Fiese Auto-Masche

12. Oktober 2016 08:46; Akt: 24.10.2016 14:17 Print

Toyota-Betrüger ist nun in Deutschland unterwegs

von Camille Kündig - Der Toyota-Betrüger zockt neu in Deutschland Leute ab. Vorher posierte er noch für ein Selfie mit einem Schweizer Opfer.

Hier hat der falsche Toyota- VW- und Honda-Mitarbeiter überall Leute abgezockt. Als Letztes war er in Baden-Baden (D). (Video: Ethel Keller)
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Ein Betrüger, der sich als irischer Toyota-, VW- und Honda-Mitarbeiter ausgibt, scheint sich nach Deutschland abgesetzt zu haben. Er hatte über Monate in der Schweiz Leser um ihr Geld gebracht.

Die Deutsche B. B.* sagt zu 20 Minuten: «Ich bin Herrn Moloney am 5. Oktober in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart (D) auf den Leim gegangen und habe ihm 120 Euro gegeben.» Auch sie durfte ein Foto seines Führerausweises machen und erhielt eine gefälschte VW-Visitenkarte. Später stiess B. im Internet auf die 20-Minuten-Berichterstattung über den Betrüger.

Nun werden auch in Deutschland Ermittlungen aufgenommen

B. hat sich nun an die Polizei gewandt. Josef Hönes, Sprecher der Polizei Reutlingen (D), sagt: «Die Frau hat das Geld nicht wie versprochen zurückerhalten und deshalb Anzeige wegen Betrugsverdachts erstattet. Es werden nun Ermittlungen aufgenommen.»

Auch H. D.* lernte John Moloney am 5. Oktober in Deutschland als VW-Vertreter kennen. «Bei der Autobahnraststätte Baden-Baden in Richtung Stuttgart. «Er wirkte etwas ängstlich, da meine Hündin an ihm schnupperte. Er fuhr einen dunklen Toyota mit christlichem Fisch-Symbol auf dem Heck – wie ironisch. Ich gab ihm 50 Euro zum Tanken.» Mit dem vollgetankten Auto fuhr er danach wohl nach Leinfelden-Echterdingen, wo er auf B. B. traf.

«Er war sofort einverstanden, ein Selfie mit mir zu machen»

Einen Tag vor seiner Begegnung mit den zwei deutschen Opfern war der Ire noch in Sissach und Pratteln BL unterwegs gewesen – nahe der deutschen Grenze. Dort ergaunerte er 500 Franken und 100 Euro. Auch bei der Kantonspolizei Basel-Landschaft sind Ermittlungen im Gang.

Vor seinem Abgang ins nördliche Nachbarland hinterliess der Betrüger einem Opfer noch ein spezielles Souvenir. Er begegnete Leserin S. S.* auf einer Raststätte in Estavayer-le-Lac FR. Sie sei misstrauisch gewesen: «Also habe ich ihn gefragt, ob er ein Selfie mit mir macht.» Der Betrüger willigte sofort ein und sicherte sich damit das Vertrauen seines Opfers: «Dann habe ich dem adretten Iren 150 Franken anvertraut.»

John Moloney aka Peter Mc Elroy zockt seit Juni zahlreiche Leser ab. Gefasst wurde er – trotz laufenden Ermittlungen in mehreren Kantonen – bisher nicht.

*Namen der Redaktion bekannt.

Hier das Kontrollschild, die Ausweise und die gefälschten Visitenkarten des Betrügers.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vanessa am 06.10.2016 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Die Leute sind so blöd

    In der Schweiz hat man einfach zu viel Geld. Wer gibt schon einen fremden CHF 500? Ich kann noch verstehen, wenn man ihn zur Polizei fährt oder zum Bahnhof, aber sicher kein Geld geben!

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  • Vanessa am 06.10.2016 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Bezug zu Geld

    Wer mehrere Hundert CHF einem Fremden gibt, hat keinen Bezug zu Geld mehr. Denen tut eine Lehre gut.

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  • Leoni. am 06.10.2016 10:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Klar sind manche Leute etwas Leichtgläubig. Viele wollen jedoch einfach nur helfen...Die Dreistigkeit und Maschen der Betrüger werden immer besser...scheint auch ein sehr guter Schauspieler zu sein. Traurig dabei ist auch, wenn wirklich mal jemand hilfe braucht glaubt mann ihm nicht mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Romanrussia am 12.10.2016 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld

    Polizei? Was hat er denn begangen? Leute überredet ihm Geld zu leihen.

  • Wakka am 12.10.2016 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfache Menschen

    Wenn ich sehe wie Naiv die Leute sind bekomme ich auch den Gedanken ein bisschen nebengeld zu verdienen ;) Es könnte auch der Papst sein, ich wäre nicht reingefallen.

  • Theorie & Praxis am 12.10.2016 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch schweiz

    Hauptsache er kann mehrere monate geld ergaunern und man verpixelt noch sein gesicht, man kann es ihm ja noch leichter machen.

  • Sulejka am 12.10.2016 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toyota Betrüger

    Ich hoffe dass man diesen Fiesling endlich dingfest macht, so ist wieder ein Betrüger weniger unterwegs.

  • Zoe. am 12.10.2016 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    1. es kommt soviel in den nachrichten und die leute fallen trotzdem noch rein? Autsch, dass tut weh. 2. wo bleibt die polizei? Ah ja lieber den steuersünder, falsch parker und schnellfahrer büsen, ist einfacher und bringt geld in die staatskasse. Wer weiss, vielleicht arbeitet dieser betrüger mit dem staat zusammen und muss die hälfte abgeben. Aufpassen lieber staat, jetzt ist er in de und macht dorr dort seine geschäfte :'D. Sorry den joke konnte ich mir nicht verkneifen