Neues Tool aus der Schweiz

11. Juni 2017 05:56; Akt: 11.06.2017 06:17 Print

Potenzielle Terroristen früher erkennen

Die gefährlichen Islamisten von den Wichtigtuern unterscheiden – dieser Aufgabe haben sich Zürcher Forscher angenommen.

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Wissenschaftler des Amtes für Justizvollzug Zürich haben ein Verfahren zur Identifikation potentieller Attentäter entwickelt. Angewendet wird ihre Forschung seit wenigen Wochen beim deutschen Bundeskriminalamt, das mit der Methode die Daten aller Gefährder analysiert.

Ziel ist, die wirklich gefährlichen Islamisten von den Wichtigtuern zu unterscheiden und so die lange Liste der Verdächtigen zu reduzieren, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Polizei verzettelt sich

Laut Professor Jérôme Endrass werden zu viele Ungefährliche überwacht, und dafür fehlen die Ressourcen für die wirklich gefährlichen Täter. «Das grösste Problem sind heute nicht Täter, die nicht auf dem Radar erscheinen, sondern pauschale Risikomodelle, wegen denen sich die Polizei verzettelt. So kommt es zu Attentaten von Jihadisten, die den Behörden eigentlich bekannt waren.»

Und: «Es geht um Gewalt, also muss man nach Gewalt fragen, losgelöst von Extremismus oder Religion. Die Gewaltforschung lehrt, dass jene die Handlungsschwelle überschreiten, die Gewalterfahrungen hatten – ob im Krieg, oder über eine Faszination für Waffen. Vorstrafen wegen Gewalt sind viel relevanter als gepostete Hinrichtungsvideos.»

In der Schweiz gibt es laut Angaben der Behörden rund 90 Personen, von denen eine «ernsthafte Bedrohung» ausgeht.

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc Bjorg am 11.06.2017 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    90 Personen

    Wir wäre es mit 90 Personen ausweisen... Das zu kompliziert?

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  • Travelin am 11.06.2017 06:21 Report Diesen Beitrag melden

    Erkennen ist nicht einfach?

    Einfacher mal bei der Einreise die Leute besser "durchleuchten" und im Zweifelsfall einfach NEIN sagen.

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  • Walter am 11.06.2017 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist nucht das Problem

    Bei allen Anschlägen heisst es nachher immer "der Täter war den Behörden bekannt" also ist nicht das Erkennen das Problem sondern der fehlende Mut oder Bereitschaft zu handeln

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ibn massu am 12.06.2017 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    aufatmen

    ah schön dann haben wir jetzt ja alles im Griff.

  • M.Ensch am 12.06.2017 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie auch immer man es macht, es wird falsch..

    Zum Einen ist doch die Idee einer staatsweiten totalen Sicherheit schon einmal sehr fragwürdig, wie die Geschichte zeigt; zum Anderen ist es sicher, dass Terroristen durch als bedrückend empfundene Verhältnisse geformt werden. Weiterhin steckt hinter dem Antrieb zum Terrorismus auch noch Geltungssucht und Rücksichtslosigkeit, sowie der akute Mangel an Einsicht in das Funktionieren demokratischer Staatlichkeit - wobei sich diese immer mehr selber beseitigt und dabei den Nährboden des Terrorismus zunehmends selber erschafft. Und die Rolle einer gelangweilten und saturierten Jugend ohne Zukunft ?

  • schmiffe am 12.06.2017 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bildbeschreibung

    die grenzwache gehört zum militär nicht polizei

    • Meier am 12.06.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      GWK ist weder noch

      Der GWK gehört dem Finanzministerium an Sie werden jedoch teilweise über das Armeebudget finanziert.

    • schmiffe am 12.06.2017 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @schmiffe

      was disliked ihr hier es ist fakt sie sind zwar dem finanzdepartement unterstellt aber sie unterstehen dem militärstrafrecht

    • schmiffe am 12.06.2017 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Meier

      lies mal bitte meinen kommentar nochmal richtig auch meine ergänzung

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  • Realist am 12.06.2017 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bundesrat schaut einfach zu

    Das grösste Problem sind unsere unfähigen Bundesräte.Der Bundesrat sollte wieder mehr Verantwortung übernehmen.Es muss endlich wieder richtig und hart verhandelt werden mit anderen Ländern.So hätten wir schon längst keine Eritreer mehr.Der Bundesrat führt unser Land in ein Desaster,bei der Einwanderung,bei den Firmen die immer mehr an andere Länder verkauft werden,bei der Krankenkasse etc.Einfach unglaublich,was in Bern geschieht.

  • Ernst Kappeler am 12.06.2017 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährder?!

    Das ist dasselbe, wie wenn man bei einem Haus mit einem defekten Dach immer mehr Eimer hinstellt! Das bringt überhaupt nichts! Wie wäre es, wenn man die Grenzen endlich wieder überwachen würde und diese 'Gefährder' aus dem Verkehr ziehen würde. Ausweisen, einsperren oder was auch immer! Eine der zentralsten Rollen des Staates ist nach wie vor die Gewährleistung der Sicherheit seiner Bürger. Wenn er das nicht mehr machen will/kann, dann brauchen wir ihn schlichtweg nicht mehr! Traurig, aber leider eine Tatsache!