Einbruch am Zürichberg

28. März 2017 07:36; Akt: 28.03.2017 07:41 Print

Luxusuhren geklaut – Sammler bietet 50'000 Fr

Einem Zürcher Geschäftsmann wurden Uhren im Wert von einer halben Million Franken gestohlen. Um die Sammlung zurückzuerhalten, setzt der Bestohlene eine Belohnung aus.

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Es sollten einige ruhige Tage bei seiner Partnerin in Berlin werden. Doch der Zürcher Geschäftsmann R.B.* (50) musste Anfang März subito wieder zu sich nach Hause nach Zürich reisen.

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Denn in der Nacht vom 9. auf den 10. März, als der Unternehmer in der deutschen Hauptstadt war, verschafften sich Unbekannte Zugang zu seinem Einfamilienhaus am Zürichberg, brachen einen abgeschlossenen Metallschrank auf und entwendeten seine wertvolle Uhrensammlung. R.B.: «Der Schock sitzt tief. Ich sammle die Uhren seit Jahrzehnten.»

Über 30 Stück habe seine Sammlung gezählt, darunter mehrheitlich Exemplare der Marke Rolex. Gesamtwert: über eine halbe Million Franken. Es sei auch eine Uhr entwendet worden, die er von seinem verstorbenen Vater geerbt habe, erzählt R.B. «Es ist eher dieser emotionale Verlust, der mir nahegeht, als der finanzielle. Das Sammeln war ja auch vielmehr ein Hobby von mir, es ging nicht darum, einfach Luxusartikel zu kaufen», so der Unternehmer.

«Nur 20 Prozent der Sammlung sind versichert»

Doch auch finanziell wird ihn der Diebstahl teuer zu stehen kommen, denn R.B. hatte zwar einen Teil der Uhren versichert, jedoch nur rund 20 Prozent davon. «Ich sammle seit Jahren und es sind immer neue Exemplare dazugekommen. Diese habe ich der Versicherung nicht gemeldet.» Und überhaupt wolle er sowieso nicht das Geld zurück, das er für die Uhren ausgegeben hatte, sondern die Uhren selbst, sagt er.

Woher die Einbrecher wussten, dass er eine solch wertvolle Sammlung besitze, kann sich der Zürcher nicht erklären. «Eigentlich wissen nur mir sehr nahe stehende Personen Bescheid.» Er mutmasst: «Vielleicht haben mich die Diebe beobachtet und bemerkt, dass ich jeweils eine schöne Uhr am Handgelenk trage.»

Die Polizei ermittelt

Es sei auch möglich, dass ihn die Gauner über einige Tage beobachtet hätten und die Chance packten, als sie genau wussten, dass sie freie Bahn hatten. «Ich bin am 9. März mit dem Taxi an den Flughafen gefahren. Wenn sie das mitbekommen haben, konnten sie davon ausgehen, dass ich über die Nacht nicht im Haus sein würde.»

Die Stadtpolizei ermittelt in dem Fall, wie Sprecher Marco Cortesi bestätigt. R.B. hat nun aber entschieden, auch selber aktiv zu werden. Für Hinweise, die ihm seine Sammlerstücke zurückbringen, werde er 50'000 Franken zahlen, so der Unternehmer.

*Name der Redaktion bekannt

(kün)