Gesetzesentwurf

09. April 2014 11:10; Akt: 09.04.2014 11:46 Print

Bundesrat will starke Laserpointer verbieten

Der Verkauf von gefährlichen Laserpointern ist in der Schweiz bereits verboten. Geht es nach dem Bundesrat, soll auch der reine Besitz künftig strafbar sein.

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Ist bald auch der Besitz von starken Laserpointern in der Schweiz verboten?

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Der Bundesrat will ein Verbot für besonders gefährliche Laserpointer ermöglichen. Er hat ein Gesetz für einen besseren Schutz vor nichtionisierender Strahlung und Schall in die Vernehmlassung gegeben. Zunächst setzt er aber auf die korrekte Anwendung der Geräte.

Starke Laserpointer dürfen in der Schweiz schon heute nicht mehr verkauft werden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) lässt sich aber nicht verhindern, dass Private sich diese Produkte direkt und ohne Kontrolle via Internet aus dem Ausland beschaffen. Mit dem neuen Gesetz kann auch der Besitz dieser Geräte untersagt werden.

Beträchtliches Sicherheitsproblem

Ein Verbot soll gemäss dem Gesetzesentwurf dann ausgesprochen werden können, wenn der Schutz der Gesundheit mit anderen Massnahmen nicht gewährleistet werden kann. Zudem soll es auch möglich sein, die gewerbliche Nutzung von Geräten mit Gefährdungspotenzial zu untersagen.

Strahlung aus starken Laserpointern sei für gewisse Berufsleute, etwa Piloten und Pilotinnen, ein beträchtliches Sicherheitsproblem, schrieb das BAG am Mittwoch. Nicht nur Piloten, sondern auch Lokführer, Tram- und Busfahrer und Polizisten sind in der Vergangenheit immer wieder mit Laserpointern geblendet worden.

Die Strahlung kann die Augen verletzen und die Haut schädigen. Erst Ende März wurde bekannt, dass ein 15-jähriger Berufswahlschüler in Uster ZH einen Lehrer mit einem Laserpointer geblendet und verletzt hatte. Der Lehrer musste sich im Spital behandeln lassen. Der Jugendliche wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Vorrang für korrekte Anwendung

In erster Linie setzt der Bundesrat bei Produkten, die nichtionisierende Strahlung erzeugen, auf die korrekte Anwendung. Starke Strahlung geben zum Beispiel auch Medizinlaser für Kosmetik-Behandlungen ab. Der Bundesrat will mit dem Gesetz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) sicherstellen, dass Geräte sachgemäss verwendet werden.

Erreicht werden könnte dies mit einem Sachkundenachweis oder dem Beizug von geeigneten Fachleuten. Strahlung von Medizin-Lasern könne Menschen zwar stark belasten. Gefährlich für die Gesundheit seien sie aber nicht oder kaum, wenn sie mit der nötigen Sachkenntnis und nach den Vorgaben der Hersteller gehandhabt würden, so das BAG.

Im Auge hat der Bundesrat sodann Solarien: Er will kontrollieren lassen können, ob die Betreiber der künstlichen Sonnen die Vorschriften der Hersteller korrekt einhalten. Wer sich ins Solarium begibt, riskiert bei einer nicht sachgemässen Verwendung der Geräte Hautschäden und Hautkrebs.

Vorgaben für Konzerte und Lasershows

Klare Vorgaben machen will der Bundesrat auch für Konzerte und Lasershows. Bei solchen Anlässen werden nicht nur Geräte mit nichtionisierender Strahlung eingesetzt, sondern auch solche, die Infraschall, Hörschall oder Ultraschall erzeugen können.

Der Bundesrat möchte sich die Kompetenz geben lassen, Grenzwerte für die Belastung und Massnahmen für den Schutz des Publikums festzulegen. Weiter möglich sein sollen eine Melde- oder eine Informationspflicht der Veranstalter. Die Vernehmlassung dauert bis zum 18. Juli.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Genervter am 09.04.2014 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Verbote Verbote Verbote

    Kann DER BUNDESRAT eigentlich noch was anderes als verbieten? Jede Woche entstehen neue Gesetze oder bestehende werden verschärft. Ist eigentlich die Mehrheit der Schweizer wirklich so blöd dass die das auch noch gut finden. Was wird als nächstes verboten? Das Spazieren, weil man hinfallen könnte? Das Atmen, weil man Hyperventilieren könnte? Das Reden, weil man jemanden beleidigen könnte? Sorry wir leben in einer total verrückten Zeit.

  • Lumpi am 09.04.2014 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    lieblingswort

    das lieblingswort der Schweiz: VERBOTEN !! :) jede Woche auf eine neues.

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  • hasi am 09.04.2014 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es besseret...

    ja laserpointer welche nicht sachgemäss eingesetzt werden sind ein problem,aber wenn es so weitergeht ist bald alles verboten und wir dürfen nur noch zu gewissen zeiten aufs klo...gesetzesirrsinn ole!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Laserman am 09.04.2014 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortlicher Umgang

    Ich habe aus Thailand einen blauen Laserpointer, mit dem kann man Holz anzünden und Luftballons aus zehn metern platzen lassen.Käme mir trotzdem nicht in den Sinn jemanden in die Augen zu zielen mit dem Ding.

  • Irgend ein Typ am 09.04.2014 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Sinn..

    Ich verstehe den Sinn davon nicht! Ihr sagt, es sei gefährlich: Auch wenn man aus dem Haus geht, kann es gefährlich sein, man kann immerhin ausgeraubt werden! Eine Pistole/ein Gewähr etc. sind VIEL gefährlicher aber diese sind legal? Wo ist diese Logik?

  • Hans Klarsicht am 09.04.2014 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aber Schusswaffen weiterhin erlaubt...

    Der Bundesrat hat echt nichts besseres zu tun? Ich verbiete den Bundesrat, er kostet nur Geld und bringt nichts.

  • Genervter am 09.04.2014 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Verbote Verbote Verbote

    Kann DER BUNDESRAT eigentlich noch was anderes als verbieten? Jede Woche entstehen neue Gesetze oder bestehende werden verschärft. Ist eigentlich die Mehrheit der Schweizer wirklich so blöd dass die das auch noch gut finden. Was wird als nächstes verboten? Das Spazieren, weil man hinfallen könnte? Das Atmen, weil man Hyperventilieren könnte? Das Reden, weil man jemanden beleidigen könnte? Sorry wir leben in einer total verrückten Zeit.

  • R. Umpfs am 09.04.2014 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Steine verbieten..

    Dann sollte man auch Steine bzw. deren Besitz verbieten, denn potentiell jeder könnte diesen von Brücken auf PW werfen. Immer hin sind die vielen tausend verschwundenen Waffen bei der CH Armee keine Gefahr.. ach ja: jemanden zusammenschlagen wird meist nicht strafrechtlich von Amts wegen bestraft (leichte KV).

    • Muhkuh am 09.04.2014 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ich wär für...

      ... Spiegel verbieten - damit kann man auch Leute blenden - Ohne Batterie/Akku sogar! - Also sozusagen der Öko-"Laser".

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