Hungerstreik

17. Oktober 2010 14:19; Akt: 17.10.2010 14:22 Print

Rappaz wieder im SpitalRappaz wieder im Spital

Der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz, der sich im Gefängnis seit Ende August in einem neuen Hungerstreik befindet, ist am Samstag in ein Spital in Sitten eingeliefert worden.

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Hungerstreik und Proteste nützten nichts: Rappaz muss nicht nur seine ursprünglich verhängten 5 Jahre und acht Monate Gefängnis absitzen. Jetzt wurde er auch noch zu einem Jahr zusätzlich verurteilt, wegen Delikten, die er vor 2002 begangen hat. 30. August 2010: Rappaz ist erneut in den Hungerstreik getreten. 29. Juli 2010: Bernard Rappaz ist zurück auf seinem Hof, wo er nach einem Hungerstreik seine Freiheitsstrafe vorläufig in Form von Hausarrest absitzen wird. 10 Mai 2010: Bernard Rappaz während seiner Knastferien auf seinem Bauernhof. 17. März 2010: Rappaz lädt zur Pressekonferenz im bedeutungsvollen Farinet-Rebberg. Einen Tag zuvor hatte er seine Haft antreten müssen. 13. Januar 2006: Rappaz reicht mit Aktivisten des Komitees «Pro Jugendschutz gegen Drogenkriminalität» in Bern 105 000 Unterschriften der Volksintiative für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz ein. 2. November 2006: Rappaz während des Prozesses vor Gericht in Martigny. 25. Februar 2002: Eine letzte Zigarette mit seiner Familie vor dem Haftantritt im Gefängnis von Sion. 24. Februar 2002: Eine letzte Henkersmalzeit im Farinet-Weinberg am Tag vor seinem Haftantritt. 4. Februar 2002: Die Famillie Rappaz nach einer Pressekonferenz auf seinem Bauernhof in Saxon. 4. Februar 2002: Immer wieder bedient sich Rappaz der Presse. 25. Januar 2002: Rappaz mit seinem Sohn im Spital von Martigny. 28. November 2001: Rappaz wird ins Gericht in Sion geführt. 20. November 2001: Die Polizei hat das Hanffeld von Rappaz geräumt. 2. November 2000: Rappaz freut sich über die gute Hanfernte. 26. Juni 1997: Andy Stafforte, Mauro Berini, Bernard Rappaz und Claude Rey (vlnr), Vorstandsmitglieder der Schweizer Hanfkoordination, präsentieren in Bern unter dem Motto «Hanf - Die Wachstumsbranche» verschiedene, aus Hanf hergestellte Artikel.

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Er sei in einem «Zustand der Unterzuckerung», sagte sein Freund Boris Ryser am Sonntag. Ryser bestätigte einen Bericht des Westschweizer Fernsehens TSR. Der sich seit 51 Tagen im Hungerstreik befindliche Rappaz habe Glukose-Injektionen erhalten.

«Von Zwangsernährung kann zurzeit aber nicht gesprochen werden», betonte Ryser. Das Bundesgericht hatte im August erklärt, die Behörden hätten das Recht, für Rappaz eine Zwangsernähung anzuordnen, um bleibende Schäden oder dessen Tod zu verhindern.

Gemäss Ryser hat Rappaz 9 Kilogramm abgenommen. Er habe «drastisch an Kräften verloren» und das «Gesicht eines alten Mannes». Rappaz muss eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und acht Monaten wegen Anbaus und Handels von Hanf sowie weiterer Delikte verbüssen.

(sda)