#MeToo

17. Oktober 2017 10:30; Akt: 17.10.2017 15:10 Print

«Ich entging knapp einer Vergewaltigung»

Schweizer Frauen wehren sich unter dem Hashtag #MeToo gegen sexuelle Belästigung.

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Auch Schweizer Frauen berichten unter dem Hashtag #MeToo von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Sie erinnere sich noch genau an die Nacht, als ein Mann sie auf dem Nachhauseweg verfolgt habe, sagt Tierschützerin Nancy Holten. Bloggerin Yonni Meyer alias Pony M. schildert auf Facebook unter #MeToo ihre «Glanzstücke» der letzten 30 Tage: «Der Mann, der mir im vollen Bus an den Hintern griff. Und zwar so richtig untenrein.» Auch Bloggerin und Fotografin Andrea Monica Hug macht mit einem Hashtag auf Facebook darauf aufmerksam, Opfer sexueller Belästigung geworden zu sein. Gender-Expertin Franziska Schutzbach fragt: «Wie viele Hashtags brauchen wir noch?» Juso-Präsidentin Tamara Funiciello ruft auf Facebook zum Kampf auf gegen sexuelle Belästigung: «Liebe Frauen, niemand von uns muss alleine sein. Organisiert euch! Kämpft!» Harvey Weinstein soll den Verdienstorden der französischen Ehrenlegion verlieren. Präsident Emmanuel Macron hat entsprechende Schritte eingeleitet, wie er dem Fernsehsender TF1 am Sonntagabend erklärte. Die Ehrenlegion zählt rund 93'000 Mitglieder und wurde 1802 von Napoleon ins Leben gerufen. Der Orden ist die höchste Auszeichnung Frankreichs. Im Sex-Skandal um Harvey Weinstein hat sich nun auch Regisseur Woody Allen zu Wort gemeldet. «Es ist sehr tragisch für die armen Frauen, die das durchmachen mussten», sagte der 81-Jährige zur BBC. Gleichzeitig zeigt er Mitgefühl für Weinstein: «Traurig für Harvey, dass sein Leben so aus den Fugen geraten ist.» Von den Missbrauchsvorwürfen habe er nichts gewusst, so Allen. Er warnt: «Es sollte jetzt nicht zu einer Atmosphäre der Hexenjagd führen, in der jeder Kerl, der im Büro einer Frau zuzwinkert, einen Anwalt holen muss.» Auf Twitter hat Schauspielerin Alyssa Milano den Hashtag #MeToo ins Leben gerufen. Sie schrieb: «Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe ‹ich auch› als Antwort auf diesen Tweet.» Innerhalb weniger Stunden erhielt Milano über 25'000 Antworten, darunter auch von der neuseeländischen Oscar-Preisträgerin Anna Paquin und von «Will and Grace»-Star Debra Messing. James Corden hat sich an der Amfar-Gala, einer Charity-Veranstaltung, in Los Angeles über die Affäre Weinstein lustig gemacht. Nun krebst der Late-Night-Moderator zurück. «Um es deutlich zu sagen: Sexuelle Gewalt ist kein Witz-Thema. Ich wollte ihn (Harvey) blossstellen, nicht seine Opfer.» So spottete Corden an der Gala etwa: «So eine schöne Nacht in Los Angeles. Sie ist so schön, dass Harvey Weinstein schon gefragt hat, ob sie ihn in seinem Hotel oben massieren könne.» Wegen dieser Aussage bezeichnete Schauspieler Asia Argento, die behauptet, sie sei von Weinstein vergewaltigt worden, Corden auf Twitter als «Ferkel». Sängerin Courtney Love warnte schon 2005 vor Harvey Weinstein: Als sie von einer Reporterin des Senders Comedy Central gefragt wurde, was sie einer jungen Frau, die nach Hollywood geht, raten würde, antwortete die heute 53-Jährige: «Ich werde deswegen wahrscheinlich verunglimpft werden ... Falls Harvey Weinstein dich zu einer Privatparty ins Four Seasons einlädt – geh nicht hin.» Das Four Seasons ist ein 5-Stern-Hotel in Los Angeles. Gibt es diesen Passus tatsächlich, erhielte der Sex-Skandal um Harvey Weinstein noch einmal eine ganz neue Dimension: Die Gossip-Seite TMZ.com will herausgefunden haben, dass es im Vertrag zwischen dem Produzenten und seiner Firma eine Art Sex-Klausel gab. Demnach konnte er nicht entlassen werden, wenn er jemanden «unsittlich» behandelte oder sonst in irgendeiner Form gegen den Ehrenkodex des Unternehmens verstiess. Auch dann nicht, wenn er wegen wiederholter sexueller Belästigung verklagt worden wäre. Weinstein hätte der Firma nur eine grosse Summe Geld zahlen müssen – als Ausgleich für die Rufschädigung des Betriebs quasi. TMZ.com zitiert aus dem Vertrag: «Sie (gemeint ist Weinstein) werden dem Unternehmen eine vereinbarte Vertragsstrafe von 250'000 Dollar für das erste Vergehen zahlen, 500'000 Dollar für das zweite, 750'000 Dollar für das dritte – und eine Million Dollar für jedes weitere Vergehen.» Dadurch wäre auch die Entlassung der Weinstein Company, die ihren eigenen Chef feuerte, illegal. Die Behörden machen Ernst: In New York untersucht die Polizei gemäss «Daily News», was an den Vorwürfen von Lucia Evans dran ist. Die Schauspielerin wirft dem Produzenten vor, sie 2004 in ein Hotelzimmer gelockt und sie danach zu Oralsex gezwungen zu haben. Für Straftaten wie Vergewaltigungen gibt es in New York keine Verjährung. In London teilt die Polizei mit, sie befasse sich mit einem «angeblichen sexuellen Übergriff in der Gegend von London in den 80er-Jahren». Laut britischen Medien geht es um Weinstein als möglichen Täter. Auch Heidi Klum hat sich zum Sex-Skandal geäussert: «Ich wünschte, die grausamen Geschichten, die ich über Harvey Weinstein lese, wären eine seltene Erscheinung in unserer Gesellschaft. Aber das stimmt einfach nicht.» Man solle «nicht so naiv sein, zu denken, dass solch ein Verhalten nur in Hollywood passiert», sagte Klum dem «People»-Magazin. Es sei nur ein Beispiel dafür, wie schlecht Frauen weltweit noch behandelt würden. «Es wäre sicher schwer, eine Frau zu finden – mich eingeschlossen –, die sich noch nie eingeschüchtert oder bedroht gefühlt hat von einem Mann, der seine Macht, Position oder körperliche Statur ausnutzt.» Was sonst noch passiert ist: In einer Dringlichkeitssitzung will die Oscar-Akademie am Samstag über einen möglichen Ausschluss Weinsteins beraten. Die renommierte «New York Times» berichtete zudem unter Berufung auf einen Anwalt des Produzenten, dass es eine aussergerichtliche Einigung mit drei oder vier Frauen gegeben habe. Mit Geldzahlungen habe Weinstein seine Opfer zum Schweigen gebracht. Ehefrau Georgina Chapman hat Harvey Weinstein bereits verlassen, die Karriere des Star-Produzenten ist wohl vorbei. Der Wirbel um seine Person scheint dem 65-Jährigen massiv zuzusetzen: Laut TMZ.com hat seine 22-jährige Tochter Remy am Mittwoch die Polizei gerufen. Ihr Vater sei suizidgefährdet, gab sie am Telefon an. Als die Beamten eintrafen, gab die Frau aber zu Protokoll, es habe sich nur um einen Familienstreit gehandelt. In einem Video, das TMZ.com vor Weinsteins Haus aufgenommen hat, wirkt der Star-Produzent aufgebracht. «Mir geht es nicht gut», erklärt der 65-Jährige. «Ich brauche Hilfe. Wir machen alle Fehler und ich hoffe, für mich gibt es eine zweite Chance.» Zu den wartenden Paparazzi sagt er: «Ich habe mich euch gegenüber immer loyal verhalten. Nicht wie die Arschlöcher, die mich nun wie ein Stück Dreck behandeln.» Gemeint sind wohl jene Prominenten, die ihn in Interviews und in den sozialen Medien verurteilen. Mit einem emotionalen Statement wendet sich Weinstein an die Presse: «Ich bin zutiefst erschüttert», sagte er zur Promi-Seite «Page Six». «Ich habe meine Frau und meine Kinder verloren, die ich mehr liebe als alles andere.» Zu diesen Schauspielerinnen gehört auch Cara Delevingne. Die 25-Jährige veröffentlichte am Mittwoch eine Mitteilung, in der sie eine Begegnung mit Weinstein schildert. Dieser habe sie vor ein paar Jahren angerufen und sie zu ihrer Sexualität befragt: «Er sagte mir, wenn ich homosexuell wäre, [...] würde ich niemals eine Rolle als heterosexuelle Frau bekommen oder es als Schauspielerin in Hollywood schaffen.» Bei einem weiteren Treffen einige Zeit später habe Weinstein damit angegeben, Frauen, mit denen er Sex gehabt habe, zu einer Karriere verholfen zu haben. In einem Hotelzimmer, in das sie Weinstein danach eingeladen habe, sei eine Frau gewesen. Er habe von Delevingne verlangt, sie zu küssen, was sie aber abgelehnt habe. «Er brachte mich zur Tür, stellte sich davor und versuchte, mich auf den Mund zu küssen.» Doch Delevingne konnte laut eigenen Angaben entkommen. Bis jetzt habe sie nicht über den Vorfall geredet, weil sie Weinsteins Familie nicht habe verletzen wollen, so Delevingne auf Instagram. Mittlerweile hat sich Weinstein gemäss diversen Medienberichten in Behandlung begeben. Die Einrichtung heisst The Meadows, liegt in Arizona und ist auf Drogen- und Sexsucht spezialisiert. Zunächst habe Weinstein sich in der Schweiz kurieren lassen wollen, schreibt TMZ.com. Hier will Harvey Weinstein also Ruhe finden und sich von Spezialärzten helfen lassen. Gleichzeitig dürfte er froh sein, dem Medienrummel in Hollywood entfliehen zu können. Die Anschuldigungen, die der 65-Jährige in Teilen zugibt, haben für ihn Konsequenzen: Seine eigene Firma hat ihn entlassen, auch Ehefrau Georgina Chapman hat sich mittlerweile von ihm getrennt. «The New Yorker» hat zudem einen Ton-Mitschnitt aus dem Jahr 2015 publiziert. Dort ist zu hören, wie Weinstein das Model Ambra Battilana Gutierrez (damals 22) in einem New Yorker Hotel bedrängt. Sie solle ihm Gesellschaft leisten, während er dusche, fordert er seinen Gast auf. Als sie sich weigert, meint Weinstein: «Schätzchen, bitte, verdirb dir nicht wegen fünf Minuten die Freundschaft mit mir.» Hollywood hat zunächst nur zögerlich reagiert. Mittlerweile ist die Empörung in vollem Gange. Kate Winslet sagt in der «Variety», Weinsteins Verhalten sei «skandalös und sehr, sehr falsch». George Clooney sagt zu «The Daily Beast»: «Es ist unentschuldbar! Wir hatten gemeinsame Abendessen, wir waren gemeinsam am Set, wir hatten Streitereien. Doch ich kann Ihnen sagen, dass ich niemals ein solches Verhalten bei ihm gesehen habe – nie.» Angelina Jolie meint in der «New York Times», sie habe in ihrer Jugend mit Weinstein «schlechte Erfahrungen» gemacht. «Als Folge davon habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.» Leonardo DiCaprio schreibt auf Facebook: «Es gibt keine Entschuldigung für sexuelle Übergriffe. Ich begrüsse die Kraft und den Mut jener Frauen, die sich getraut haben und ihre Stimme erhoben haben.» Auch Ex-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle (im Bild zusammen mit Weinstein bei einem Workshop für Studenten im Weissen Haus 2013) haben eine klare Meinung: «Jeder Mann, der Frauen in einer solchen Weise diskreditiert, muss verurteilt werden, egal, wie reich er ist oder über welchen Status er verfügt», werden die beiden in einem offiziellen Statement zitiert. Mit etwas Verzögerung meldete sich auch Jennifer Lawrence zu Wort. «Ich war extrem verstört, als ich gehört habe, was Harvey Weinstein getan hat», sagt sie zur «Variety». Und weiter: «Dieses Verhalten ist unentschuldbar.» Lawrence arbeitete 2012 bei ihrem Erfolgsfilm «Silver Linings» mit der Weinstein Company zusammen. Gwyneth Paltrow bemerkt in derselben Zeitschrift, Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und sie massieren wollen. Doch die Schauspielerin hat sich laut eigenen Aussagen geweigert. Lena Dunham greift Weinstein in einem Essay in der «New York Times» frontal an. Seine Übergriffe seien «über Jahrzehnte hinweg von Angestellten und Kollaborateuren schweigend abgesegnet» worden und «ein Mikrokosmos dafür, was seit jeher in Hollywood geschieht». Viele Unterstützer hat Weinstein in Hollywood nicht mehr. Lindsay Lohan hat sich, zumindest vor ein paar Tagen, hinter den Produzenten gestellt. «Harvey tut mir sehr leid. Ich glaube, was gerade passiert, ist nicht richtig», sagte sie in einem mittlerweile gelöschten Instagram-Video. Designerin Donna Karan (im Bild) meinte in einem Interview mit der Zeitung «Daily Mail», manche Frauen würden «Ärger suchen». Nach heftiger Kritik zog sie ihre Aussage zurück und entschuldigte sich. Die Faktenlage so weit bisher bekannt: Harvey Weinstein soll mehrere Frauen sexuell belästigt und bedrängt haben. Mindestens drei habe er zu Oralverkehr gezwungen, so die Vorwürfe, die von der «New York Times» sowie von «The New Yorker» öffentlich gemacht wurden.

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Etliche prominente Schauspielerinnen werfen dem US-Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vor. So soll sich der 65-Jährige etwa an Gwyneth Paltrow oder Angelina Jolie vergangen haben, wie kürzlich ans Licht kam. Die Vorwürfe haben bei Frauen weltweit einen Sturm der Entrüstung und Solidarität ausgelöst.

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Wurden Sie als Frau schon einmal sexuell belästigt?

Nach dem Aufruf von Schauspielerin Alyssa Milano teilen Zehntausende Frauen unter dem Hashtag #MeToo auf Twitter ihre eigenen Erfahrungen mit sexueller Belästigung, auch in der Schweiz. Tierschützerin Nancy Holten schreibt etwa: «Nicht nur als Frau, sondern als kleines Kind. Auswirkungen bis heute. Wüsste der Täter dies, hätte er es nicht getan.»


Haben Sie auch Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht? Erzählen Sie uns in einem Handy-Video davon. Oder schreiben Sie uns.

«Im Bus wurde ich begrapscht»

Nancy Holten (43) berichtet 20 Minuten, kürzlich von einem möglichen Geschäftspartner sexuell belästigt worden zu sein. «Er sagte, es wäre toll, wenn wir zusammenarbeiten und auch eine Affäre zusammen haben könnten», erinnert sie sich. Auch als junge Frau sei hätten Männer bei ihr Grenzen überschritten. «Im Bus wurde ich von gleichaltrigen oder älteren Männern begrapscht.»

Sie erinnere sich zudem noch genau an die Nacht, als ein Mann sie auf dem Nachhauseweg verfolgt habe, bis sie seinen Atem gespürt habe. «Ich entging knapp einer Vergewaltigung, weil ich ihn lauthals anschrie.» Dies habe ihn derart erschreckt, dass er abgehauen sei. Solche Erlebnisse prägten, betont Holten. «Manchmal werde ich fast zur Männerhasserin, obwohl ich gar keine bin. Denn ich fühle mich wie ein Stück Fleisch wahrgenommen.»

«An den Hintern gegriffen»

Bloggerin Yonni Meyer alias Pony M. schildert auf Facebook unter #metoo ihre «Glanzstücke» der letzten 30 Tage: «Der Mann, der mir im vollen Bus an den Hintern griff. Und zwar so richtig unten rein.» Weiter erwähnt sie einen Mann, der ihr unaufgefordert geschrieben habe, was er mit all ihren Körperöffnungen würde machen wollen. Den Post schliesst sie mit: «Der Mann, der mir ungefragt ins Gesicht sagte, meine Gewichtsabnahme habe mich ‹fickbar› gemacht.»

Auch Bloggerin Paula Deme berichtet von sexueller Belästigung.


Die Journalistin Michèle Binswanger berichtet von einer unangenehmen Begegnung. Bei einem Vorstellungsgespräch sei der Chef plötzlich ganz nah an sie gerückt. Bezüglich dem Lohn solle sie ihm sagen, wie viele Gucci-Schuhe sie Ende Monat haben wolle. «Ich war total irritiert», sagt Binswanger. Jede Frau kenne sexuelle Übergriffe, auch ihre 15-jährige Tochter. Den Männern sei oft gar nicht bewusst, wie bedrohlich ihre Handlungen auf Frauen wirken könnten. Insbesondere am Arbeitsplatz, wo ein Abhängigkeitsverhältnis bestünde, wüssten Frauen oft nicht, wie reagieren. Binswanger hat auf auf Facebook unter dem Hashtag #MeToo andere Frauen dazu aufgefordert, Namen der Täter zu nennen um ihnen das Handwerk zu legen. Dafür kassierte sie negative Reaktionen von Facebook-Hatern. Sie haben den Opfern nicht vorzuschreiben, was sie zu tun hätten.

Bloggerin und Fotografin Andrea Monica Hug macht mit einem Hashtag auf Facebook darauf aufmerksam, Opfer sexueller Belästigung geworden zu sein. Und Gender-Expertin Franziska Schutzbach fragt: «Wie viele Hashtags brauchen wir noch?»


Juso-Präsidentin fordert zum Kampf auf

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello ruft auf Facebook zum Kampf auf:«Liebe Frauen*, niemand von uns muss alleine sein. Organisiert euch! Kämpft!» Sie habe genug von dieser Kultur, die solche Übergriffe zulasse und ihnen dann noch die Schuld daran gebe. Und sie habe genug «von einer Gesellschaft, die nichts unternimmt, wenn über 50 Prozent der Bevölkerung einfach immer wieder angegriffen und bedrängt wird».

Vor einem Jahr forderten Verteidigerinnen der Frauenrechte unter dem Hashtag #SchweizerAufschrei bereits eine Grundsatzdebatte über Sexismus und sexuelle Belästigung in der Gesellschaft. Auslöser war eine Aussage von SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler. Sie hatte behauptet, Frauen machten sich durch naives Verhalten an Vergewaltigungen mitschuldig.

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(bz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter am 17.10.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist nur los mit den heutigen Frauen?

    Ich habe letztens zu einer schönen Kollegin gesagt "das schöne Kleid das Du heute trägst, steht Dir ausgezeichnet". Als is im Anschluss eine Nachricht vom Personaldienst erhalten habe, ich solle mich mit belästigenden Äusserungen zurück halten, verstand ich die Welt nicht mehr. Was ist nur los mit den heutigen Frauen? Darf man einer Kollegin nicht einmal mehr etwas nettes sagen, ohne bereits Vorwürfe riskieren zu müssen. Ich bin völlig irritiert und werde es in Zukunft total unterlassen überhaupt noch etwas zu sagen, damit ich ja keine Kollegin mehr belästige!

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  • Sabrina am 17.10.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin es so leid als Frau...

    Ich fühle mich als Frau langsam von anderen Frauen belästigt die aufzeigen wollen wie schlecht es uns doch in der Schweiz geht. Gehts eigentlich noch? Wir Frauen haben es hier so gut wie kaum jemand sonst in anderen Ländern... Dieses Getue ist bloss die Suche nach 15 Minuten Ruhm. Es geht mir einfach nur noch aufs Güetzi...

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  • Stefan am 17.10.2017 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich fast nicht glauben

    Plötzlich sind alle Frauen ein Opfer von Übergriffen? In Zukunft dürfen wir Männer keine Frau ansprechen geschweige ansehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cyclone Cyclist am 17.10.2017 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Not really!

    Frauen, fahrt einfach Velo. Velofahrer grapschen nicht, die fahren Velo. Velofahrer sind eh die besten Menschen.

  • PhD am 17.10.2017 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Multimedia

    das problem ist ja schon seit jahrzehnten / hunderten bekannt. aus einer anderen sicht: viele texte von songs die in den top 20 sind verherrlichen oft solche geschichten und da ist es "ok".

  • Alex am 17.10.2017 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder hat seine persönliche Grenze!

    Ich muss klar sagen, dass ich einen gewalttätigen sexistischen Affront gegenüber einer Frau oder einem Mann zutiefst verurteile! Aber in dieser Diskussion sollte auch die Grenze zur sozial gesunden menschlichen Interaktion gezogen werden. Ich als Frau mag es Komplimente zu bekommen, auch wenn sie sich NUR auf mein Äusseres beziehen. Schliesslich mach auch ich einer Kolleginen oder einem Kollegen mal Komplimente! Wenn man dies als Belästigung empfindet, dann sollte das auch so kommuniziert werden. Bitte jetzt nicht gleich alle aufmerksamen Männer dämonisieren!!

  • Bo Meier am 17.10.2017 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Me too

    Ist mir auch schon passiert. Und ich bin ein Mann. Aber das zählt wohl nicht.

  • Mensch am 17.10.2017 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Natürlich verstehe ich die Kommentare welche sagen das wir in der Schweiz nicht schlecht dran sind, ABER das gibt keinem das Recht Männer/Frauen zu begrapschen. Weder im Ausgang noch im Coop. Wir sind keine Sexobjekte, für das haben wir in der Schweiz Amorana und co.