Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Global Gender Gap Report
24. Oktober 2012 00:01; Akt: 24.10.2012 07:36 Print
Und die Schweiz bewegt sich nicht
In Sachen Frauenförderung sind Nicaragua und die Philippinen fortschrittlicher als die Schweiz. Das Problem: die Bildung.
Die Schweiz hat sich auf der weltweiten Gleichstellungs-Rangliste seit drei Jahren nicht mehr verbessert. Gemäss dem Global Gender Gap Report 2012 des World Economic Forum (WEF)ist sie erneut auf Platz 10 gelandet. An der Spitze liegt immer noch die skandinavischen Länder.
Bildstrecken Die Revolution der RöckeDer Global Gender Gap Report untersucht in 135 Ländern die Gleichstellung von Mann und Frau in der Wirtschaft, beim Zugang zu Grundbildung und höherer Ausbildung, bei der politischen Beteiligung sowie bei Gesundheit und Lebenserwartung.
Problem: Bildung
Der Report zeigt, dass die Schweiz seit 2006 (damals Platz 26) zwar Fortschritte in der Gleichstellung erzielt hat, seit 2010 nun aber auf dem gleichen Platz verharrt. In dieser Zeit wurde sie von Nicaragua überholt (Platz 9) und rangiert mittlerweile auch hinter den Philippinen (Platz 8).
Angeführt wird die Liste - wie auch schon in den Jahren zuvor - von Island, Finnland, Norwegen und Schweden, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Report hervorgeht. Diese Länder haben es geschafft, ihre Geschlechterungleichheit zu mehr als 80 Prozent auszugleichen. Die Schweiz hat erst 76 Prozent erreicht.
Verbessert hat sich die Schweiz im neuesten Bericht vor allem beim Thema Gesundheit und Lebenserwartung. Etwas nachgelassen hat die Schweiz gemäss WEF-Report hingegen beim Thema Bildung.
Jemen macht Fortschritte, bleibt aber Schlusslicht
Schlusslichter bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind in diesem Jahr Tschad (Platz 133), Pakistan (134) und Jemen auf dem 135. und damit letzten Platz. Gemäss WEF-Report hat sich Jemen zwar in den letzten Jahren verbessert, vom Schlussrang kommt das arabische Land trotzdem nicht weg.
Insgesamt konnten rund 80 Länder die Gleichberechtigung in der Wirtschaft verbessern, darunter auch die USA, Japan und Deutschland. In China ist die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Arbeitsleben hingegen wieder etwas grösser geworden.
(kub/sda)
Es herrscht Verbesserungspotential - sowohl auf weiblicher als auch auf männlicher Seite. Unter anderem sollte endlich der Vaterschaftsurlaub eingeführt werden. Zum Beispiel nach dem System in Schweden, wo sich Mann und Frau eine bestimmte Menge an Elternschaftsurlaub teilen können, beide müssen aber mind. 30 Tage beziehen. Dadurch wird der Wettbewerb im Arbeitsmarkt angeregt, da Frauen nicht mehr wegen möglichem Mutterschaftsurlaub benachteiligt werden. So ist es doch logisch, dass im heutigen System bei gleicher Leistung lieber der Mann angestellt wird, der fehlt ja dann später nicht. – John
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 68 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt



















Efrauzipation
Wenn schon Efrauzipation bitte..
Wundert mich nicht
Man nehme z.B. die Uni Bern. Von den neu angestellten Profs sind etwa 90% Männer. Das kanns wirklich nicht sein.
Tun sollen es immer die andern
So so. Und warum macht das World Economic Forum (WEF) in Davos kein Jahrestreffen von, mit und für Frauen.