Motivationsschub

16. September 2012 04:03; Akt: 16.09.2012 04:29 Print

Lehrer fordern Sabbatical alle zehn Schuljahre

Um Lehrkräfte zu motivieren und die Möglichkeit zu geben, sich neue Unterrichtsmethoden anzueignen, will der Dachverband, dass Lehrer künftig regelmässig für ein halbes Jahr freigestellt werden.

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Schwung für den Unterricht: Lehrer sollen künftig alle 10 Jahre eine Auszeit von sechs Monaten erhalten, um sich neue Inspirationen zu holen. (Bild: Keystone)

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Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) fordert, dass Lehrerinnen und Lehrer alle zehn Jahre ein Sabbatical von sechs Monaten nehmen dürfen. Diese Forderungen gehen weit über die heute meist geltenden Regelungen in den Kantonen hinaus.

Laut Verbandspräsident Beat Zemp ist es erwiesen, dass ein Sabbatical die Motivation erhöht und später den Unterricht bereichert, wie er gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagt. Voraussetzung sei allerdings, dass die Tätigkeit während der Auszeit einen Bezug zur Schule aufweist und begleitet wird. «Es geht nicht darum, einfach etwas Lustiges zu machen. Es muss einen Bezug zur Schule und zum Unterricht haben.»

Grundsätzlich Verständnis für das Anliegen des LCH hat die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli, die auch Präsidentin der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz ist. «Solche Auszeiten sind gut, um Inspiration zu holen und das Fachwissen zu vertiefen.» Allerdings sei es auch eine Frage der Finanzen und des Personals, wie grosszügig eine Auszeit-Regelung gestaltet werde. «Und im Kanton Zürich ist beides im Moment knapp.»

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich muss meine Weiterbildung auch am Abend machen, dann könnens die Lehrer mit ihren etlichen Wochen Ferien ja wohl allemal!! – Juliano.C

Verstehe nicht, warum Lehrer ein Sabbatical bei vollem Gehalt haben sollten. Jeder der arbeitet und dabei Werte schafft, muss durch arbeiten bis zur Pension und dies meist bei iel geringerem Lohn. Entweder haben alle Arbeitenden ein Anrecht darauf oder niemand. – Jaques Meierhofer

Macht ein Lehrer seinen Job seriös und motivierend für die Schüler und jeweils angepasst auf aktuelle Kenntnisse und Themen dann hat er schlicht weg KEINE 12 Wochen Ferien. Seriöse Lektionsvorbereitung bedingt in etwa pro Lektion Unterricht min. 2 Lektionseinheiten an Vorbereitung. Ein Lehrer hat also mit 25 Lektionen pro Woche ebenfalls eine 50h Woche zu absolvieren. Lehrer sein heisst nicht nur die Zeit im Klassenzimmer. Rechnet man dies nun alles mal hoch, dann hat ein Lehrer in etwa gleich viel Ferien wie jeder andere Arbeitnehmer. – Chris

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petra am 16.09.2012 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auszeit

    Meine Tochter ist Anfangs 1.Klasse geschockt nach hause gekommen.Mama die Lehrerin schreit und ist frech.Wo ist da jetzt die Vorbildfunktion?Die Lehrer verlangen Respekt vor ihren Schülern, aber umgekehrt sollte es auch der Fall sein.Sie ist nun in der 2.Klasse mit derselben Lehrperson.Die Situation hat sich nicht verbessert.Da würde ich jetzt eine Auszeit vorschlagen.Zum Schutz der Kinder.

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  • angehende lehrerin (vielleicht) am 16.09.2012 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    system

    Um Studenten zu motivieren, ändert ihr besser mal das System an den pädagogischen Hochschulen. Denn dort wird einem den Appetit auf "Lehrersein" nahezu verdorben.

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  • Sven R am 16.09.2012 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Fail

    Wie's scheint, haben alle selbst den härtesten Job der Welt gewählt :D Immer das Rumgehacke auf Anderen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michael Palomino Ale am 17.09.2012 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Die Welt wird eigentlich nicht gescheiter und führt weiterhin weltweit Kriege, egal, welche Unterrichtsmethode angewandt wird.

  • D. Ubios am 16.09.2012 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    Weltfremd

    Die Forderungen der Lehrer sind Weltfremd. Und solchen Leuten sollen wir unsere Kinder anvertrauen? Kein Wunder sind die heutigen Jungen dem normalen Druck nicht mehr gewachsen, wenn sie in der Schule von solchen "Vorbildern" lernen...

  • Seklehrer am 16.09.2012 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Frustrierend

    Ich gehe meiner Arbeit als Seklehrer sehr gerne nach. Die Schüler motivieren mich, mein Bestes zu geben. Arbeit am Abend, am Wochenende, natürlich auch in der schulfreien Zeit gehört da dazu - zum Glück ich arbeite gerne. Frustrierend allerdings die Kommentare hier. Von gesellschaftlicher Anerkennung und Wertschätzung kann da keine Rede sein. Man versteht offenbar unsere Anliegen und unsere Arbeit nicht. Weil das so ist, werden unsere Arbeitsbedingung konstant schlechter und schwieriger. Zum Glück bringen mir meine Schüler Wertschätzung und Achtung entgegen...

  • Ein Lehrer, was sonst.... am 16.09.2012 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrer - und jeder weiss, was das ist...

    Bevor ihr über die Lehrer mit ihren sagenhaften 13 Wochen "Ferien" herzieht: Orientiert euch erst einmal über die genaue Arbeitszeit einer Lehrperson. Das was ihr mitbekommt (Unterricht) macht nämlich nur 50% unseres Jobs aus! (Oder anders gesagt: Wenn Lehrer ein so easy Job ist, weshalb wird es immer schwieriger, genügend davon zu finden??)

  • Thomas M. am 16.09.2012 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    13 Wochen Ferien, ca. 30 Stunden arbeiten in der Woche, im Vergleich zu dem was sie leisten völlig überbezahlt werden und dann noch den Mut aufbringen zu fordern regelmässig für ein halbes Jahr freigestellt zu werden...Frechheit !