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Militärpolizei
12. Mai 2009 15:33; Akt: 13.05.2009 23:53 Print
Armee verstärkt Jagd gegen Kiffer-Soldaten
Armeechef André Blattmann vermiest den Wehrmännern den Joint: Soldaten werden auf dem Weg in die Kaserne vermehrt gefilzt. Einige Wehrmänner schlucken die Drogen sogar herunter, um durch das Fahndungsnetz zu schlüpfen.
Zürich HB, Sonntagabend: Hunderte Rekruten sind auf dem Weg zurück in die Kaserne – nicht wenige lassen den Wochenendurlaub mit einem fetten Joint oder zig Bier ausklingen. Doch seit André Blattmann Armeechef ist, können die Soldaten sich nicht mehr völlig gehen lassen. Mehrere Militärpolizisten fahnden im grössten Bahnhof der Schweiz nach zugedröhnten Armeeangehörigen. Ein Zivilfahnder der Militärpolizei entdeckt schliesslich einen Rekruten mit roten Kiffer-Augen. Er wird gefilzt. Darauf muss er sein Gras-Säcklein gegen ein Disziplinarverfahren tauschen. Dies berichtete «10vor10» in der Ausgabe vom Montag.
Militärpolizisten auf Kiffer-Jagd im Zürcher Hauptbahnhof (Printscreen SF).
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An alle Armeeangehörigen: Schildern Sie uns Ihre Erlebnisse über das strengere Regime von Armeechef Blattmann. Wurden Sie bereits kontrolliert, werden nun weniger Drogen konsumiert?
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Soldaten schlucken Cannabis
«Solche Kontrollen finden jedes Wochenende in grossen Bahnhöfen wie Bern und Zürich statt», bestätigt Armeesprecher Christoph Brunner auf Anfrage von 20 Minuten Online. Zwar hätten die Militärpolizisten auch etwa unter früheren Armeechefs Stichproben durchgeführt, «jedoch nicht in dieser Intensität», so Brunner.
Das strenge Regime macht den Wehrmännern Eindruck: «Die Soldaten sind gewarnt», erklärt Richard Strässler, Postenchef der Militärpolizei Kloten, gegenüber 20 Minuten Online. Die verstärkten Kontrollen entfalteten bereits ihre Wirkung. Es gebe jedoch immer wieder Fälle, wo die Soldaten mit allen Mitteln einem Verfahren entgehen wollen: «Manche schlucken Gras oder Pillen einfach herunter.» Die Ermittler der Militärpolizei haben ein gutes Auge: «Jede Dritte der überprüften Personen führt Drogen mit sich», sagt Strässler.
Früher kontrollierten sich die Wehrmänner selbst
Besoffene und bekiffte Soldaten im Ausgang und auf Zugfahrten sorgten in den vergangenen Monaten für Negativschlagzeilen. Bis in die 1990er-Jahren hinein herrschte in der Schweizer Armee eine Selbstkontrolle: Ab- und antretendes Armeekader markierte in den Zügen jeweils mit einer Armbinde Präsenz und versuchte, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. «Eine Wiedereinführung der Binde steht derzeit nicht zur Diskussion», erklärt Armeesprecher Brunner. Markierung hin oder her: «In der Armee kifft sowieso jeder», erklärt der von der Militärpolizei gefilzte Soldat.
(am/daw)


























