Tötungsdelikt im Seefeld

01. September 2016 13:04; Akt: 01.09.2016 14:07 Print

«Aktenzeichen XY» fahndet nach Tobias Kuster

Der entflohene Häftling Tobias Kuster steht unter Verdacht, im Zürcher Seefeld einen 42-jährigen Mann getötet zu haben. Nun nimmt sich eine berühmte Kriminalsendung des Falls an.

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Seit dem Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld sind gut zwei Monate vergangen. Die Polizei fahndet noch immer nach Tobias Kuster. Der 23-Jährige steht unter Mordverdacht.

Nun unternimmt die Kantonspolizei Zürich einen weiteren Schritt: Der Fall wird von der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» aufgenommen, wie der «Blick» schreibt. Ziel der Sendung ist die Aufklärung von Verbrechen mithilfe von Zuschauerhinweisen. Dabei werden die jeweiligen Fälle in Form von filmischen Rekonstruktionen veranschaulicht.

«Es ist sicher nicht das letzte Mittel, aber eine weitere Stufe in der Fahndung nach Tobias Kuster», sagt Ralph Hirt von der Kantonspolizei Zürich zu «Blick».

Ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Anfang Juli ist im Seefeld in der Nähe des Bahnhofs Tiefenbrunnen ein 42-jähriger Mann umgebracht worden. Der Mann war auf offener Strasse schwer verletzt zusammengebrochen und trotz Wiederbelebungsversuchen noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die Stadtpolizei Zürich konnte einen Verdächtigen verhaften, der kurz nach der Tat beim Bahnhof Tiefenbrunnen über die Gleise gerannt war. Der 25-Jährige wurde jedoch kurz darauf aus der Untersuchungshaft entlassen.

Gefahndet wird seither lediglich nach Tobias Kuster, der nicht aus seinem Hafturlaub in die Strafanstalt Pöschwies zurückgekehrt war. Er war wegen Gewalttaten inhaftiert. Die Kantonspolizei Zürich hat für Hinweise eine Belohnung von 10'000 Franken ausgesetzt.

(kat)