Grüne machen Druck

12. November 2011 18:50; Akt: 12.11.2011 19:23 Print

Stimmvolk soll über Kampfjets entscheidenStimmvolk soll über Kampfjets entscheiden

Die Parteileitung der Grünen hat beschlossen, gegen die erhöhten Ausgaben der Armee das Referendum zu ergreifen. Dazu sollen alle Kampfjet-Gegner zusammenspannen und ein breites Bündnis aufbauen.

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Ein Tiger F-5E der Schweizer Luftwaffe an einer Fliegerdemonstration auf der Axalp am 6. Oktober 2006.

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Die Grünen wollen die Kampfjets nun definitiv vors Stimmvolk bringen. Der Vorstand der Grünen Schweiz beschloss am Samstag, das Referendum gegen die erhöhten Armeeausgaben und somit gegen den Kampfjetkauf zu ergreifen. Die Partei will dabei mit möglichst vielen anderen Organisationen und Parteien zusammenarbeiten.

Ende September hatte sich das Parlament auf höhere Armeeausgaben und den Kauf neuer Kampfjets geeinigt. Demnach darf die Armee künftig jährlich 5 Milliarden Franken kosten, fast eine Milliarde mehr als heute. Damit sollen auch die neuen Kampfflugzeuge finanziert werden.

Weil der Ausgabenplafond für die Armee in einem Gesetz geregelt ist, kann dagegen das Referendum ergriffen werden. Davon wollen die Grünen - nach verschiedenen Ankündigungen einzelner Politiker - nun definitiv Gebrauch machen.

Am 1. Oktober hatten auch die Delegierten der SP ihre Parteileitung beauftragt, die nötigen Schritte für einen Volksentscheid einzuleiten. Das konkrete Projekt soll den SP- Delegierten am 3. Dezember unterbreitet werden.

Allianz der Sparopfer

Geht es nach den Grünen, sollen alle Kampfjet-Gegner zusammenspannen: «Wir engagieren uns für ein möglichst breites Referendumsbündnis», sagte der grüne Nationalrat Jo Lang (ZG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Dem Bündnis sollen «alle Sparopfer, von den Umweltverbänden über die Gewerkschaften und die Bauernorganisationen bis zur Entwicklungshilfe» angehören. Neben den linken Parteien wollen die Grünen zudem «auch Mitteparteien» ansprechen.

Im Dezember wird voraussichtlich klar sein, wer alles zu den «Sparopfern» gehört: Es wird erwartet, dass der Bundesrat bis dann ein Sparprogramm vorlegt, um die höheren Armeeausgaben zu kompensieren. Verschiedene Bundesräte warnten bereits vor Sparübungen etwa in den Bereichen Bildung, Infrastruktur oder Entwicklungshilfe.

Sollte der Bundesrat bereits im nächsten Frühling ein Rüstungsprogramm mit Kampfjets vorlegen, käme das Referendum gegen den Ausgabenplafond zu spät. Für diesen Fall kündigen die Grünen an, zusammen mit der SP, der GSoA und anderen eine «Express-Moratoriums-Initiative» zu ergreifen. Ziel sei es, diese möglichst vor der Sitzung des Erstrats im September 2012 einzureichen, sagte Lang.

(sda)

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  • Merlin am 14.11.2011 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fast wie mein Arbeitsplatz

    Die Luftwaffe kommt mir vor wie mein Arbeitsplatz. Lauter Aufträge, aber keine Mittel um sie zu erfüllen...

  • hansruedi huber am 14.11.2011 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffen...............

    .... mein Vater würde sich im Grab umdrehen wenn er das hier lesen würde. Er hat mir viel erzählt aus seinen fast 1000 Diensttagen im 2 WK. Das Schweizer Volk soll entlich mal vor der eigenen Türe wischen. Abstimmen über Kampfjets, wie lachhaft, genau diejenigen gehen sonst auch nicht an die Urne. 4 Milliarden, soviel gibt der Bund auch für die SBB jährlich aus und was habt Ihr davon? Stimmt teurere Billete." Jedes Land hat eine Armee, die eigene oder eine Andere!"

  • peter kammermann am 14.11.2011 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verstösse im schweizer luftraum

    gemäss verschiedenen berichten gibt es 200-300 verstösse im schweizer luftraum. davon sind nicht alle "aus versehen". es stellt sich die frage wie das ohne jets allenfalls verhindert werden soll. sicher möchten die gegner der flugzeuge mit den jeweiligen leuten "darüber reden".