Nati-Trainer, Forscher, Model

03. Januar 2014 10:17; Akt: 03.01.2014 10:17 Print

Das sind die Hoffnungsträger 2014

Neues Jahr, neues Glück: 20 Minuten hat einige Hoffnungsträger gesucht und gefunden. Die sieben Köpfe sind nur eine kleine Auswahl. Viel Spass beim Durchklicken!

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Hitzfelds letztes grosses Turnier
Im Sommer endet eine grosse Trainerkarriere. Ottmar Hitzfeld führt die Schweizer Nationalmannschaft an die WM in Brasilien und versucht dort, seine Pensionierung möglichst lange hinauszuzögern. Dass die Schweiz an der Auslosung aus Topf 1 gezogen wurde, belegt die Fortschritte, die diese Mannschaft unter Hitzfeld gemacht hat. «Das ist der Lohn für die Arbeit des SFV in den letzten Jahren, das ist Image-Gewinn pur, das nährt aber auch Erwartungen, Hoffnungen und Träume», sagt der Nationaltrainer zur Ausgangslage. Er reist mit dem Ziel Achtelfinal nach Brasilien: «Wenn wir dieses Ziel erreichen, ist vieles möglich. Auf jeden Fall wollen wir uns nicht selber Grenzen setzen.» (SCO)

ETH-Forscher bauen CO2-Sauger
Christoph Gebald und Jan Wurzbacher haben mit ihrer Firma Climeworks ein Verfahren entwickelt, um aus der Atmosphäre klimaschädliches Kohlendioxid herauszufiltern und neu zu nutzen. 2014 wird das Zürcher ETH-Spin-off mit 10 Beschäftigten erstmals eine grosse industrielle Anlage in Betrieb nehmen. Diese gewinnt unter Verwendung industrieller Abwärme etwa 1000 Tonnen CO2 pro Jahr, das für die Karbonisierung von Getränken verwendet wird. Für 2016 ist eine Anlage geplant, die aus dem so gewonnenen CO2 1500 Tonnen klimaneutrale Flüssigtreibstoffe produzieren soll. Christoph Gebald freut sich, dass seine Arbeit anerkannt wird: «Die Nominierung ist eine Ehre und zeigt die Aktualität und Relevanz des Themas CO2» (JCG)

Chefunterhänlder Yves Rossier
Der Schweizer Chefunterhändler Yves Rossier soll bis Mitte 2014 ein neues Rahmenabkommen mit der EU stehen. Doch mit den Abstimmungen zur Beschränkung der Einwanderung stehen Vorlagen an, welche die Beziehungen zwischen Bern und Brüssel belasten können. «Der bilaterale Weg würde sicher nicht leichter werden. Es gäbe grosse Unsicherheiten und wir würden eine Lösung gefährden, die für die Schweiz eine Erfolgsgeschichte ist», ist Rossier überzeugt. «Mit einem Ja zur SVP-Initiative würden wir uns ins Offside manövrieren: Der Wirtschaft würden noch mehr Fachkräfte fehlen, ohne dass wir dafür weniger Einwanderung hätten.» (ALA)

Papst Franziskus
Er bricht mit päpstlichen Traditionen, bewegt die katholische Kirche und berührt mit seiner bescheidenen Art auch Menschen, die mit Religion wenig am Hut haben. Die Zeitschrift «Time» hat Papst Franziskus zur Person des Jahres gekürt. Hier steht er als einer der Hoffnungsträger für 2014. Mit seiner Kritik an der Geldgier der Finanzmärkte und am Kapitalismus, den er als «eine neue Form der Tyrannei» bezeichnete, sorgt er für viel Begeisterung – vor allem unter den Armen. Vielleicht kann der Argentinier Brücken bauen zwischen Nord und Süd, zwischen Arm und Reich. (KLE)

Haussmanns Uepaa rettet Leben
«Als Gründer ist man 200% vom ideologischen und kommerziellen Erfolg seines Produktes überzeugt. Ich bin daher sehr stolz darauf, was mein Team und ich im vergangenen Jahr erreichen konnten. Dass dieses Engagement auch von aussen wahrgenommen und positiv aufgenommen wird, sprich, dass wir als Hoffnungsträger 2014 ausgewählt wurden, ehrt uns sehr», sagt Mathias Haussmann, CEO und Gründer von Uepaa. Die App zur Bergrettung von verunfallten Personen erkennt, wenn Nutzer in einen Unfall verwickelt sind und holt Hilfe – auch wenn kein Handynetz verfügbar ist. Auch wurde das Tool beim Best of Swiss Apps prämiert. Entstanden ist die Uepaa-Idee aus Eigeninteresse des CEOs: «Ich war 2010 alleine in den Bergen unterwegs und wollte mich besser schützen», sagt Haussmann. Seit Kurzem ist Uepaa auch in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich verfügbar. 2014 sollen weitere Länder folgen. Für die Zukunft sind weitere Alarm-Funktionen im Gespräch, etwa bei Kidnapping oder bei sexuellen Übergriffen (TOB)

Wirtschaftsboss Heinz Karrer
Heinz Karrer, seit September 2013 Präsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse, ist unser Hoffnungsträger der Schweizer Wirtschaft. Karrer will mehr Miteinander statt Gegeneinander für die Schweiz: «Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass der Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wieder intensiviert wird», sagt er. Um die Schweiz wettbewerbsfähig zu halten, «braucht es weitsichtige Entscheidungen bei den kontraproduktiven Initiativen, über die wir dieses Jahr abstimmen.» Karrer spricht damit die Einwanderungsinitiativen an. (HOY)

Topmodel Anja Leuenberger
Sie hat 2013 geschafft, wovon alle Models träumen: Anja Leuenberger konnte sich am notorisch schwierigen Markt USA durchsetzen. An der New York Fashion Week lief die 21-Jährige im September eine Show nach der anderen, im November folgte das nächste Highlight: Leuenberger wurde für den Online-Katalog von Victoria's Secret angeheuert. Für 2014 hat sie beste Chancen, sogar einer der legendären Engel des Marke zu werden, die mit Flügeln und sündigen Dessous über den Laufsteg schweben. Sollte dies der Aargauerin gelingen, wäre sie im Model-Olymp angekommen. Wir glauben, dass sie das Zeug dazu hat. Ihr läge dann die Welt zu Füssen - inklusive eines Hollywood-Boyfriends! (CAT)

Das Wetter
2013 geht als das Jahr mit dem miesesten Frühling in die Wettergeschichte ein. Es gab gefühlte zwei Sonnentage in den ersten fünf Monaten. Dann schlug der Sommer mit Tropenhitze zu. Den einen wars ein Genuss, den anderen schlicht zu heiss. Abkühlung kam in Form von Mega-Gewittern, mit Hagelstürmen und Sturzfluten. Die Schweiz wurde durchgeschüttelt, das eidgenössische Turnfest zum Sturmfest mit 80 Verletzten. Der Herbst machte dann zwar einen auf goldig, aber auch das nur zwischendurch. Darum hoffen wir für 2014 auf besseres, sprich normales Wetter, möglichst mit vier Jahreszeiten.(ZUM)