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Frauentag
08. März 2012 15:55; Akt: 08.03.2012 16:31 Print
Gleiche Arbeit, gleicher Lohn
Rund um den Globus demonstrieren am 8. März Frauen für ihre Rechte. In der Schweiz forderten sie die Angleichung der Löhne. Denn Frauen verdienen bei gleichwertiger Arbeit knapp 20 Prozent weniger als Männer.
Anlässlich des internationalen Frauentags haben am Donnerstag Gewerkschaften, Parteien und Verbände in der Schweiz auf die Lohnungleichheit von Frauen und Männern hingewiesen. Vor dem Bundeshaus forderten rund fünfzig Frauen des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) von den Parlamentariern, das Problem anzugehen.
In Bern demonstrierten am 8. März 2012 Gewerkschaften und verschiedene politische Parteien für Angleichung der Löhne von Mann und Frau.(Bild: Keystone)
Mit der Kundgebung und in einem offenen Brief an die Politiker kritisierten die SGB-Vertreterinnen, dass Frauen im Schnitt für gleichwertige Arbeit immer noch gut 18 Prozent weniger verdienten.
Gleicher Lohn in der Verfassung verankert
Zwar sei die Lohngleichheit seit dreissig Jahren in der Verfassung verankert, an der tatsächlichen Situation habe sich aber wenig verändert, schrieb der SGB in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Zusammen mit dem Schweizerischen Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod) forderte der SGB die Parlamentarier auf, in ihren eigenen Unternehmen Lohnüberprüfungen durchzuführen.
Unter dem Motto «Unsere Arbeit ist mehr wert» verteilte die Gewerkschaft Unia am Donnerstag in mehreren Hundert Industrie- und Detailhandelsbetrieben Rosen und würdigte damit die Arbeit der Frauen.
Die Unia kritisierte, dass drei Viertel der
Die Gleichstellungsdelegation der SP-Fraktion forderte den Bundesrat mit mehreren Vorstössen auf, die Umsetzung der Frauenrechte in der Schweiz «systematisch und verbindlich» anzugehen.
Frauenrechte seien nicht freiwillig, sondern ein verbindliches Prinzip der Menschenrechte, liess sich Nationalrätin Yvonne Feri
Yvonne
Feri
SP, AG
NationalratVerbunden mit
Fluck-Bernhard Stiftung, Wettingen
weitere Verbindungen anzeigen in einem Communiqué zitieren.
Diskriminierung kritisiert
In Genf nahm UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay den internationalen Frauentag zum Anlass, auf die Diskriminierung von Frauen in Politik und Wirtschaft weltweit hinzuweisen. Frauen hatten ihren Angaben zufolge 2011 nur gerade 19,3 Prozent der Sitze in den nationalen Parlamenten rund um den Globus inne.
In der Schweiz beträgt der Anteil im Nationalrat aktuell 28,5 Prozent. Allerdings stagniert er seit 2007.
Nicht nur in der Politik, auch in der Wirtschaft sind die Frauen laut UNO unterrepräsentiert: Unter den 500 grössten Unternehmen der Welt werden lediglich 12 von einer Frau geführt.
Pillay wies weiter darauf hin, dass Frauen in Entwicklungsländern 60 bis 80 Prozent der Nahrung produzierten, aber nur selten das Land besitzen, das sie bearbeiten.
Die Lösung für die Probleme sieht die UNO- Menschenrechtskommissarin darin, strukturelle und institutionelle Reformen voranzutreiben. «Nur sie können garantieren, dass Frauen als gleichwertige Bürgerinnen und Partnerinnen bei wichtigen Entscheiden einbezogen werden.»
(sda)
dass alle Menschen (Frauen und Männer) die die gleiche Arbeit verrichten auch gleich entlohnt werden sollen, finde ich richtig. Aber in der Wirtschaft ist der, der am hefftigsten auf den Tisch haut und am lautesten rumschreit nunmal der, der auch mehr Lohn bekommt. Es gibt wenig Frauen die den Mut haben zum Vorgesetzten zu gehen und zu sagen "so wie du das willst ist es schlecht und wir sollten es so machen". Da sollten sich die Frauen selbst mehr zutrauen! Vieleicht gibts die Kündigung. Vieleicht gibts aber die Einsicht und Dank des Chefs sowie eine Lohnerhöhung am nächsten Jahresgespräch..! – jerry p aus ZH
Gleiches Sorgerecht, gleiches Rentenalter, gleiche Militärdienstleistung, gleiche Sportligen, gleiche Belastbarkeit, gleiche Ausbildung, etc. Frauen sind nun mal nicht gleich wie Männer, also kann man sie auch nicht gleich machen! Gleicher Lohn kann jede Frau vom Chef fordern, wie dies Männer für den ihren auch tun... – Daniel Münger
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Alle 112 Kommentare

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Frau leistet genauso viel.
Als Mann sage ich: Zahlt den Frauen gefälligst mehr Lohn! An die lieben Arbeitgeber: wenn eine Frau alleinerziehend ist gehört das mit zusätzlich CHF 500.-/ Monat zu unterstützen. Und wer weiss, vielleicht sind die Mitarbeiter im fall einer Lohnerhöhung wie durch ein Wunder plötzlich motivierter?! :p
ich höre wohl schlecht
Militär? Männer warum wehrt ihr euch nicht, wenn ihr kein Militärdienst leisten wollt! Und ja ich bin auch für Vaterschaftsurlaub - setzt euch für euren Nachwuchs ein und hört auf euch zu beklagen - hier geht es um die Entlöhnung der Frau.
Militär
An Alle maenner ,die von der gleichberechtigung im militär reden!wer hat bestummen das die wehrpflicht obligatorisch ist?? Ich glaube das wart ja ihr selber. Denn das frauenstimmrecht wurde ja erst später eingeführt!!!