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Nach Umfrage-Debakel
24. Januar 2010 00:00; Akt: 24.01.2010 00:00 Print
Parteien machen Druck auf Claude Longchamp
Die Kritik an Meinungsforscher Claude Longchamp wächst. Kommende Woche werden sich die grossen Parteien in einem gemeinsamen Schreiben an die SRG wenden. Sie wollen Details zu Longchamps Umfragemethode.

Haben der Warnfinger und die Fliege bald ausgedient? Claude Longchamp in der Kritik. (Bild: Keystone)
Die Parteien wollen prüfen lassen, ob Claude Longchamp zur Veröffentlichung von «Rohdaten und Methodik» seiner Abstimmungs-Umfragen gezwungen werden sollte. Das schreibt die «SonntagsZeitung» in ihrer heutigen Ausgabe. Anlass für die Diskussion ist die misslungene Minarett-Umfrage des Meinungsforschers. Auch eine aktuelle Befragung zur Pensionskassen-Abstimmung wirft ein schiefes Licht auf Longchamps Firma GfS Bern. Bei einem Befragungs-Interview erläuterte eine GfS-Mitarbeiterin die Folgen einer Senkung des Umwandlungssatzes: Die Renten würden zwar «kleiner», dafür aber «länger» ausbezahlt. Dies ist ein offensichtlicher Unsinn, denn die Dauer der Pensionskassen-Bezüge hängt nicht vom Umwandlungssatz ab – die Rente wird bis ans Lebensende ausbezahlt. «Mit meinem Hinweis auf den sachlichen Fehler konnte die Frau am Telefon nichts anfangen», erzählt der Befragte.
(kub)



























