Schlägerei in der Swiss

04. September 2012 10:56; Akt: 04.09.2012 14:55 Print

Geldstrafe für prügelnden Chinesen

Gegen den 57-Jährigen, der auf dem Flug nach Peking ausgerastet ist, ist ein Strafbefehl erlassen worden. Er und sein Opfer wurden vernommen, beide sind mittlerweile wieder auf freiem Fuss.

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Weil sich zwei Chinesen am 2. September 2012 auf dem Swiss-Flug LX 196 prügelten, entschied der Captain, nach Zürich zurückzufliegen. (Bild: ZVG)

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Der 57- und der 29-jährige Chinese, die sich auf einem Swiss-Flug nach Peking in die Haare geraten waren, wurden noch am Montagnachmittag befragt. «Gegen den Älteren haben wir Strafbefehl erlassen wegen Störung des öffentlichen Verkehrs», sagt die zuständige Staatsanwältin Daniela von Känel gegenüber 20 Minuten Online. Das ist ein Offizialdelikt und muss von Amtes wegen verfolgt werden. Der Mann erhielt eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen. Zur Höhe der Tagessätze wollte von Känel nichts sagen. Sie bemessen sich nach den finaziellen Verhältnissen des Verurteilten. Der 57-Jährige muss sich an den Verfahrenskosten beteiligen. Das Verfahren ist bereits abgeschlossen, die beiden wurden schon gestern auf freien Fuss gesetzt.

Der Grund für die Auseinandersetzung an Bord des Swiss-Fluges LX 196 ist laut von Känel noch immer nicht klar. «Die Schlägerei selber war nicht Untersuchungsgegenstand.» Dies, weil keine Anzeige - beispielsweise wegen Drohung oder Gewaltanwendung - eingegangen ist.

Über Kasan gewendet

Ob die Swiss, die die Kosten für die Hotelübernachtungen in Zürich sowie die Umbuchungen übernommen hat, auf zivilrechtlichem Weg gegen den Übeltäter vorgehen will, ist ebenfalls noch offen. Die Fluggesellschaft hat laut Sprecherin Myriam Ziesack noch nicht entschieden, ob sie gegen den Randalierer zivilrechtliche Schritte unternehmen wird.

Der heftige Streit zwischen dem 57-jährigen Chinesen und seinem Landsmann hatte am Sonntag den Kapitän des Swiss-Flugs zum Umkehren bewogen. Die Maschine, die schon über der russischen Stadt Kasan war, kehrte nach Zürich zurück. Die Chinesen wurden festgenommen, die anderen Passagiere umgebucht.

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(feb/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Seltsam. Wenn ein Streit total eskaliert, so müsste rasch gelandet werden. Wenn der Streit unter Kontrolle ist, so gibt es keinen Grund, umzukehren. Ich kann mir wirklich keine Situation vorstellen, wo man zwar noch Moskau-Zürich, aber nicht Moskau-Peking fliegen kann. Bin wirklich gespannt auf die Erklärung der Swiss. – Hans B. Etter

Das verstehe ich nun wirklich nicht. Wieso konnte die Maschine nicht in Moskau landen? Es hätte ja keine Notlandung werden müssen, sondern lediglich eine Zwischenlandung um die renitenten Passagiere los zu werden. Ich hätte mich als Passagier ordentlich bedankt, hätte ich einen 12 stündigen Rundflug aufgezwungen bekommen. Auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen, ist eine Umkehr nach so vielen Stunden absolut unverständlich – Rolf

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans B. Etter am 03.09.2012 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    2 Erklärungen

    Es gibt eigentlich nur 2 plausible Erklärungen für eine Umkehr nach Zürich: Entweder, beim Streit ist etwas vorgefallen, das einem der Streithähne in China massive Probleme hätte einbringen können. Oder die Maschine hatte jemanden an Bord, dem Verfolgung bei einer Landung in Russland gedroht hätte. Da kann man dann auch nicht in der Ukraine oder Weissrussland landen, und so ist der Umweg zurück ganz nach Zürich auch nicht mehr so schlimm.

  • Schmidti am 03.09.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht

    Warum fliegt eine Maschine wenn sie nach Peking will so weit Nördlich? Warum landet die Maschine dann nicht in Moskau? Ich hoffe die 2 Schläger müssen alles bezahlen Sprit Lohn der Piloten und Personal. Alle entstanden kosten, inklusive den kosten für umbuchungen und so weiter.

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  • Dimi K. am 03.09.2012 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das kann nicht der einzige Grund sein!

    So viel ich weiß hatt die Swiss mindestens eine halbe Million mindestens Schulden gemacht indem sie nicht den den Zielort anflog. Also ich rechne mir mal: 500000 für den Flug.Minimum 50.000-80000.- für das Lehren des Benzins , ich schätze um die 200.000.- bis 500.000.- für die Hotelübernachtungen der Passagiere und für die die in ein anderes Flugzeug umgebucht werden konnten ( mussten )! Plus Wartung, Säuberung und und und das gibt Minimum:1.320.000 wegen einer Schlägerei obwohl die schon im Flugzeug angebunden waren? Lohnt sich das? Ich kann mir gut vorstellen das da noch etwas passiert ist!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Kuederli am 04.09.2012 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Umkehren? Wozu?

    Schoen, dass die Leitung der Swiss zu ihrem Piloten steht, auch wenn dieser wie in diesem Falle, eine Fehlentscheidung getroffen hat. Weiterfliegen, da der Mann ruhig gestellt war, waere wohl schlauer gewesen. Das Event war ja beinahe auf der halben Strecke.

  • Simon/Bosshart am 04.09.2012 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo SWISS

    Ein kleiner Kommentar aus Beijing: die chinesischen Medien überlaufen heute vor Lob fuer das mutige Handeln durch die LX Crew, dies auf dem Hintergrund einer weniger glorreichen Reaktion von China Southern Airlines auf einen "Unruly Official", der seinen Zorn an einer Flight Attendant ausliess. In diesem Sinne: Bravo SWISS, gut gemacht!

  • Peti am 04.09.2012 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentare

    Es ist immer schön Kommentare zu Lessen von Personen die keine Ahnung haben. Wie schon Swiss erklärte ist eine Landung aus verschiedene gründe in Moskau nicht möglich gewesen. Man kann nicht einfach kurz eine ungeplante Landung machen und dann wider los fliegen, da gibst internationale regeln (IATA) die auch für die Sicherheit der Passagiere da ist. Man will ja keinen übermüdeten Piloten haben.

  • Karl J Brodowsky am 03.09.2012 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Helsinki oder Riga

    Wenn Moskau wegen der Visumfrage nicht benutzt werden konnte, wäre sicher Helsinki oder Riga, beides Städte in der EU und im Schengenraum möglich gewesen. Bei einem Weiterflug nach Peking hätten die Verursacher vielleicht nicht so gut für Schadenersatz herangezogen werden können, aber in dem Fall wäre ja auch kein großer Schaden entstanden. Aber diese Möglichkeiten sind wohl geprüft und verworfen worden. Es kann halt beim Fliegen aus verschiedenen Gründen passieren, daß man eine gröbere Verspätung bekommt.

  • andreas keller am 03.09.2012 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Visumpflicht?

    Das Argument mit Visumpflicht verstehe ich nicht. Die Landung erfolgt auf internationalem, neutralem Terrin, dort ist meines Wissens keine Visumpflicht notwendig. Aber eins sollte man schon sagen. Unverständnis stösst bei mir auf Unverständnis. Sicherheit geht vor....Natürlich ist es ärgerlich.

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