Trotz zahlreicher Attacken

21. November 2013 14:04; Akt: 21.11.2013 14:32 Print

Bundesrat tut nichts gegen Laserpointer

Trotz Hunderter Angriffe mit Laserpointern in jüngerer Vergangenheit wird der Bundesrat nicht aktiv. Der Besitz der gefährlichen Pointer bleibt erlaubt.

storybild

Fussballer leiden besonders häufig unter den Attacken mit den gefährlichen Laserpointern. Im Bild der rumänische Torhüter Ciprian Tatarusanu im Spiel gegen Griechenland. (Bild: Reuters/Radu Sigheti)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Trotz häufiger werdender Vorfälle mit starken Laserpointern ist sich der Bundesrat nicht sicher, ob er deren Besitz verbieten will. Entsprechende Forderungen lehnt er ab. Im Frühling will er eine Vorlage präsentieren für eine Weiterführung des Handelsverbots.

In den vergangenen Monaten haben sich Berichte von Vorfällen gehäuft, bei denen Polizisten, Lokführer, Piloten und Sportler von starken Laserpointern geblendet wurden und teilweise gar Gesundheitsschäden davontrugen. In Basel sollen seit 2009 über hundert Mal Polizisten mit Laserpointern angegriffen worden sein.

Schon 2011 führte der Bundesrat ein Verbot für das Inverkehrbringen von gefährlichen Laserpointern ein. Um dieses Handelsverbot weiterzuführen und allenfalls die Herstellung zu verbieten, will er im Frühling 2014 ein Gesetz in die Konsultation schicken, wie am Donnerstag aus mehreren Antworten auf parlamentarische Vorstösse hervorging.

Offene Fragen

Noch nicht klar ist aber für den Bundesrat, ob auch der Besitz der kugelschreibergrossen Geräte gesetzlich verboten wird. Dies sei noch offen, hält der Bundesrat fest. Berücksichtigt werden müsste bei den neuen Regeln für Laserpointer auch die Rechtslage in der EU. Abklärungen sind der Grund, dass sich die Vorlage um Monate verspätet.

Ein Besitzverbot verlangten Daniel Stolz (FDP/BS) und Anita Fetz (SP/BS). Stolz fordert mit einer Motion ein Verbot für Pointer mit einer Leistung von mehr als 1 Milliwatt, und zwar im Waffengesetz. Der Bundesrat lehnt dies ab. Vorgesehen seien Verbote nur für stärkere Laserpointer und dies in einem eigenen Gesetz. Den Einsatz schwächerer Geräte könnte der Bundesrat allenfalls beschränken.

Heute gebe es schon Handhaben gegen die Laserpointer, hält der Bundesrat weiter fest. So gelten diese als gefährliche Gegenstände, welche die Polizei einziehen kann, wenn jemand sie an öffentlichen Orten oder in einem Fahrzeug mit sich führt.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf herzog am 21.11.2013 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Muss erst einer erblinden??

    Es ist wie immer: Es muss erst etwas gravierendes Geschehen, ehe reagiert wird - nicht nur vom Bundesrat. Aber: Wenn einer unserer Damen und Herren Bundesräte selber mal "Opfer" einer solchen Attacke wären, ginge es bestimmt ganz schnell....

    einklappen einklappen
  • Lex69 am 21.11.2013 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig!

    Unsere Politik erweist sich wieder mal als unfähig! Lieber zuwarten bis was wirklich schlimmes passiert...dann noch 5 Jahre diskutieren und 5 Jahre warten......bravo passt ja alles! Aber Preisaufschläge und Steuererhöhungen dagegen werden lieber heute als morgen umgesetzt! Aber Sicherheitsmassnahmen haben ja Zeit....spielt keine Rolle wenn Menschen ihr Leben verlieren oder gesundheitlich geschädigt werden.....

  • Elfie am 21.11.2013 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    versteh ich nicht

    Jeder Mist wird hier verboten, diese gefährlichen Laserpointer aber sind erlaubt. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Diese Dinger braucht nun wirklich Niemand.

Die neusten Leser-Kommentare

  • P-A Bertholet am 21.11.2013 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Brandgefährlich

    Ich habe solche Attacken in meinem "Berufslaufbahn" (ÖV-Busfahrer) auch erlebt! Brandgefährlich: Man ist buchstäblich für ein Moment total Blind! Diese Tatsache wurde damals, (vor ca. 6 Jahre) leider von der Behörde und Vorgesetzte verharmlost oder gar ignoriert!

  • R Wetter am 21.11.2013 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Flugzeugabsturz

    Es muss erst zu einem Flugzeugabsturz vielleicht sogar über bewohntem Gebiet kommen, bevor der Bund was macht

  • Chris am 21.11.2013 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich nicht

    Also echt es wäre doch ein leichtes die Pointer zu verbieten....

  • Ernst erhu am 21.11.2013 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Beschämend!

    Es ist beschämend, dass in diesem Falle viele Sportler und Berufsleute bis ans Lebensende leiden müssen, weil der Bundesrat nicht sofort den Besitz von Laserpointern über ein Milliwatt unter Strafe stellt. Dabei wäre diese Korrektur doch in Leichtes, immerhin ein Anfang.

  • Päde am 21.11.2013 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Sollten die mal was machen, machen sie nix und sollten sie nix machen, machen sie was