Bundesratskandidatin Moret

12. August 2017 20:06; Akt: 12.08.2017 20:06 Print

«Mache lieber Vorschläge, als zu kritisieren»

Sie will den frei werdenden Sitz der FDP im Bundesrat übernehmen: Isabelle Moret. Die Waadtländerin spricht über ihre Visionen, Gegner und Geld.

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Bei der FDP Schweiz sind drei Vorschläge für die anstehende Bundesratswahl eingegangen. Der Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis, der Genfer Staatsrat Pierre Maudet sowie die Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret werden von ihren Kantonalparteien ins Rennen geschickt. Dies vermeldete die Partei in der Nacht auf Samstag via Twitter.

Ob es alle drei auf die offizielle Wahlempfehlung der FDP schaffen, entscheidet die Fraktion am 1. September an einer Sitzung in Neuenburg.

Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» spricht Isabelle Moret über ihre Ambitionen, den Sitz von Didier Burkhalter zu übernehmen, und was sie von ihren Konkurrenten unterscheidet: «Für mich spricht, dass ich mit vielen verschiedenen Bundesdossiers vertraut bin. Ich bin in der Gesundheitskommission sowie in der Staatspolitischen Kommission, wo wir uns mit Themen wie Migration und Bürgerrechten beschäftigen.» Sie interessiere sich zudem für Sicherheits- und Aussenpolitik.

«Schweizer Unternehmen stehen in der moralischen Pfliht»

Das Aussendepartement sei denn auch das Departement, welches sie gerne übernehmen würde. Es halte «mit den Beziehungen zu Europa eine der grössten Herausforderungen der Schweiz» bereit.

Auf Moret könnte aber auch das Justizdepartement warten, das die FDP für dessen Migrationspolitik kritisiert. Auf die Frage, ob sie die Meinung ihrer Partei teile, sagt sie: «Ich mache lieber Vorschläge, als zu kritisieren. «Meiner Meinung nach stehen zuerst einmal Schweizer Unternehmen in der moralischen Pflicht, ihre Stellen, wenn immer möglich, an Jobsuchende im Inland zu vergeben.» Die Personenfreizügigkeit mit der EU gelte es einzuhalten und in Ausnahmefällen müsse es möglich sein, auch Spezialisten aus Drittstaaten anzustellen, so Moret.

Die Bundesratskandidatur von Moret wird nun überprüft. Dabei wird sie auch zu ihren finanziellen Verhältnissen befragt. Wie viel genau sie verdient, verrät sie dabei nicht. Das sei «Teil der Privatsphäre», aber sie versichert: «Von den drei Kandidierenden der FDP bin ich diejenige, die am wenigsten verdient.»

(roy/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vorschlag in die Tat umsetzen am 12.08.2017 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nein zu Isabelle Moret

    Vorschlag, dass Sie Isabelle Moret gar nicht erst zur Wahl als BR stehen. So eine wie Sie haben wir bereits im BR und daher Nein!

  • Michele am 12.08.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Trojanisches Pferd

    Und hier das nächste Trojanische Pferd, welche den Besatzer in unserem Land repräsentieren wird.

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  • jch am 12.08.2017 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Euro Turnos, nein Danke!

    Leider sind alle drei FDPler Euro Turbos und dasbist ein "no go" für uns Schweizer, Parlament!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T. G. am 13.08.2017 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Muss es ein FDPler sein?

    Andere Parteien müssten auch mal zum Zug kommen!

  • Gabriele am 13.08.2017 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Kanditatin

    Super Frau. Würde ich gerade wählen. Hat alles was eine Bundesrätin braucht. Weiter so

  • Bürger am 13.08.2017 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tessin hat Vorrang!

    Wir wollen keine Waadtländerin! Wir wollen fähige Politiker aus dem Tessin, ob Männlein oder Weiblein. Der oder die kompetenteste Politiker/In aus dem Tessin soll gewählt werden.

    • ulrich Koller am 13.08.2017 19:15 Report Diesen Beitrag melden

      Tessin hat Vorrang

      Die Tessiner hätten es in der Hand gehabt, mit einem 2 er Ticket, einen Mann und eine Frau, aber nicht einfach einen aufzwängen.

    • Ton Ton am 13.08.2017 22:43 Report Diesen Beitrag melden

      Eine Wahl braucht Auswahl

      Die Kantonszugehörigkeit ist schon genug Ausweis für die Fähigkeit? So einfach geht es nicht. Und eine einzelne Person zur Wahl stellen ist ja auch keine Wahl. Das Verfahren kennen wir von der SVP, die alle andern erpresste, damit sie ihren Wunschkandidaten ganz demokratisch (?) in den Bundesrat hieven konnte. Darum: Für eine Wahl braucht es auch eine Auswahl an Kandidaten.

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  • Marko0912 am 13.08.2017 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleiches Spiel andere Darsteller!

    Ja klar macht Vorschläge die ihr ins Ohr geflüstert wurden wie jeder Politiker! die heutige Politik wird nicht von Politiker gemacht sondern von Lobbys darum spielt es keine Rolle Wer BR wird das Ergebnis bleibt stets das gleiche

  • Monika am 13.08.2017 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstüberschätzung

    Haben die keine Berater? Mit ihrer Titelaussage hat sie sich völlig ins Outside geschossen. Sie sollte Kindergärtnerin werden, aber sicher nicht Spitzenpolitiker.

    • Rose am 13.08.2017 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Monika

      Wieso sollte eine Juristin und Rechtsanwältin als Kindergärtnerin schaffen?

    • darum am 13.08.2017 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rose

      weil wir wahrhaftig keine Politiker brauchen die nicht kritisieren wollen/können. Es gibt in der heutigen Zeit mehr als genug, dass kritisiert werden MUSS. Duckemäuser und Jasager haben wir genug.

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