Nordkorea vs. USA

04. September 2017 17:44; Akt: 04.09.2017 22:59 Print

Leuthard ist bereit für Vermittlerrolle

Die Schweiz wäre auf Anfrage der Konfliktparteien gewillt, im Streit um Nordkoreas Atomprogramm als Mediatorin zu agieren.

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Es sei an der Zeit, sich an den Tisch zu setzen: Bundespräsidentin Doris Leuthard an einer Pressekonferenz in Bern. (21. Mai 2017)

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Die Schweiz bietet sich im Nordkorea-Konflikt als Vermittlerin an. Das Land könne Schauplatz für Gespräche der zuständigen Minister sein, sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard heute. China und die USA müssten nun ihre Verantwortung übernehmen.

Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA

Die neutrale Schweiz wäre auf Anfrage bereit, im Streit um Nordkoreas Atomprogramm als Mediatorin zu agieren. «Wir sind bereit, unsere Rolle als Vermittler anzubieten», sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard gemäss «Reuters» am Montag an einer Medienkonferenz in Bern. «Es ist nun wirklich Zeit, sich an den Tisch zu setzen. Grossmächte haben eine Verantwortung.»

Leuthard wies darauf hin, dass an der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea seit über 60 Jahren Schweizer Soldaten im Einsatz sind, um den Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern zu überwachen. Die Schweiz habe – zusammen mit Schweden – eine lange Geschichte von neutraler und diskreter Diplomatie. Aber China und die USA müssten ihren Teil der Verantwortung übernehmen, betonte die Schweizer Bundespräsidentin und warnte vor «Überreaktionen». Sanktionen würden nicht viel ändern wenn es darum gehe, Pyongyang dazu zu bringen, seine Waffenprogramme zu stoppen.

Noch keine Anfrage eingegangen

Eine Aufgabe der Schweiz könnte es etwa sein, einen geeigneten Ort zu finden für offizielle Treffen, etwa der Aussenminister, sagte Leuthard. «Ich denke, es ist unsere Aufgabe, zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt. Denn Twitter wird kein adäquates Instrument sein. Dies muss sehr diskret sein», so Leuthard.

Die Pressesprecherin des EDA, Noémie Charton, bekräftigt auf Anfrage die Vermittlungsbereitschaft der Schweiz. «Die Schweiz erinnert an ihre Bereitschaft, eine diplomatische Lösung im Nordkorea-Konflikt zu unterstützen, zu bestärken oder zu erleichtern», teilt die Pressesprecherin des EDA, Noémie Charton, heute auf Anfrage mit. Jedoch sei eine solche Anfrage der beteiligten Parteien bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingetroffen.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aaaaargauer am 04.09.2017 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher?!

    Oh nein, blos sie nicht! Sonst endet es ja gleich im Fiasko!

  • webbly am 04.09.2017 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht

    mit Frau Leithard

    einklappen einklappen
  • booaamm am 04.09.2017 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht wärs besser in Berndeutsch..

    Vielleicht sollte eher ein Berner Altbundesrat vermitteln - warum? Die Langsamkeit der Sprache und den für Kim verständliche Berner Dialekt könnte den Hitzköpfen gefallen und beruhigend wirken. Bei Atom-Doris ist schon der Name kein gutes Omen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicole am 05.09.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So abwegig ist es nicht

    Ich finde es eine gute Idee! Kim sucht nach Anerkennung,.. zwar auf eine sehr spezielle Art. Der ganze Welt hält er damit in Atem.. Sanktionen helfen nicht, Krieg würde auch für die ganze Welt eine Katastrophe bedeuten. Da er als Jugendliche schon in der Schweiz war, hat er eine Beziehung zu unserem Land. Einen Versuch ist es allemal Wert. Ob es Frau Leuthard sein soll, ist nur ein Detail. Grundsätzlich zuerst mal versuchen ob die zwei bereit sind sich an einem Tisch zu seztzen... sicher besser als weterhin Drohungen hin und her zu schicken.

  • Rüdiger Eisbein am 05.09.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nett gemeint, aber

    Ich bin der Meinung, dass dieser Konflikt für die Schweiz als Neutraler Boden eine Nummer zu gross ist. Ausserdem würde ein riesiges Aufgebot an Polizei und anderen Einsatzkräften benötigt. Der Steuerzahler wird diese XX Millionen bezahlen dürfen und darf zusehen, wie die CH ein unnötiges Risiko eingeht.

  • Atomdoris am 05.09.2017 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte, zu Hause zuerst aufräumen

    Ihr Engagement wird sicher bald zu einer Lenkungsabgabe für Raketen-Tests führen.

  • Klas Glas am 05.09.2017 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie ist bereit??

    Wenn sie nicht mal kleine Probleme in den Griff hat...was möchte sie den da gross vermitteln? Macht zuerst eure Arbeit und geht danach euren Hobbys nach....

  • Karl am 05.09.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Guter Witz. Wer genau will Krieg?

    Die einzigen die Krieg wollen sind die USA bzw. die NATO. Und unsere Bilderbergertante bläst natürlich ins gleiche Horn.