Akupunktur & Bachblüten

21. Oktober 2013 16:34; Akt: 21.10.2013 16:35 Print

Jeder Zweite nutzt Alternativmedizin

Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung geht nicht nur zum Schularzt, sondern greift auch auf alternative Medizin zurück. Am ehesten tun dies Frauen zwischen 35 und 64 Jahren.

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Akupunktur und andere alternative Therapien sind beliebt – gemäss einer Umfrage nehmen sie 50 Prozent der Bevölkerung in Anspruch.

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Einer von zwei Schweizerinnen und Schweizern geht zum Schularzt und zugleich zu Alternativmedizinern. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Stiftung für Komplementärmedizin asca unter 1005 Erwachsenen. Meist gehen Frauen zum Beispiel zur Akupunktur oder greifen zu Bachblüten.

Umfrage
Wie halten Sie es mit Alternativmedizin?

Gemäss der Umfrage nutzten zwei von zehn der Befragten regelmässig Angebote der Komplementärmedizin, vier von zehn täten dies sporadisch, schreibt asca am Montag in einer Mitteilung.

Das «Standardprofil des regelmässigen Nutzers» sind demnach Frauen zwischen 35 und 64 Jahren, die bei ihrer Krankenkasse eine Zusatzversicherung für Alternativmedizin abgeschlossen haben. Diese Frauen hätten zumeist eine Berufsausbildung oder eine höhere Ausbildung.

Massage und Homöopathie

Die beiden am häufigsten genutzten Methoden seien Massage und Homöopathie. Auch Bachblüten, Akupunktur, Naturheilkunde, Ernährung, Osteopathie/Etiopathie und Atmungstechniken stehen gemäss Umfrage hoch im Kurs.

Dabei werde die alternative Medizin als Ergänzung zur Schulmedizin verstanden. «Die Schulmedizin wird also nicht abgelehnt», folgert asca.

Weniger Medikamente

Es bestehe aber der Wunsch nach weniger Medikamenten. «Der Wunsch, weniger Medikamente verabreicht zu bekommen, ist einer der spontan genannten Hauptgründe, sich der Komplementärmedizin zuzuwenden.»

Zu alternativen Methoden greifen die Menschen laut asca vor allem, wenn sie unter Muskelschmerzen, grippalen Beschwerden wie Husten oder Migräne leiden. Gemäss Umfrage gebe jene Hälfte der Bevölkerung, die nach eigenen Angaben nicht zum Alternativmediziner gehen, als Hauptgrund an, dass sie gesund sind.

Diejenigen dagegen, die alternative Medizin nutzen, tun dies bereits seit Langem: Asca schreibt, dass «ein guter Teil» der Befragten die Angebote seit über 20 Jahren nutzt. Die durchschnittliche Dauer betrage 14 Jahre.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • free dom am 21.10.2013 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    England hats begriffen, die Schweiz...

    ... leider noch nicht! In einem 275-seitigen Gutachten kommt Anfang 2010 ein Ausschuss des britischen Unterhauses zu dem Ergebnis, dass homöopathische Arzneien nichts weiter als ein Placebo seien. Der Gesetzgeber wurde nun aufgefordert, die Mittel aus dem Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) zu streichen.

  • f.g. am 21.10.2013 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fantastisch!

    Vielen Dank für den Beweis wie wahnsinnig gebildet und aufgeklärt die Hälfte (!) dieses Landes ist!!

  • Pesche am 21.10.2013 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alternativ selber bezahlen

    Soll doch Jeder machen was er will. Aber Leute, die ihre Gesundheit lieber religiösen oder sektenmässig anmutenden "Heilern" anvertrauen die mit Methoden (Homöopathie, Neuraltherapie, Bachblüten etc.) arbeiten, welche einer wissenschaftlich Prüfung nicht standhalten, sollen das selbst bezahlen. Und zwar inklusive Folgekosten, die durch Nichtbehandlung oder Falschbehandlung entstehen und dann mit traditioneller Medizin ausgebügelt werden müssen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Predictor am 22.10.2013 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schulmedizin ist auch nicht alles

    Ich frage mich, warum teils Jahrhunderte altes Wissen schlechter sein soll als das noble gehabe der Schulmedizin. Beide können von einander lernen. Was die Chirurgie betrifft so grenzt die Schulmedizin fast an ein Wunder, doch wenn es um die ganzheitliche Betrachtung des Menschen geht hat die Alternativmedizin die Nase vorn - und vorbeugenden Charakter. Ausserdem füttert sie nicht die Geldeckel der Chemiebosse und das ist der schönste Nebeneffekt dabei.

  • Dani am 21.10.2013 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krankes System

    Die Krankenkassen sollte entweder oder und nicht beides bezahlen. Gerade darin liegt ein grosses Problem, nämlich dass neben der Schulmedizin zusätzlich Alternativen genutzt und bezahlt werden. So ganz nach dem Motto: Nützt nichts schadest nichts. Aber bezahlen soll die Kasse.

    • Olivia am 22.10.2013 19:22 Report Diesen Beitrag melden

      Durchaus Sinnvoll

      Komplementärmedizin IST eben ergänzend. Zudem übernehem die Zusatzversicherungen nicht alle Kosten. Der Selbstbehalt bleibt für jeden bestehen. Je nach Kasse liegt das Jahreskontingent höher oder tiefer. Nicht zu verwechseln mit dem Selbstbehalt bei der Grundversicherung. Noch dazu ist es löblich, wenn Patienten mehr Selbstverantwortung übernehmen, nicht?

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  • Reto Meyer am 21.10.2013 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Massage kann Depressionen verhindern

    Massagen entspannen Körper und Geist. Leider sind nicht alle Arten durch die Krankenkassen anerkannt .

  • u.g. am 21.10.2013 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur zu empfehlen......

    Ich kann nur bestätigen, das die Alternativ Medizin eine gute Sache ist. Seit 12 Monaten gehe ich einmal pro Woche zur Akupunktur nach Bern und habe damit meine Rückenschmerzen und Knochenschmerzen wegen Knochenkrebs recht gut im Griff. Dazu gehe ich schwimmen und habe auch einmal pro Woche eine Massage. Damit brauche ich 1/2 bis 2/3 weniger Schmerzmittel und kann mich recht gut bewegen. Zur Behandlung von Erklärung nehme ich täglich 40 Tropfen Ptopolis Tinktur. Die Alternativ Medizin hat mir ein Stück Leben zurück gebracht und kann es anderen auch empfehlen. Aber man muss damit etwas Geduld haben, es dauert einige Wochen oder Monate bis man eine besserung verspürt und es gibt auch mal Rückschrite bis es wieder besser wird.

  • Ptt am 21.10.2013 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kosten

    Dass wir die alternative Medizin in das kvg aufgenommen haben, wird uns auch eine menge Geld kosten.

    • Regina am 22.10.2013 19:33 Report Diesen Beitrag melden

      Man kann Kosten auch senken...

      Du weisst schon, dass es Auflagen gibt, damit die Krankenkasse einen Therapeuten bezahlt? Regelmässige Fortbildungspflicht, Stundennachweise und Ausbildungen an anerkannten Schulen. Es ist ebenfalls ein Ziel, die Kosten einzudämmen. Nicht nur Vorsorglich sondern auch in der Reha. Dies nur zur Info.

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