Gleichstellung

08. März 2017 18:16; Akt: 08.03.2017 18:16 Print

«Es braucht keinen Weltfrauentag»

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hält den Tag der Frau für überflüssig. Andere Politikerinnen wehren sich und erzählen, wo sie schon diskriminiert wurden.

Mit dem Stricken einer pinken Mütze machten Politiker auf die Gleichstellung zwischen Männer und Frauen aufmerksam. 20 Minuten hat Politikerinnen gefragt, wo sie heute Diskrimierung erleben.
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Am heutigen Internationalen Frauentag soll über die Gleichstellung der Geschlechter diskutiert werden. SVP-Nationalrätin Natalie Rickli findet ein solche Debatte jedoch unnötig: «Ich bin jeden Tag eine Frau und freue mich darüber. Es braucht keinen Tag der Frau und überholte Rezepte aus der feministischen Mottenkiste», schreibt sie auf Twitter. Im Landbote doppelte Rickli gar noch nach: «Eine Frau kann heute alles erreichen, was sie will.»

Anderer Meinung sind da Frauen aus dem links-grünen Lager: Sibel Arslan (Grüne) beispielsweise betont, dass ein solcher Tag «nötiger denn je» sei, da heute Populismus und Frauenfeindlichkeit immer mehr salonfähig würden.

«Machen Sie doch Zahnpasta-Werbung statt Politik»

Auch SP-Nationalrätin Mattea Meyer findet, dass die Gleichstellung noch längst nicht erreicht sei und es darum nötig sei, für Lohngleichheit, einen Elternurlaub oder gegen sexistische Kommentare zu protestieren.

Von solchen diskriminierenden Äusserungen sei Meyer auch schon persönlich betroffen gewesen, erzählt sie: «Nach einem Auftritt in der ‹Arena› habe ich ein Mail bekommen, in dem mir jemand schrieb, dass ich besser Werbung für Zahnpasta machen und aus der Politik verschwinden solle.»

Welche Diskriminierungen sich die Politikerinnen schon gefallen lassen mussten, wie sie reagieren, wenn das Wort «Powerfrau» fällt, und ob sie als Frau auch schon Vorteile gegenüber Männern hatten, sehen Sie im Video.

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sabrina am 08.03.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Ich finde es braucht keinen Weltfrauentag. Bei uns ist die Gleichstellung völlig ausreichend, ich finde es sollte auch ein paar Unterschiede geben dürfen. Beide Geschlechter haben Vor - und Nachteile.

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  • f.m am 08.03.2017 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    peinlich

    Stimmt, männliche Politiker bekommen ja mit Sicherheit nie irgendwelche Mails in denen sie kritisiert werden. Einfach nur peinlich...

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  • Alisea am 08.03.2017 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau so ist es!

    Frau Rickli sagt genau das, was ich denke!

Die neusten Leser-Kommentare

  • PM am 14.03.2017 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das nennt man Gleichberechtigung

    Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 85 Jahre und das der Männer 81 Jahre. Der Lebensabend für die Frauen nach der Pension beträgt 21 Jahre und bei den Männern 16 Jahre.

  • PM am 14.03.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht korrekt

    Die Lohnerhebungen des BFS sind nicht korrekt. Zentrale Parameter wie berufliche Erfahrung, Weiterbildungen oder Erwerbsunterbrüche wurden vom BFS nicht berücksichtigt. Das beste an der Sache ist folgendes: Sogar eine Bundesrätin stützt sich auf die nicht korrekten Lohnerhebungen des BFS. Den sie möchte unbedingt eine Lohnpolizei einführen.

  • PM am 14.03.2017 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als Geldesel missbraucht

    Nach Verursacherprinzip müssten die Frauen bis 69 und die Männer nur bis 64 arbeiten. Aber warum trifft das nicht zu? Die Männer werden als Geldesel missbraucht. Den die Männer müssen die jährlichen Mehrkosten der Frauen von 15,5 Milliarden Franken bezahlen.

  • MP am 14.03.2017 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Männer werden diskriminiert

    In der Schweiz werden die Männer und nicht die Frauen diskriminiert. Deswegen braucht es in der Schweiz einen Männertag und keinen Frauentag

  • Ueli der Schweizer. am 09.03.2017 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Typische der Sicht der SVP-Frauen:

    Jeder weiss, dass es auch in der Schweiz noch viel zu verbessern gibt, denk nur an die ungleiche Löhne, aber wir wissen ja, dass solche Sachen die SVP nicht interessiert. Verschiebungen in aktuelle Macht- und Finanzstrukturen sind nicht gewünscht. Bekannt sind ja auch die politische Aussagen gegen Frauenemanzipation und Frauenrechten. Peinlich, dass ein Frau so denken kann und die Augen verschliesst für die Wahrheit und Not worin noch zu viele Frauen verkehren in eine Gesellschaft, wo viele Männer und leider auch Frauen Angst haben für Änderungen.

    • MP am 14.03.2017 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli der Schweizer.

      Das mit den Löhnen stimmt leider nicht. Die Lohnerhebungen des BFS sind nicht korrekt. Wichtige Parameter werden bewusst nicht berücksichtigt. Dadurch entstehen die falschen Differenzen. Sogar eine Bundesrätin stützt sich auf die nicht korrekten Lohnerhebungen. Sie möchte unbedingt eine Lohnpolizei einführen.

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