M13 roch den Honig

10. Oktober 2012 22:45; Akt: 10.10.2012 22:46 Print

Bärenalarm auf Bündner Schulhof

M13 hat sich über zwei Bienenhäuser hergemacht. Deren leckere Honigwaben aber gehörten zum Schulhaus Santa Maria im Bündner Südtal Puschlav. Jetzt reagiert die Schulleitung. Und die Schüler sammeln Bären-Souvenirs.

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M13 hat sich an die Bienenstöcke auf dem Schulgelände gemacht. (Bild: Il Grigione Italiano)

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Braunbär M13 hat am Mittwochmorgen zwischen halb fünf und sechs Uhr morgens das Schulhaus Santa Maria in Poschiavo im Bündner Südtal Puschlav besucht. Dort zerstörte er zwei Bienenhäuser, die für Unterrichtszwecke aufgestellt waren. Als Sicherheitsmassnahme hat die Schulleitung noch am Mittwoch einen elektrischen Zaun um das ganze Schulhaus aufstellen lassen, wie die Online-Portale «Il Bernina» und «Il Grigione Italiano» berichteten.

«Die Puschlaver haben Angst»

Gemeindepräsident Alessandro Della Vedova, ist verärgert: «Spätestens nach diesem Vorfall ist jedem klar: Dieser Bär ist kein Teddybär. Die Puschlaver Bevölkerung hat Angst. Viele Eltern fürchten sich davor, ihre Kinder in die Schule zu schicken.» Von Bund und Kanton fühle man sich im Stich gelassen. Jetzt müsse geprüft werden, ob weitere Gebäude eingezäunt werden müssten – «bevor etwas Schlimmeres passiert.» Auch Plinio Pianta, Präsident der «Freunde der Alpen und der Berge» will sich gar nicht vorstellen, «was passiert wäre, wenn M13 eine Stunde später zum Schulhaus gekommen wäre.» Wenn die Regierung nicht bald handle und die Leute schützte, würden sie sich wehren: «JJ3 wurde wegen weniger erschossen.»

Haarbüschel als Souvenir

Gefreut über den Bärenbesuch haben sich dagegen die Schulkinder: «Wir haben sogar ein liegen gebliebenes Haarbüschel des Bären zur Erinnerung eingerahmt und werden es im Schulzimmer aufhängen», sagt Schulleitungsmitglied Sabina Paganini.
Bereits in der Nacht auf Dienstag hatte M13 zwei Schafe auf einem Maiensäss bei Poschiavo gerissen. Das Bündner Amt für Jagd untersucht nun den neusten Vorfall. An der Einstufung von M13 als «auffälliger Bär an der Grenze zum Problembär» ändert sich laut Wildbiologe Hannes Jenny vorläufig nichts.

(hal/dp)

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