Lag da Claus

07. Juli 2016 16:02; Akt: 07.07.2016 16:02 Print

Animateur (20) stirbt beim Baden

In Sedrun GR hat sich ein Badeunfall ereignet. Ein 20-jähriger Kongolese, der in einem Sommerlager war, verlor dabei sein Leben.

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Der 20-jährige H. M.* aus dem Kongo lebte im Kanton Tessin und war als Animateur in einem Sommerlager tätig. Gegen 15 Uhr am Mittwochnachmittag begab er sich mit zwei weiteren Lagerteilnehmern zum Badesee Lag da Claus, um zu schwimmen.

Nachdem die beiden Jugendlichen wieder ans Ufer zurückgekehrt waren, sahen sie den Animateur nicht mehr. Daraufhin wurde ein Notruf abgesetzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag mitteilte.

Zwei Meter Tiefe

Taucher der Kantonspolizei konnten den jungen Mann nur noch tot aus einer Tiefe von rund zwei Metern bergen. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft hat die Kantonspolizei Graubünden die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

Gemäss tio.ch kam der junge Mann vor zwei Jahren aus der Republik Kongo nach Chiasso, wo er mit seiner Familie lebte. Er war sehr religiös und liebte den Fussball. In Arogno spielte er in der fünften Liga. «Er reiste dreimal pro Woche von Chiasso nach Arogno, aber er hat sich nie beschwert», sagt ein Teammitglied. «Zudem war er sehr gut integriert.» Er habe einmal sein Team zu sich nach Hause eingeladen und ihnen typische kulinarische Spezialitäten aus seinem Heimatland angeboten.

Opfer wollte sein Italienisch verbessern

Nach mehreren Praktika sollte der junge Mann im September eine Lehre beginnen. «Er war sehr aktiv. In diesem Jahr besuchte er als Zuhörer verschiedene Schulen, um sein Italienisch zu verbessern. Obwohl er erst seit zwei Jahren hier lebte, konnte er unsere Sprache schon sehr gut.»

Mit dem Tod des Kongolesen habe das Team einen wertvollen Spieler und Freund verloren. Ein Teammitglied sagt: «Er war ein wirklich Guter.»

*Name der Redaktion bekannt


(qll)