Global Gender Gap Report

24. Oktober 2012 00:01; Akt: 24.10.2012 07:36 Print

Und die Schweiz bewegt sich nicht

In Sachen Frauenförderung sind Nicaragua und die Philippinen fortschrittlicher als die Schweiz. Das Problem: die Bildung.

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Die kommt im Ranking des Global Gender Gap Report des WEF nicht vom Fleck. Oh, das stimmt nicht ganz. Im Frauen- und Meitlischwingen sind sie top wie hier auf dem Stoos 2012. Die Schweizerinnen waren aber auch unter sich. In Sachen Gleichstellung kommen die ... ... besser weg. Hier dürfen auch gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen werden. Die Philippinen sind auf Rang 8 zu finden. Eigentlich auch keine Aschenputtel, wie das folgende Bild suggeriert, sind die ... ... Frauen aus . Auch das Land in Mittelamerika steht in punkto Gleichstellung besser da als die Schweiz: Rang 9. Kommen wir zu den Siegern, den ewigen Siegern. Hier schwingt ... ... der Norden Europas obenauf. Die Frauen in sind am besten bestellt. Sie dürfen jubeln: Rang 1. Die skandinavischen Länder sind eh top. Auf Rang 2 ist ... ... . Hier sind die Frauen nicht nur in der Sauna bestens integriert. Rang 3: Das freut auch Maren Mjelde an der UEFA EM 2012. Auf Rang 4 folgt ... ... . Hier jubeln die schwedischen Siegerinnen im Schlammfussball 2012. Okay, kommen wir zu denjenigen Ländern, die die Frauen nicht auf den Händen tragen. Da wäre der ... ... . Das weibliche Geschlecht hat hier nicht viel zu sagen. Rang 133. Auch in (Rang 134) hat die Gleichstellung wenig Chance, obwohl auch Frauen im Oktober 2012 auf die Strasse gehen, um gegen die Tötung der 14-jährigen Malala in Islamabad zu protestieren. Ihnen sind die Taliban nicht mehr genehm. Das Schlusslicht ist ... ... (Rang 135). Doch auch hier gibts Erfreuliches zu berichten: Auch Frauen machen im arabischen Land Sport. Sulaiman Fatima Dahman war am Start des 100 Meter-Laufs an den Olympischen Spielen in London 2012.

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Die Schweiz hat sich auf der weltweiten Gleichstellungs-Rangliste seit drei Jahren nicht mehr verbessert. Gemäss dem Global Gender Gap Report 2012 des World Economic Forum (WEF)ist sie erneut auf Platz 10 gelandet. An der Spitze liegt immer noch die skandinavischen Länder.

Der Global Gender Gap Report untersucht in 135 Ländern die Gleichstellung von Mann und Frau in der Wirtschaft, beim Zugang zu Grundbildung und höherer Ausbildung, bei der politischen Beteiligung sowie bei Gesundheit und Lebenserwartung.

Problem: Bildung

Der Report zeigt, dass die Schweiz seit 2006 (damals Platz 26) zwar Fortschritte in der Gleichstellung erzielt hat, seit 2010 nun aber auf dem gleichen Platz verharrt. In dieser Zeit wurde sie von Nicaragua überholt (Platz 9) und rangiert mittlerweile auch hinter den Philippinen (Platz 8).

Angeführt wird die Liste - wie auch schon in den Jahren zuvor - von Island, Finnland, Norwegen und Schweden, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Report hervorgeht. Diese Länder haben es geschafft, ihre Geschlechterungleichheit zu mehr als 80 Prozent auszugleichen. Die Schweiz hat erst 76 Prozent erreicht.

Verbessert hat sich die Schweiz im neuesten Bericht vor allem beim Thema Gesundheit und Lebenserwartung. Etwas nachgelassen hat die Schweiz gemäss WEF-Report hingegen beim Thema Bildung.

Jemen macht Fortschritte, bleibt aber Schlusslicht

Schlusslichter bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind in diesem Jahr Tschad (Platz 133), Pakistan (134) und Jemen auf dem 135. und damit letzten Platz. Gemäss WEF-Report hat sich Jemen zwar in den letzten Jahren verbessert, vom Schlussrang kommt das arabische Land trotzdem nicht weg.

Insgesamt konnten rund 80 Länder die Gleichberechtigung in der Wirtschaft verbessern, darunter auch die USA, Japan und Deutschland. In China ist die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Arbeitsleben hingegen wieder etwas grösser geworden.

(kub/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Es herrscht Verbesserungspotential - sowohl auf weiblicher als auch auf männlicher Seite. Unter anderem sollte endlich der Vaterschaftsurlaub eingeführt werden. Zum Beispiel nach dem System in Schweden, wo sich Mann und Frau eine bestimmte Menge an Elternschaftsurlaub teilen können, beide müssen aber mind. 30 Tage beziehen. Dadurch wird der Wettbewerb im Arbeitsmarkt angeregt, da Frauen nicht mehr wegen möglichem Mutterschaftsurlaub benachteiligt werden. So ist es doch logisch, dass im heutigen System bei gleicher Leistung lieber der Mann angestellt wird, der fehlt ja dann später nicht. – John

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christoph Hilligardt am 24.10.2012 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Efrauzipation

    Wenn schon Efrauzipation bitte..

  • Martin Sterchi am 24.10.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert mich nicht

    Man nehme z.B. die Uni Bern. Von den neu angestellten Profs sind etwa 90% Männer. Das kanns wirklich nicht sein.

  • Mann am 24.10.2012 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tun sollen es immer die andern

    So so. Und warum macht das World Economic Forum (WEF) in Davos kein Jahrestreffen von, mit und für Frauen.

  • Mike am 24.10.2012 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    solange wir nicht das selbe ahv-eintrittsalter und die wehrpflicht für beide gschlechter haben werden wir auf der rangliste nicht besser, also bewegt euch!

  • Bert Schoeni am 24.10.2012 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    keine Überraschung

    Tja, mich wunderts kaum. Jeden Tag sehe ich dutzende unmotivierte Teenager, in der einen Hand das I-Phone und in der anderen Hand ein Redbull, während das gefälschte Gucci-Täschchen lässig im Ellbogen sitzt. Gesichtsausdruck gleich null.

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