Rekordmengen

08. Juni 2012 21:15; Akt: 08.06.2012 21:19 Print

Nach Unwetter - Lage entspannt sichNach Unwetter - Lage entspannt sich

Seit Donnerstagabend hielten die schweren Regenfällen hunderte Einsatzkräfte in Atem. Zahlreich Bäche traten über die Ufer. Doch so langsam beruhigt sich die Situation.

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Jede Menge Wasser: Die Schwelle bei der Sportanlage Sihlhoelzli in Zürich nach dem heftigen Regen am 8. Juni 2012. Das heftige Unwetter, das am 7. Juni über die Schweiz zog, sorgte für Überschwemmungen, Sturm- und Hagelschäden. Die starken Regenfälle dauern an. Ganze Regionen sind überflutet. Dieses Bild wurde in der Nähe des Verkehrshauses in Luzern geschossen. Sogar die A2 steht unter Wasser. Die Autobahnunterführung in Rothenburg LU steht komplett unter Wasser. Ebenso die Haldenstrasse in Luzern. Die Strasse verläuft entlang des Vierwaldstättersees. Luxushotels säumen den Weg. In Malters LU giesst es wie aus Kübeln. Im Stadtluzerner Quartier Würzenbach strömen Sturzbäche über die Strasse. Auch durch Meierskappel LU strömt ein Fluss. Das Dorf ist mehrheitlich überschwemmt. Bereits gestern sorgte der strömende Regen für Probleme. Am Abend floss das Wasser durch das Dach in den S-Bahnhof Zürich. Im Bahnhof Schaffhausen standen 10 bis 15 Zentimeter Wasser in der Unterführung. Statt laufen war klettern angesagt. Zahlreiche Strassen wurden überflutet. In Kölliken AG standen die Gärten unter Wasser. Die Fenster der Aktenmühle Basel wurden vom Hagel zerstört. In Zürich wurde ein provisorisches Dach weggeweht. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Zürich-Triemli. Zürich-Triemli. Der Hagel hinterliess seine Spuren in Basel-Kleinhüningen. In der Innerschweiz traten mehrere Bäche über die Ufer. In Meierskappel LU war das Gelände des Country-Festivals betroffen. In Meierskappel LU überschwemmte ein Bach das Dorfzentrum. Der Bahnhof Root LU am Donnerstagabend. Uster ZH Uster ZH. Zürich-Schwamendingen Zürich-Schwamendingen. Ein Lindenbaum stürzte auf eine Gartenlaube in Rüti ZH Wädenswil ZH Emmenbrücke LU. Luzern. Emmen, Luzern Auf der Autobahn von Zug nach Schwyz. Küssnacht am Rigi SZ. Küssnacht am Rigi SZ. Überlaufende Abwasserkanäle in Zug. Die dunklen Wolken über Basel liessen nichts Gutes erahnen. Die Hagelkörner, die folgten, hatten es in sich. Basel-Kleinhüningen. Basel. Bei der Migros Schönthal in Füllinsdorf BL. Riehen BS. Riehen BS. Basel-St.Johann. Basel. Hohe Wellen am Genfersee. Villeneuve VD Villeneuve VD Umgekippte Absperrgitter beim Kids-Lauf in Biel. Fassadenschaden in Biel. Balsthal SO Beromünster LU Im Schwimmbad Möhlin AG In Zürich-Oerlikon hat der Sturm das Mobiliar eines Restaurants in Mitleidenschaft gezogen. Das Mobiliar wurde schleunigst in Sicherheit gebracht. Schaffhausen Sturmstimmung über Wetzikon ZH Und noch einige Hagelkörner aus der Region Basel.

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Nach heftigen Unwettern am Donnerstagabend hat sich die Situation in den betroffenen Regionen am Freitag weitgehend entspannt. Es regnte zwar immer noch in vielen Teilen der Schweiz, doch nicht mehr so heftig wie in der vorangegangenen Nacht.

Am stärksten hatte es zwischen Donnerstagmorgen und Freitagmorgen in der Zentralschweiz geregnet. So wurden in diesem Zeitraum auf der Linie Malters-Emmen-Root bis zum Zugersee bis zu 78 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Das ist mehr als die Hälfte des Niederschlags, der im ganzen Juni im langjährigen Mittel in dieser Region fällt. Die heftigen Regenfälle waren indes sehr lokal: In der Stadt Luzern selber fielen in dieser Zeit nur etwa 30 Liter.

Viel Regen gab es zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagnachmittag auch im Emmental. Gemäss Meteonews fielen auf dem Napf BE/LU über 80,8 Liter, im nahen Langnau waren es 80 Liter.

Vom Emmental über die Zentralschweiz und den oberen Zürichsee bis in den Kanton Thurgau fielen im Durchschnitt 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter. In der Romandie waren es 30 Liter, in den Bergen dagegen regnete es nur wenig.

Viele Einsätze der Feuerwehren

Entsprechend der Niederschlagsmenge gab es die grössten Schäden in der Innerschweiz. Betroffen waren nach Behördenangaben vor allem die Region zwischen Rotkreuz und Risch im Kanton Zug sowie das Gebiet östlich der Stadt Luzern. Wegen eines Hochwassers war die Bahnstrecke zwischen Rotkreuz und Hünenberg Chämleten am vorübergehend unterbrochen.

In mehreren Schwyzer Ortschaften mussten die Feuerwehren auch noch am Freitagmittag ausrücken, weil Bäche über die Ufer traten. Auch in Wohnungen kam es laut Kantonspolizei zu Wassereinbrüchen.

Bei der Berner Kantonspolizei waren insgesamt 20 Meldungen eingegangen, vor allem aus dem Emmental sowie aus den Regionen Biel und Thun. Zu grösseren Behinderungen im Strassen- oder Bahnverkehr kam es aber nicht.

In Basel die ganze Nacht im Einsatz

In Basel-Stadt stand die Berufsfeuerwehr in der Nacht im Dauereinsatz, wie das Sicherheitsdepartement mitteilte. Sie musste vor allem geknickte Bäume und Äste zersägen und wegräumen, in vielen Liegenschaften kam es zu Wasser- und Hagelschäden. Insgesamt musste die Feuerwehr 18 Mal ausrücken. In Baselland leistete die Feuerwehr 16 Einsätze.

Im Kanton Zürich musste Schutz & Rettung in der Nacht auf Freitag insgesamt 36 Mal ausrücken. Auf Strassen gestürzte Bäume sowie überflutete Keller und Tiefgaragen hielten die Equipen auf Trab. Auf dem Greifensee benötigte ein Ruderer Hilfe. In Oberengstringen ZH erlitt eine Velofahrerin leichte Prellungen wegen einer losgerissenen Baustellenabschrankung.

(sda)