Drogenhanf oder nicht?

22. August 2017 18:42; Akt: 22.08.2017 18:52 Print

Zürcher Polizei setzt ab sofort CBD-Schnelltest ein

Wer gern CBD raucht, muss bald keine Bussen mehr fürchten. Seit wenigen Tagen verfügen einzelne Polizisten der Stadt- und Kantonspolizei Zürich über einen Vortest.

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Viel früher als erwartet gibt es einen CBD-Schnelltest. Die Stadt- und die Kantonspolizei Zürich evaluieren derzeit mit dem Forensischen Institut Zürich einen Vortest, mit dem es möglich ist, Drogenhanf von CBD-Hanf zu unterscheiden. Die Entwicklung ist schon so weit fortgeschritten, dass der Vortest bereits eingesetzt wird, wie Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei bestätigt: «Der Vortest steht nun während einer mehrwöchigen Testphase einzelnen Polizeiangehörigen der Stadtpolizeien Zürich und Winterthur sowie der Kantonspolizei Zürich zur Verfügung.»

Damit könnte Schluss sein mit der Unsicherheit und den teuren Verfahren, weil CBD-Gras für Drogenhanf gehalten wird. «Mit diesem Test kann sofort und kostengünstig vor Ort beurteilt werden, ob es sich um eine verbotene Substanz handelt», sagt Werner Schaub, Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Genaueres darüber, wie der Test funktioniert, wie zuverlässig er ist und was er kostet, geben die Stadt- und Kantonspolizei und das Forensische Institut erst bekannt, wenn die Testphase abgeschlossen ist.

Auch nach dem Test kann man noch die Busse akzeptieren

Klar ist jetzt schon, wie eine Kontrolle nach der definitiven Einführung des Schnelltests abläuft: «Wer einen Joint mit Hasch-Geruch raucht oder eine Kleinmenge Gras auf sich trägt, hat weiterhin die Möglichkeit, eine anonyme Ordnungsbusse von 100 Franken zu akzeptieren», sagt Schaub von der Kantonspolizei Zürich. Werde das Gras oder der Joint positiv auf CBD getestet, sei die Sache damit erledigt.

Sei der Test hingegen THC-positiv, könne man immer noch die Busse von 100 Franken akzeptieren. Lehne die Person dies trotzdem ab, werde die Substanz mit möglicher Kostenfolge im Labor geprüft. «Stellt sich heraus, dass es sich um Drogenhanf handelt, gibt es eine Verzeigung ans Stadtrichteramt», sagt Cortesi von der Stadtpolizei Zürich.

(ann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AnonM am 22.08.2017 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche

    Nichts besseres zu tun als kleine Kiffer zu suchen?

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  • Thomas am 22.08.2017 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lang noch in der Minderheit

    Legalisieren statt Unterdrücken!!!!! Und von mir aus noch unsere AHV Stärken. Aber nein....

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  • Mia am 22.08.2017 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ernsthaft?

    Haben wir wirklich keine anderen Probleme?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Maitre am 23.08.2017 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer,wie ,was und wo??!!

    Weltstadt Zürich...In der Schweiz siehst du vor lauter Gesetzte nicht mehr die Realität!!!

  • Luzi Müller am 23.08.2017 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Hanfbesitz ist bis 10 Gr nicht strafbar!

    Polizei darf gar nicht büssen ausser bei Konsum auf Strasse vieleicht. Der Besitz einer geringfügigen Menge Cannabis ist in der Schweiz seit dem 1. Oktober 2013 legal. So steht es im Betäubungsmittelgesetz. «Geringfügig» heisst: weniger als 10 Gramm. Somit dürfte jemand, der mit so wenig Gras erwischt wird und nicht bekifft ist, weder eine Ordnungsbusse erhalten noch per Strafbefehl verurteilt werden. Wieso sollten in Zürich plötzlich wieder Bussen verteilt werden?

  • Patervater am 23.08.2017 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auf dem WC stinkt ihr ebenfalls

    wenn ich niemandem damit schaden zufüge, hat mir als mündiger bürger in dieser sache der staat rein gar nichts zu befehlen. hört einfach mal auf mit dieser seit 70 jahre dauernden, beschäuerten bürgerbevormundung.

  • MilchQ am 23.08.2017 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Würden Wirtschaftskriminelle

    und korrupte, steuergeldfinanzierte Politiker in der Schweiz, mit der selben Verbissenheit gejagt, wie der kleine Gelegenheitskiffer, wären wir ein weissglänzender Musterstaat mit einer Korruptionsrate <1%. Aber ja, mit dem Kifferlein und der Kriminalisierung scheint sich in anderen Branchen dermassen viel Geld verdienen zu lassen, das man es lieber entgegen jeder Logik und ohne Grund weiter zelebriert, währen die Amis (welche das Kraut auch verteufelten) das dicke Geld damit macht. Jedem das seine, aber die Schweiz neigt eindeutig zu Perversionen, wenns um viel Geld vom Volk geht.

  • DannyZH am 23.08.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fürs Volk

    Legalisiern, Steuern drauf und damit die AHV stärken! Zwei Probleme vom Tisch...