Kampf der Korruption

07. November 2012 14:55; Akt: 07.11.2012 14:55 Print

Bundesrat nimmt Sportbetrug ins Visier

Der Bundesrat möchte schärfer gegen Korruption und Manipulation im Sport vorgehen. Die Skandale der letzten Jahre hätten gezeigt, dass die bisherigen Massnahmen nicht genügen.

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13. November 2012: Die . Ihnen konnte kein Vergehen nachgewiesen werden. 19. März 2012: 19. Mai 2011: hinter Gitter. 16. Dezember 2010: Vor dem Bochumer Oberlandgericht kommt an den Tag, dass 26.11.2010: Der angeklagte Wettbürobetreiber Nürretin G. und belastet die ehemaligen Osnabrück-Profis Thomas Cichon (Bild), Marcel Schuon und Bilal Aziz schwer. 21.2.2010: Der Schweizer Fussballverband zwischen einem und drei Jahren für ihre Verwicklung in den Wettskandal, darunter Pape Omar Fayé (Bild, Ex-Thun). 3.2.2010: Der ehemalige Gossau-Keeper 12.1.2010: Der Schweizer Erstligist suspendiert seinen Stürmer Gudelj Boze im Zusammenhang mit dem Wettskandal. Er soll auf ein eigenes Spiel gewettet, dieses aber nicht selber manipuliert haben. 22.12.2009: Ein zu haben. Der Betroffene weist alle Vorwürfe von sich. 12.12.2009: Laut dem «Spiegel» haben die Ermittlungen wegen verschobener Fussballspiele einen Hinweis auf die sogenannten Döner-Morde in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2006 ergeben. Dabei wurden ohne erkennbares Motiv acht Türken und ein Grieche erschossen - mit derselben Waffe. 02.12.2009: Gossau - Thun 4:3, Thun - Stade Nyonnais 1:1, Yverdon - Thun 5:1, Wil - St. Gallen 1:1, Thun - Biel 2:2, Locarno - Thun 4:1, Yverdon - Wil 1:1, Wil - Thun 2:0, Wohlen - Gossau 2:0, Wil - Biel 3:0, Gossau - Locarno 0:4, La Chaux-de-Fonds - Thun 0:1, Servette - Gossau 4:0 Solothurn - Thun 0:1, Biel - Fribourg 2:0 Gossau - Wohlen 1:3, Thun - Stade Nyonnais 9:0, Schaffhausen - Vaduz 1:1, Lugano - Gossau 7:0 02.12.2009: Gemäss der Bundesanwaltschaft sind 02.12.2009: In ins Visier der Ermittler gerückt sein. 02.12.2009: Der unter Verdacht stehen. 28.11.2009: Der FC Thun gibt bekannt, dass worden waren. Ausser dem bereits suspendierten Pape Omar Fayé ging keiner auf die Manipulations-Aufforderung ein. 26.11.2009: Roland Gnägi, Präsident des FC Gossau, gibt die Spiele des FCG bekannt, die im Fokus der Ermittler stehen: 17.04.09: FCG - FC Thun 4:3 24.05.09 FCG - FC Locarno 0:4 30.05.09 Servette FC - FCG 4:0 09.08.09 FCG - FC Wohlen 1:3 26.09.09 FC Lugano - FCG 7:0. 25.11.2009: Der erlitten hatten. Derzeit ist unklar, ob Leite als Auskunftsperson oder Verdächtiger ausgesagt hat. Laut dem Challenge-Ligisten bestreitet der Keeper jegliche Beteiligung an Wettmanipulationen. 25.11.2009: - EL-Qualifikation, 2. Runde vom 16.7.2009: Bnei Yehuda Tel Aviv - FC Dinaburg 4:0. - EL-Qualifikation, 2. Runde vom 16. Juli 2009: Rapid Wien - KSV Vllaznia 5:0. - CL-Qualifikation, 2. Runde vom 21. Juli 2009: Stabaek IF - KF Tirana 4:0. - EL-Qualifikation, 2. Runde vom 23.7.2009: FC Dinaburg - Bnei Yehuda Tel Aviv 0:1. - EL-Qualifikation, 2. Runde vom 23. Juli 2009: KS Vllaznia - Rapid Wien 0:3. - EL-Qualifikation, 3. Runde vom 30. Juli 2009: Fenerbahce Istanbul - Honved Budapest 5:1. - EL-Qualifikation, 3. Runde vom 6. August 2009: NK Ljubljana - FC Metalurg Donezk 0:3. 25.11.2009: Die . Dort wird bekannt, dass neu fünf Klubs betroffen sind. Es sind dies: KF Tirana, KS Vilaznia (beide Albanien), FC Dinaburg (Lettland), NK IB Ljubljana (Slowenien) sowie Honved Budapest (Ungarn). 25.11.2009: Gemäss dem «Tages-Anzeiger» sollen die Wettbetrüger haben. Er habe abgelehnt. 25.11.2009: In Deutschland gibt es erste Spielergeständnisse. , bei zwei Partien bestochen worden zu sein. Ein weiterer Spieler solle bei den geplanten Manipulationen wieder abgesprungen sein. 24.11.2009. Der Skandal erreicht als zehntes Land sollen dort unter Manipulationsverdacht stehen. 24.11.2009: Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft (BA) in der Betrugsaffäre um Fussballwetten richten sich . Dies gab BA-Sprecherin Jeannette Balmer am Dienstag bekannt. 24.11.2009: Gemäss der «Sunday Times» sollen auch im Wettsumpf stecken. 24.11.2009: Die Betrüger sollen gar selbst Fussballer bei Vereinen installieren. Davon betroffen soll unter anderem auch der bosnischen Klub NK Travnik sein, gegen welchen Sion und Xamax im Sommer Testpiele absolvierten. 24.11.2009: Die Super-League-Vereine . Der bulgarische Erstligist Mezdra habe zweimal absichtlich 0:5 verloren - «dank» späten Eigentoren und Elfmetern. Die Schweizer Teams sind schuldlos. 24.11.2009: Die Swiss Football League (SFL) hat von der Bundesanwaltschaft in der Wettbetrugsaffäre erhalten. Mehr Details wurden aber nicht bekannt gegeben. 24.11.2009: Als drittes Spiel der vom 17. April Gegenstand der Ermittlungen. Dies habe eine Befragung des senegalesischen Stürmers Pape Omar Faye durch einen internen Ausschuss des Vereins ergeben. 23.11.2009: Auch wurde nach dem Training von einem unbekannten Mann kontaktiert, ob er Geld verdienen wolle. Er lehnte ab und meldete den Vorfall der Polizei. 23.11.2009: Der ehemalige 23.11.2009: Im Zusammenhang mit der Partie Gossau - Locarno (0:4) gerät der damalige . Dieser ist aber abgetaucht und soll in seine Heimat geflüchtet sein. Sein aktueller Verein Linth 04 will ihn vorerst nicht suspendieren. 23.11.2009: Nächste Namen werden bekannt: gestand seinem Präsidenten, dass beim Spiel gegen Locarno (0:4) wohl nicht alles sauber ablief. Er wird intern gesperrt. 23.11.2009: In . Unter ihnen auch Giuseppe Postiglione, Präsident des Drittligisten Potenza. Sie sollen schon 2008 Spiele gefälscht haben. 23.11.2009: Der zur Lage in Deutschland. DFB-Präsident Theo Zwanziger gibt zu, dass «ein Sportverband absolut überfordert» ist. 23.11.2009: Die teilt mit, dass sie aus ermittlungstaktischen Gründen bis auf Weiteres keine Details zum Wettskandal in der Schweiz bekannt gibt. 22.11.2009: Der FC Thun sperrt vor dem Cupspiel gegen Winterthur seinen . Dies obwohl nicht bekannt ist, ob er in den Skandal mit verwickelt ist. 22.11.2009: Ebenfalls im April 2009 fand das , hier sollen Schmiergelder für eine Heim-Niederlage von Ankaraspor mit zwei Toren Unterschied geflossen sein. Ergebnis: 0:2. Angeblicher Wettgewinn: 18 500 Euro bei 10 000 Euro Einsatz. 22.11.2009: In Kroatien steht das vom 26. April 2009 im Fokus der Ermittler. Kicker aus Zadar sollen 30 000 Euro dafür erhalten haben, dass sie ihr Heimspiel hoch verlieren. Ergebnis: 0:3. Wetteinsatz: 70 000 Euro. Da auf dieses Spiel in einer Kombination mit anderen Begegnungen gewettet worden sei, die nicht wie gewünscht geendet hätten, seien die Einsätze verloren gegangen. 22.11.2009: In Belgien werden die Partien des näher unter die Lupe genommen. Am 14. und 21. März 2009 sollen die Mittelsmänner einer angeblich türkischen Wettbetrüger-Bande bei einem Wetteinsatz von total 100 000 Euro einen Gewinn von knapp 60 000 Euro abgeschöpft haben. Es handelt sich um Olympique Charleroi - UR Namur (14. März 2009), Ergebnis: 3:0 für die Heimmannschaft. Bei einem Wetteinsatz von 50 000 Euro sollen 17 500 Euro Gewinn herausgesprungen sein. 22.11.2009: Und um: UR Namur - Oud-Hevelee Leuven (21. März 2009): Spieler von Namur sollen erneut bestochen worden sein, damit sie mit zwei Toren Unterschied verlieren. Ergebnis: 0:2. Die mutmasslichen Täter sollen bei einem Wetteinsatz von 100 000 Euro einen Gewinn von 39 000 Euro erzielt haben. 22.11.2009: Bei handeln. Dabei wurden mehreren Spielern Summen bis zu 20 000 Euro für eine Niederlage des Heimteams mit mindestens zwei Toren Unterschied geboten. Mit dem Ergebnis, dass das Spiel 0:4 endete und die mussmasslichen Betrüger knapp 150 000 Euro auf ihr Konto häuften. 22.11.2009: 60 000 Euro. 21.11.2009: Im Rahmen der Betrügereien soll auch ein betroffen sein. Die Schweizer Klubs seien allerdings unschuldig. Sion Präsident Christian Constantin glaubt nicht, dass in der Super League Spiele manipuliert werden. Trotzdem lässt er vor brisanten Spielen seine Spieler überwachen. Beim Spiel gegen die Bosnier ist ihm aber nichts aufgefallen. 21.11.2009: Erste Namen werden bekannt. Die angeblich festgenommen. 21.11.2009: Erste Namen werden bekannt. Die angeblich festgenommen. 21.11.2009: Erste Namen werden bekannt. Die angeblich festgenommen. 21.11.2009: Erste Namen werden bekannt. Die angeblich festgenommen. 21.11.2009: In der Schweiz werden ebenfalls erste Verdächtige bekannt. Roland Gnägi vom sagt, dass kriminelle Machenschaften in seinem Verein möglich gewesen wären. 20.11.2009: Erste konkrete Hinweise werden bekannt. So sollen im Visier der Ermittler stehen. Betroffen sind bei Osnabrück demnach die beiden Auswärtsspiele beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai. Bei Ulm ein Testspiel gegen Fenerbahçe im Juli. 20.11.2009: Wie schon im Fall Hoyzer werden unter anderem die festgenommen. Sie sollen Teil der Betrügerbande sein, welche aus Deutschland aus alles koordinierte. 20.11.2009: : (22 Challenge League, 6 Testspiele) (32 Spiele:4 in der 2. Bundesliga, 3 in der 3. Liga, 18 in der Regionalliga, 5 in der Oberliga, 2 im U19-Bereich) (11 Spiele der ersten und zweiten Liga) (8 Spiele der obersten Liga) (14 Spiele der obersten Liga) (29 Spiele ab der obersten Liga) (17 Spiele der 2. Liga). (12 Spiele der Europa League und 3 der Champions League). 20.11.2009: Die Staatsanwaltschaft Bochum informiert an einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen. . Dabei wurde Bargeld von mehr als einer Million gesichert. Es fanden mehr als 50 Hausdurchsuchungen statt. 19.11.2009: Die Vorboten des Wettskandals dringen ans Licht. .

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Der Bundesrat hat am Mittwoch den Bericht über Korruption und Wettkampfmanipulation im Sport genehmigt. Zur Bekämpfung von Manipulationen fasst er unter anderem die Einführung eines neuen Straftatbestands Sportbetrug ins Auge.

Der Bericht schlägt weiter vor, zu prüfen, ob Mitglieder nationaler und internationaler Sportverbände mit Sitz in der Schweiz dem Schweizer Korruptionsstrafrecht unterstellt werden sollen. Ausserdem soll die internationale Zusammenarbeit ausgebaut werden.

Zwar hält der Bericht fest, dass die Bekämpfung der Korruption zunächst Aufgabe der Sportverbände selbst sei. Die Skandale der letzten Jahre hätten jedoch gezeigt, «dass die bisherigen Massnahmen der (internationalen) Sportverbände nicht ausreichen, um Korruption effizient zu verhindern».

Nun braucht es Regelungsvorschläge

Das Papier geht zurück auf eine Motion von SVP-Nationalrat Roland Büchel (SG). Dieser hatte einen Bericht bereits für Ende vergangenen Jahres gefordert. 2011 beschloss der Ständerat jedoch, diese Frist zu verlängern, und überwies ein Postulat an den Bundesrat, das einen Bericht bis Ende 2012 verlangte.

Der Bundesrat hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) sowie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nun beauftragt, auf der Grundlage des Berichts konkrete Regelungsvorschläge auszuarbeiten.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hanspeter Meier am 07.11.2012 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Korruption im Bundeshaus?

    wann schmeisst der Bundesrat endlich die sogenannten "Lobbyisten" aus dem Bundeshaus? Da fliesst doch Schmiergeld unter aller Augen und die Politiker füllen sich ihre Tasten. Im Sport kann man dann später immer noch aufräumen.

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