Protest gegen SVP-Initiative

09. Februar 2014 17:55; Akt: 10.02.2014 10:55 Print

Tausende Franken Schaden nach Demo

Das Ja zur SVP-Initiative erzürnt linke Kreise. In Basel, Bern, Luzern und Zürich haben Demonstrationen und Aktionen stattgefunden. In Zürich kam es zu Sachschäden.

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Es braute sich etwas zusammen nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative: In verschiedenen Schweizer Städten wurde per SMS zu Spontandemos aufgerufen. Etwa in Zürich auf dem Helvetiaplatz oder in Bern bei der Heiliggeistkirche. Die Organisatoren wollen so gegen das heutige Ja zur Masseneinwanderungsinitiative protestieren.

Geknalle an der Zürcher Langstrasse

In Zürich gingen gegen 700 Personen auf die Strasse – gemäss einem unbestätigten Organisatoren-Communiqué sogar 1600. Unter den friedlichen Demonstranten war auch der Schweizer Rapper Skor: «Für mich ist es ein Trauermarsch. Ich bin erschüttert über das Abstimmungsresultat.»

Laut Leser-Reportern kam es zu kleineren Ausschreitungen. Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus und riegelte den Weg in die Innenstadt ab. Gemäss Twitter-Meldungen wurden auch an der Langstrasse Vermummte gesichtet, die mit lauten Knallkörpern auf sich aufmerksam machten. Einige Demonstranten warfen Steine gegen verschiedene Gebäude und besprayten Fassaden. So gingen auch drei Scheiben des Tamedia-Gebäudes an der Werdstrasse in die Brüche. Ausserdem wurden Farbanschläge auf mehrere Gebäude verübt.

Der Grossteil der Demo sei aber friedlich geblieben, meinte ein Polizeisprecher zu 20 Minuten. Gummischrot wurde nicht eingesetzt.

Demo-Umzug durch Bern

In Bern versammelten sich gemäss einem Leser-Reporter rund 300 Leute bei der Heiliggeistkirche. Im Anschluss zog die Gruppe mit Banner, Knallpetarden und Feuerwerk durch die Innenstadt. Dabei sangen sie Parolen wie «Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall». Die Teilnehmer verhielten sich gemäss dem Leser-Reporter friedlich. Die Polizei hätte die Lage beobachtet, sei jedoch im Hintergrund geblieben. Laut dem Leserreporter hätte sich die Demonstration mittlerweile beim Bollwerk aufgelöst.

Zur Demo wurde im Internet aufgerufen. In einem Text hiess es: «Seit Jahren wird mit Angstpropaganda gegen Ausländer gehetzt. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in der Gesellschaft weit fortgeschritten. Wir wehren uns gegen diese rechte Hetze und gehen in Bern spontan auf die Strasse!»

Friedlicher Protest in Luzern und Basel

In Luzern haben rund 300 Leute ebenfalls eine Demo durchgeführt. Per Flyer wurde schon vor dem Resultat zur Besammlung um 19 Uhr beim Bahnhofsplatz aufgerufen. «Sollte die Masseneinwanderungsinitiative angenommen werden, ruft die linke ausserparlamentarische Organisation Lagota zur Spontandemonstration gegen Rassismus und Fremdenfeinlichkeit auf», heisst es auf dem Flyer.

In Basel protestierten mehrere Hundert Leute auf dem Claraplatz. Zwar wurden Böller abgefeuert und es kam zu Störungen im Verkehr, dennoch seien die Demoteilnehmer friedlich geblieben. Die Demonstration löste sich gegen 20.30 Uhr auf.

(cho/num/pwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.K. am 09.02.2014 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    volldeppen

    Immer trötzelen, randalieren und Sachschaden anrichten. Diese Leute sollen doch am besten in ihre geliebte EU auswandern.

  • Marc am 09.02.2014 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Das nennt man Demokratie

    Alles schlechte Verlierer!

  • Schoweiss am 09.02.2014 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das Volk hat gewählt

    Amen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin H. am 10.02.2014 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie?

    Wer es in der Schweiz nötig hat, auf die Strassen zu gehen, hat scheinbar nicht verstanden, dass er oder sie Teil einer Demokratie ist.

  • Pius am 10.02.2014 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    SP-Wähler

    Solche Leute wählen dann SP und Grüne. Aber was mich am meisten freut ist die Initiative der Grünen, die noch bevorsteht und die noch viel radikaler ist als die SVP Initiative bezüglich der Einwanderung. Mal schauen wer da auf die Strassen geht um zu protestieren, wenn sie angenommen wird. Es ist eine Links-Initiative, mit bürgerlichem Interesse!

  • Marco Weber am 10.02.2014 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Chaoten

    Und immer wieder nutzen ein paar Chaoten eine Demo aus, um ihren Unmut mit Sachbeschädigungen aufzeigen. Aber solange es die Regierung billigt...

  • Pizzajola am 10.02.2014 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Primitivität

    Solche Demonstrationen nach Volksentscheiden zeigen die Primitivität der Demonstrierenden. Ein Volkswille ist zu respektieren, ob er einem passt oder nicht.

  • Luar am 10.02.2014 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bundesrat ist gefordert!

    Linke sind augenscheinlich schlechte Verlierer und ein kleiner Teil offenbar mit Gewalt!Das ist ein Resultat das zeigt,dass Politik und Wirtschaft am Volk vorbei regiert!Es hat Instrumente um regulierend einzuwirken,diese wurden leider nicht genutzt!Es gibt eigentlich keine Verlierer,es ist die Demokratie die uns erlaubt unsere Meinung zu sagen,um das uns viele Menschen im Ausland beneiden.Wäre interessant,wenn zb.Deutschland abstimmen könnte,was ja nicht möglich ist,was da für ein Resultat herauskommen würde?

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