Ekel-Brötchen

30. Mai 2017 18:08; Akt: 31.05.2017 00:21 Print

So könnte die Schnur in den Burger geraten sein

Das Bild eines Ekel-Brötchens von Burger King in Biel schockiert die Fast-Food-Gemeinde. Ein Experte vermutet zu wissen, wie es so weit kommen konnte.

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Der Burger, den Raphael Friederich in Biel bei Burger King bestellt hat, schockierte die 20-Minuten-Leser. «Es sah aus, als wären dreckige Schnüre und Karton im Brötchen verbacken worden», sagt er.

Auf der Unterseite des Brötchens ist ein grauer Fleck, aus dem etwas Schmieriges herausquillt. Friederich wurde es so übel, dass er ins Spital ging, wo ihm Bauchkrämpfe attestiert wurden. «Mir wurde kotzübel, mein Magen drehte sich um.»

«Keine Schlamperei»

Bei dem grauen Fleck dürfte es sich tatsächlich um ein Garn handeln, glaubt Daniel Rüegg. Er ist Lebensmitteltechnologe Fachrichtung Backwaren und hat lange Jahre bei einer Industriebäckerei eines Grossverteilers gearbeitet. Von einer Schlamperei könne nicht gesprochen werden, sagt Rüegg.

In Grossbäckereien würden für Mehl und Backmischungen Papiersäcke verwendet. Diese sind oben mit einem Garn zugenäht. Um nun das Mehl in die Knetmaschine zu bekommen – eine Art Badewanne mit mehreren Hundert Litern Fassungsvermögen –, werde die Kante dieses Sacks über den Rand der Maschine gelegt.

Detektoren schlagen keinen Alarm

Mit der freien Hand wird die Schnur abgerissen. Normalerweise würden die Schnur und der Papiersack dann fortgeworfen. Es sei aber durchaus möglich, dass die Schnur in dem Moment in die Knetmaschine falle und vom Mehl überdeckt werde (siehe Bilder).

Es sei fast unmöglich, dies zu entdecken. Die Metalldetektoren und Röntgengeräte, die zur Fremdkörperdetektion eingesetzt werden, könnten Schnüre nicht erkennen. Sonst würden sie bei jedem Sesamkorn Alarm schlagen. So kann die Schnur schlussendlich bis in das Burgerbrötli gelangen.

Drei bis vier Vorfälle pro Jahr

Die Schnur könnte man sogar essen, sagt Rüegg. Denn auch die Verpackungen der Mehlsäcke seien sauber und würden verschweisst angeliefert. Drei- bis viermal im Jahr gebe es in Grossbäckereien solche Vorfälle.

Im Gegensatz zu Schimmel oder Ähnlichem habe dies weder mit mangelnder Hygiene zu tun noch sei in der Bäckerei unsorgfältig gearbeitet worden. «Das Geknäuel mag eklig erscheinen und hat nichts im Brot zu suchen», sagt Rüegg. «Gesundheitsschädlich ist es aber mit Sicherheit nicht.»

Mittlerweile hat sich auch Burger King zum Vorfall gemeldet. «Burger King verpflichtet sich zu hohen Standards der Lebensmittelsicherheit. Wir haben unseren Lieferanten aufgefordert, eine Untersuchung durchzuführen», heisst es in einem Statement. Man werde auch beim Bieler Franchisenehmer nachhaken.

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike Wunderlin am 30.05.2017 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wahnsinn

    Wow Leute, manchmal macht Ihr mir echt Sorgen. Ist zwar nicht der Hit einen Faden im Brot zu haben, doch ich wäre in den Burger King, hätte zwei Ersatzburger dafür bestellt und gut ist.. Wie langweilig muss die Welt sein, wenn man wegen so einem Lapsus tagelang die Presse füllt.

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  • 30 Minuten am 30.05.2017 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach jessesgott...

    und ich dachte es waren Würmer :) Na dann ist es ja doch nicht so schlimm....

  • Heidi Aschwanden am 30.05.2017 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hamburger mit "Zutaten"

    Er wird's überleben! Wenn man auf der ganzen Welt herumgekommen ist, dann kann man über so eine Bagatelle nur lachen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Aurora am 31.05.2017 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gegenstände im Essen

    Es kommt immer mal wieder vor, das durch Unachtsamkeit etwas ins Essen gerät, bei mir war das schon dreimal. Erstens, beim Urlaub in Frankreich in einem Strandlokal fand ich den etwa 3cm langen Vorderteil eines Gummihandschuhes. In einem Nussgipfel eine sehr grosse Büroklammer, sowie in portionierten Konfitüren waren einige Ameisen komplett körperlich erhalten, eingegossen.

  • Burgi am 31.05.2017 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was denn

    Ich hatte letzthin auch ein Fadenbrot, äh, Fladenbrot.

  • melocoton am 31.05.2017 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteh's nicht

    Was war denn da genau schmierig?? Ich lese nur immer wieder von einer Schnur... und Schnüre sind nicht schmierig so viel ich weiss (???)

  • Ratmal Werwol am 31.05.2017 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Alles relativ

    Vermutlich war die Schnur noch das Appetitlichste am ganzen Burger.

  • Penumbra Noctis am 31.05.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Textbausteine

    Gut zu wissen, dass mein alter Kumpel Tex T. Bau-Stein jetzt einen Job als Presseprecher bei Burg Erking gefunden hat. Der hatte schon frueher immer die flottesten Floskeln fuer jede Situation quasi auf Tastendruck parat.