12.2014 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leider nicht im sommer

    im Sommer 10 Grad wärmer wären toll gewesen :-)

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  • Ueli am 19.12.2014 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War schon früher so

    Ich konnte vor über 20 Jahren am 24.12 draussen Fussball spielen, im Tshirt und kurzen Hosen. Immer diese Medien, aus allem einen riesen Hype machen. Im Juni hatte es auch schon mal geschneit, auch 30 Jahre her.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich Will Es Wissen am 20.12.2014 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Messbeginn

    Was heißt seit Messbeginn? Schlechte Berichterstattung!

  • S/W am 20.12.2014 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warm

    So ist es, wenn im Winter die Tage am längsten sind?????

  • Antonio am 20.12.2014 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sogar im Tagesrythmus

    Das Klima ändert sich täglich, abends wir's sogar dunkel und am Tag wieder heller. Daraus könnte man evtl. auch eine Neue Abgabenform basteln.

  • Sili am 19.12.2014 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues...

    In den 80/90 iger Jahren weilten wir über Weihnachten/ Neujahr stets in Les Collons/Thyon 2000 VS in den Ferien. Da hatten wir schon oft solche Temparaturen. An Weihnachten wurde sogar in kurzen Hosen auf der sogenannten Eisbahn Boccia gespielt. Ein anderes Jahr mussten wir zum Hochfahren Ketten montieren. Ich sehe da keine grosse Klima-Neuerscheinung war ja früher auch schon solches Wetter

  • M.G. am 19.12.2014 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird ungemütlich

    Die Europäer sind gerade dabei ihren einzigartigen klimatischen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen Regionen der Welt kaputt zu machen, den Golfstrom. Gelangt weiterhin zusätzliches Süßwasser durch die Gletscherschmelze in die Ozeane sinkt dort der Salzgehalt. Dadurch wird der Golfstrom, warmes Oberflächenwasser, viel weiter im Südwesten in die Tiefe sinken. So bekommen wir hier ein Klima ähnlich dem der Nordostküste der USA, extrem schwül-heiße Sommer und bitterkalte Winter mit viel Schnee und heftigen Winterstürmen. Zum Vergleich, New York liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Neapel