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SBB-Chef Andreas Meyer
15. Dezember 2009 22:43; Akt: 15.12.2009 23:36 Print
«Wenn wir nichts machen, häufen sich Verspätungen»
von Gabi Schwegler - Im Bundesrat stösst der SBB-Zusatzkredit auf Widerstand. Für SBB-CEO Andreas Meyer ist das Geld überlebenswichtig.
Herr Meyer, laut NZZ bremst Bundesrat Merz beim SBB-Zusatzkredit. Welche Konsequenzen hätte die Verweigerung der jährlich 300 Millionen?
Andreas Meyer: Das SBB-Netz ist das weltweit am intensivsten genutzte, und die Zahl der Kunden steigt weiter. Das führt zu höheren Kosten bei Unterhalt und Betrieb der Infrastruktur. Wenn wir das vernachlässigen würden, würde es sich schon bald teuer rächen.
SBB-CEO Andreas Meyer.
Würden die Passagiere das fehlende Geld spüren?
Unser Schienennetz würde an Leistungsfähigkeit verlieren, was wir natürlich nicht wollen. Zudem gilt bei den Infrastrukturkosten: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Kosten für einen vernachlässigten Netzunterhalt wären zu einem späteren Zeitpunkt noch viel höher.
In der Verkehrskommission sprachen Sie von möglichen Klagen wegen Pannen.
Unser Netz ist heute in einem guten Zustand, aber in einzelnen Bereichen haben wir einen Unterhalts-Rückstand in der Grössenordnung von einer Milliarde Franken. Wenn wir nichts machen, häufen sich auf dem Netz die Langsamfahrstellen und Betriebsstörungen und damit die Verspätungen für unsere Kunden.
Inwiefern wäre für Sie das von Bundesrat Leuenberger vorgeschlagene Mobility Pricing eine Lösung?
Das ist eine wichtige Diskussion. Es stellt sich die Frage, welche Mobilität in der Schweiz politisch gewünscht wird und wie die sich abzeichnenden höheren Kosten der Infrastrukturanlagen bei allen Verkehrsträgern künftig finanziert werden sollen. Mobility Pricing wäre meines Erachtens eine gute Lösung.



























