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Frauenförderung
09. September 2012 11:49; Akt: 09.09.2012 11:55 Print
FDP Frauen wollen die Quote
In der öffentlichen Verwaltung und in börsenkotierten Unternehmen soll die Frauenquote kommen. Dies fordern die Frauen der FDP. Bis jetzt hatte sich nur die Linke für eine solche Quote ausgesprochen.

Der Anteil von Frauen in Verwaltung und börsenkotierten Unternehmen soll geregelt werden, sagen die FDP Frauen. (Bild: Keystone)
Die FDP Frauen sprechen sich erstmals für Frauenquoten in der öffentlichen Verwaltung und in börsenkotierten Unternehmen aus. Was bisher nur grüne und linke Parteien forderten, wird nun auch von den bürgerlichen Frauen der FDP unterstützt.
Der Entscheid, Frauenquoten zu unterstützen, sei am Donnerstagabend im Vorstand einstimmig gefallen, sagte Claudine Esseiva, Generalsekretärin der FDP Frauen, auf Anfrage. Sie bestätigte Berichte von «SonntagsBlick» und «Matin Dimanche». Dem Vorstand gehört unter anderen auch die Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder
Christa
Markwalder
FDP-Liberale, BE
NationalratVerbunden mit
Skigruppe der Bundesversammlung
weitere Verbindungen anzeigen an.
Wie die FDP Frauen in einem Communiqué mitteilten, sei die heutige «krasse Untervertretung» der Frauen in den Führungsgremien nicht mehr akzeptabel. Als liberale Partei seien die FDP Frauen zwar dagegen, dass der Wirtschaft per Gesetz vorschrieben werde, wie sie zu arbeiten habe. «Der Staat muss jedoch dann eingreifen, wenn die Chancengleichheit faktisch nicht existiert.»
Ein Zeichen setzen
Nach Ansicht der FDP Frauen hat sich in der Schweiz in den vergangenen Jahren kaum etwas bewegt: So gebe es nur gerade 11 Prozent Frauen in den Verwaltungsräten und 5 Prozent Frauen in der Führungsetage der Unternehmen. «Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen», sagte Esseiva.
In einem ersten Schritt wollen die FDP Frauen deshalb die Forderung nach Quoten «im Sinne von Zielvorgaben» in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Im Service public seien Quoten richtig, weil die öffentliche Verwaltung mit gutem Beispiel vorausgehen müsse und mit Steuergeldern finanziert werde.
Die Geschlechterquoten sollen allerdings zeitlich befristet sein und regelmässig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Ebenfalls Quoten auf Zeit - zum Beispiel für fünf Jahre - halten die FDP Frauen in Verwaltungsräten börsenkotierter Unternehmen für eine «mögliche und umsetzbare Massnahme».
Frauenquoten von beispielsweise 30 Prozent in sämtlichen Konzernleitungen zu fordern, taxieren die FDP Frauen allerdings als «realitätsfremd». Dazu fehlten heute die weiblichen Fachkräfte, gerade in den technischen Berufen.
(sda)
Stellt euch mal die Frage: Wollt ihr eine Anzahl eines Geschlechts als Quote oder wollt ihr fähige Menschen (egal ob Frau oder Mann) in Kaderpositionen? – Wolf
Ich habe nichts gegen die Frauenquote, aber nur wenn sie mit einer kompletten Gleichberechtigung einhergeht. Die Wehrpflicht sollte auch für Frauen gelten (in Israel funktioniert das bestens), Das Pensionsalter sollte für beide Geschlechter gleich sein und die AHV-Rente entsprechend der höheren Lebenserwartung von Frauen angepasst werden. Dann können wir über eine Quote sprechen, vorher nicht. – Silvano
In meinem IT-Studium kommen 3 Frauen auf 80 Männer pro Jahrgang zusammen. Wenn keine ausgebildeten IT-Frauen da sind, bringt eine Frauenquote nur allem eins: Anstellung von ungelernten Frauen und was das bedeutet, könnt ihr euch vorstellen. Besser wäre es, weiter unten anzufangen und zu versuchen, Frauen schon früh für technische Berufe und Kaderpositionen zu begeistern. Alles Andere ist Quängelei. – Fabian
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Als Frau die Vorteile geniessen
Im nächsten Leben will ich eine Frau werden, dann muss ich nur bis 63 arbeiten, heiraten stellt kein Risiko dar, wenn mein Mann stirbt habe ich Anrecht auf eine Witwenrente, ich muss nicht ins Militär gehen. Ich kann die Männer einspannen für Arbeiten auf die ich keine Lust habe und in Zukunft bekäme ich dann dank Frauenquoten auch noch einen guten Job, egal wie meine Leistungen sind. Ja das Leben einer Frau muss sich schon sehr frei anfühlen.
(Gegen-)Frage
Stellt euch mal die Frage: Wollt ihr eine Anzahl eines Geschlechts als Quote oder wollt ihr fähige Menschen (egal ob Frau oder Mann) in Kaderpositionen?
Die Wille der Frau spielt auch eine Roll
Frauen, die heute in hohe Positionen sind, haben dafür gearbeitet. Will eine Frau heute Karriere machen, kann sie das erreichen. Noch sehr viele wollen das nicht. Kommt es zur Entscheidung Familie oder Job, spielen oft die Muttergefühle eine Rolle, was auch schön und gut ist. Ich arbeitete immer 100%, mein Mann Teilzeit, so konnte ich meinen beruflichen Weg erweitern. Das ist immer noch heute eine Ausnahme. Viele Frauen bestätigen mir, dass sie es so nicht möchten.