Prekäre Strassenverhältnisse

13. Januar 2017 21:29; Akt: 13.01.2017 21:56 Print

Über 100 Verkehrsunfälle fordern Tote und Verletzte

Der Wintereinfall hat in der Schweiz vielerorts für prekäre Strassenverhältnisse gesorgt. Zwei Menschen kamen bei Unfällen ums Leben.

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Am heutigen Freitag kam es auf den Schweizer Strassen zu Dutzenden Unfällen. Allein in den Kantonen Zürich und Bern zählten die Behörden über 100 Kollisionen. In den meisten Fällen kamen die Betroffenen mit Verletzungen davon, für zwei Autofahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Viele der Unfälle dürften wohl auf die prekären Strassenverhältnisse zurückzuführen sein. Die vom Sturmtief «Egon» eingeleitete Rückkehr des Winters sorgte bis ins Flachland für Schnee und Glatteis auf den Strassen. Die Behörden ermitteln vielerorts die genaue Unfallursache aber noch.

Zwei Tote in Bern und im Wallis

Ein tödlicher Unfall ereignete sich am späten Vormittag in Schüpbach Richung Langnau BE, wo eine 23-jährige Autolenkerin aus vorerst unbekannten Gründen mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte. Sie verstarb noch am Unfallort. Ob beim Unfall die Witterung eine Rolle spielte, klärt die Polizei ab. Die Berner Kantonspolizei registrierte bis Mitte Nachmittag 56 Unfälle mit neun Verletzten.

Im Wallis ereignete sich am Nachmittag im Siders-Tunnel auf der A9 ein tödlicher Selbstunfall. Ein 76-jähriger Autolenker war am Nachmittag aus noch ungeklärten Gründen mit seinem Auto nach rechts geraten und gegen eine Tunnelnische geprallt. Er erlag auf der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Autobahn musste zwischen Siders-Ost und Siders-West in Richtung Sitten vorübergehend gesperrt werden.

Schwerer Unfall in Oberentfelden

In Oberentfelden AG kollidierte eine Autolenkerin am Morgen frontal mit einem Lastenwagen. Die 60-jährige Lenkerin erlitt mittelschwere Verletzungen. Es entstand ein Sachschaden von 100'000 Franken. Die Lenkerin geriet aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Der Lastwagenfahrer versuchte, auszuweichen und bremste ab, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Die Kollision liess sich jedoch nicht mehr verhindern.

Schulkinder aus La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuenburg hatten heute Glück im Unglück. Am Freitagnachmittag geriet einer von zwei Bussen bei der Rückkehr aus dem Skilager ins Rutschen und verunfallte. Keines der 55 Schulkinder und der acht Begleitenden wurde verletzt, wie die Nachrichtenagentur sda schreibt.

Massenkarambolage im Kanton Luzern

Am Mittag zog heftiges Schneegestöber über den Kanton Luzern. Dieses führte im Nu zu Glatteis und schneebedeckten Verkehrswegen. Innerhalb von eineinhalb Stunden kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen auf der Autobahn A2 und Hauptstrassen, die drei Verletzte forderten.

Eine Massenkarambolage ereignete sich bei der Ausfahrt des Eich-Tunnels LU, als der Kolonnenverkehr ins Stocken geriet (20 Minuten berichtete). In den Unfall waren zehn Autos sowie ein Lieferwagen verwickelt, sieben Personen wurden leicht verletzt.

(mch/sda)