Olympia-Kandidatur

28. Oktober 2012 07:19; Akt: 28.10.2012 11:44 Print

410 Millionen Franken für die Sicherheit

Kommen die olympischen Winterspiele 2022 nach Graubünden, dürfte das Volk nicht über gesprochene Bundesgelder abstimmen. Doch jetzt regt sich gegen das Vorhaben von Bundesrat Maurer Widerstand.

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Bundesrat Ueli Maurer spricht am 24. Mai 2012 in Ittigen bei Bern während einer Medienkonferenz über die Olympiakandidatur «Graubünden 2022».

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Die Gesamtkosten für die Sicherheit an den Olympischen Winterspielen 2022 würden sich auf 410 Millionen Franken belaufen. Davon müsste die öffentliche Hand 249,6 Millionen Franken bezahlen. Besonders teuer wäre es für Graubünden. Die potentiellen Kosten: 182,5 Millionen Franken.

Das zeigt ein Bericht, der bisher in der Öffentlichkeit keine Beachtung gefunden hat. Das Schweizer Volk wird jedoch nie über Olympia abstimmen, wie Bundesrat Maurer im Interview mit der «SonntagsZeitung» bestätigt.

Sagen die Bündner am 3. März Ja zu Olympia, entscheidet die Bundesversammlung nächsten Sommer über eine Kreditvorlage, welche nicht dem Referendum untersteht. Jetzt formiert sich gegen das Vorgehen von Bundesrat Ueli Maurer politischer Widerstand – auch bei Olympia-Befürwortern.

Schweizer Bevölkerung steht hinter Kandidatur

Die Mehrheit in der Schweizer Stimmberechtigten steht hinter einer Bündner Olympiakandidatur. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Isopulic im Auftrag des «SonntagsBlick». Demnach würden sich 54,6 Prozent der Befragten freuen, wenn die Olympischen Winterspiele 2022 in Davos und St. Moritz stattfinden würden.

Noch grösser ist die Olympia-Euphorie bei den unter 35-Jährigen: 74 Prozent dieser Altersgruppe befürworten eine Olympiakandidatur der Bündner Wintersportorte. Bei den befragten Bewohnern der Voralpen- und Alpenregion von Wallis bis Graubünden erreichte die Zustimmung 60 Prozent, wie der Verein Olympische Winterspiele Graubünden 2022 am Sonntag mitteilte.

Insgesamt wurden 1033 Schweizerinnen und Schweizer befragt. Eine separate Auswertung für den Kanton Graubünden konnten die Meinungsforscher wegen der geringen Fallzahlen nicht machen. Die stimmberechtigten Bündnerinnen und Bündner stimmen am 3. März 2013 darüber ab, ob sie Olympische Spiele wollen. Bereits im Dezember berät das Bündner Kantonsparlament die Kandidaturvorlage.

(bee/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rappenspalter am 29.10.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    NEIN zu CH-Olympia-Scherbenhaufen

    Durch die Banken + CH-Regierung / Politik wurde schon genug Volks-Vermögen verscherbelt - alles hat ein Ende auch die Wurst. Hirnzellen aktivieren ist angesagt.

  • Jacky M. am 29.10.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das VBS

    soll für die Sicherheit an Grossanlässen sorgen - nur kosten soll es natürlich nichts. - Ich bin gegen solche Grossanlässe - aber wenn man sie will, dann soll man auch die Zahlung dazu gutheissen. Wer sonst, wenn nicht das VBS hat die Möglichkeiten für die Sicherheit an solchen Grossanlässen zu sorgen? Und das kostet halt eben. Ich bin dafür, dass wir abstimmen können, ob wir die Olympischen Winterspiele in der Schweiz wollen oder nicht. Die Finanzierung gehört dann halt einfach dazu.

  • Noldi Schumacher am 29.10.2012 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    410 Millionen Franken für Sicherheit?

    Und da ist noch nichts gebaut an Infrastruktur, Pisten, Stadien usw? Nein zu diesem Unsinn! Die Skiorte sollen selber aufrüsten und so bleiben wie sie sind, so kommen Touristen!

  • Pesche Burri am 29.10.2012 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geist verloren...

    Stoppt solche unsinnigen Grossanlässe, welche den Steuerzahler bloss Millionen kosten und die Landschaft zerstören! Die Olymischen Spiele haben ihren ursprünglichen Geist längst verloren

  • bruno am 29.10.2012 05:17 Report Diesen Beitrag melden

    absagen, unbedingt..

    eine solchen überteuerten event braucht die schweiz sicher nicht.da bereichern sich nur eine handvoll leute nichts mehr. mal schauen wenn in der steuererklährung ein feld drinnen stehen würde, bei dem man bei gefallen anhacken kann. "für diesen event würde ich gerne 10% mehr steuern bezahlen". wie viele würden denn noch mitmachen ???

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